Frag den Förster!

[Allgemein]
Gibt es Südtirol "meldepflichtige" Pflanzen? Habe vor kurzem einen Riesenbärenklau gemeldet, aber auch Amrosiapflanzen sind gewaltig im Vormarsch.Vielen Dank und liebe Grüße!
Es besteht keine allgemeine gesetzliche Meldepflicht für diese Pflanzen, allerdings sollte ihr Vorkommen der örtlichen Forststation gemeldet werden, da diese gezielte Bekämpfungsmaßnahmen veranlassen kann.


Datum: 6.8.2017
[Allgemein]
Guten Tag, ich hätte gerne gewußt, wie das Zelten oder Biwakieren in freierer Natur geregelt ist, bzw. was ist erlaubt und was nicht. Danke!
In einigen Gebieten Südtirols mit besonderer landschaftlicher Unterschutzstellung ist das Lagern mit Zelten und der Aufenthalt mit Wohnwagen und dergleichen, mit Ausnahme des hochalpinen Biwaks, verboten (beim Biwakieren handelt es sich um eine Sonderform des nächtlichen Aufenthalts im Hochgebirge während eines kurzen durch den Anlass gebotenen Zeitraums (z.B. Notsituation, Witterungsumschwung, Müdigkeit, Erschöpfung). Hierbei kann auch ein mitgebrachtes Zelt oder eine vor Ort vorhandene Biwackschachtel verwendet werden).  

Zu den Gebieten mit Zelt- und Campierverbot (mit Ausnahme des hochalpines Biwakierens) gehören die sieben Naturparke und das Schutzgebiet der Seiseralm. Verboten ist zudem das Zelten und Campieren im Nationalpark Stilfserjoch außerhalb der eigens ausgewiesenen und ausgestatteten Flächen, in den Biotopen, Naturdenkmälern, Trinkwasserschutzgebieten, auf Demanialgrund, sofern auf letzterem entsprechende Verbotsschilder angebracht sind. 

In einigen Fällen finden sich in den Landschaftsplänen (z.B. Landschaftsplan der Gemeinde Ritten, Landschaftspläne der Gemeinden Jenesien, Mölten, Vöran) Zelt- und Campierverbote für bestimmte Gebietsbereiche. Zu beachten sind etwaige auf Gemeindeebene erlassene Verordnungen. 

Datum: 3.8.2017
[Allgemein]
Hallo, habe eine Frage bezüglich Rothühner. Ich habe auf der Leiteralm direkt hinter der Hütte (ca 10mt) ein Rothuhn fotografiert, das wahrscheinlich von Almbesuchern, die auf der Wiese hinter der Hütte auf Decken lagen, aufgescheucht wurde. Nachdem ich mich online über des farbenfrohe Tier informiert hatte, das nur noch in wenigen Orten Europas (Texelgruppe, oberer Vinschaug und Spanien) vorhanden ist, stieß ich auf eine Infoseite der Jagd und Forstwirtschaft des Landes Südtirol, in der die Jagd auf diese Hühnervögel in dem Naturschutzgebiet "Texelgruppe" und im oberen Vinschgau freigegeben wurde. Da es sich europaweit um ein streng geschütztes Tier handelt, möchte ich wissen, welchen Schaden es verursacht, bzw. welche trifftigen Gründe es für die Abschußbewilligung dieser gefährdeten Vogelart in Südtirol gibt?
Bei ihrer Wanderung hatten Sie das Glück, ein Steinhuhn beobachten zu können. Dieses an spezifische Lebensräume gebundene Feldhuhn ist in einigen Gebieten der Alpen jagdbar, unterliegt hierzu jedoch strengen Richtlinien. 
In Südtirol unterliegt die Jagd einer jährlichen Verträglichkeitsprüfung: Es werden genaue Bestandeserhebungen (Zählungen) durchgeführt, die als Grundlage für die Entscheidung dienen, ob und wieviele Steinhühner erlegt werden dürfen. 
Das Steinhuhn verursacht keine Schäden und es gibt in dieser Hinsicht keine Notwendigkeit für eine Bejagung. Sofern die Bejagung aber die Steinhuhnpopulation nicht gefährdet, ist eine geringe jagdliche Nutzung möglich, andernfalls nicht. Als Gefährdungsursache für das Steinhuhn spielt der begrenzte Lebensraum eine bedeutendere Rolle.

Datum: 11.5.2017
[Allgemein]
Gibt es eine gesetzliche Regel über eine maximal Steigung von Feldwegen, bzw. gibt es ein technisches Regelwerk was breiten Steigungen und Querneigungen betrifft? Wo kann man es einsehen? Vielen Dank und schönen Gruß nach Bozen
Es gibt keine gesetzliche Regelung für die Maximalsteigung von Feldwegen. Wenn jemand einen Weg errichten möchte, muss er vorher die erforderlichen Genehmigungen (Landschaftschutz-, Raumordnungs- und Forstgesetz) einholen, welche aufgrund von gesetzlich definierten Schwellenwerten der Länge, Breite und Steigung solcher Wege und des Geländes verschieden sind.
Somit ist es ratsam, sich bei der zuständigen Forststation und dem Gemeindebauamt zu informieren. Weil der Bau von Wegen auch finanziell gefördert werden kann, sollte auch bei der Forststation nachgefragt werden.

Datum: 4.4.2017
[Allgemein]
Hallo, ich möchte im meinem Wald (6 Hektar) auf einer Grünfläche eine Hütte bauen. Wie sehen die Vorschriften dazu aus?
Im Wald besteht absolutes Bauverbot für Gebäude. Für die Bewirtschaftung des Waldes können Hütten erst ab einer Größe von 50 ha Waldfläche beantragt werden.

Datum: 23.3.2017
[Allgemein]
Buon giorno, si possono raccogliere gli asparagi selvatici  Grazie
La legge provinciale 6/2010 (legge di tutela della natura e altre disposizioni) prevede che tutte le specie vegetali a diffusione spontanea siano o integralmente o parzialmente protette. L’asparago selvatico (auruncus dioicus) appartiene alle piante parzialmente protette; queste, ai sensi dell’articolo 8,  non possono essere “estirpate” ovvero non possono essere “prelevate o danneggiate le parti sotterranee”. 


Datum: 25.11.2017
[Allgemein]
Hallo, ich habe meiner Tochter versprochen einen Bogen zu schnitzen. Ist es möglich 1-2 Äste oder einStämmchen (Esche, Ahorn, Ulme ca. 4-10cm Durchmesser) aus dem Wald zu entnehmen, oder ist so etwas verboten.
Grundsätzlich wäre dafür eine Genehmigung des Waldeigentümers einzuholen. Sofern kein Schaden angerichtet wird, kann man aber  guten Gewissens davon absehen.
Kein Schaden liegt vor, wenn Äste bzw. Stämmchen von bereits gefällten, beschädigten, sehr dicht stehenden Bäumen entnommen werden. Die Entnahme sollte vorzugsweise auf öffentlichem Grund erfolgen.

Datum: 10.3.2017
[Allgemein]
Buongiorno! Volevo chiedere se fosse possibile reperire informazioni sul sito della provincia in merito alla questione delle erbe officinali e aromatiche presenti sul nostro territorio. Esiste una normativa che ne regola il raccolto per uso personale? Non vorrei imbattermi in qualche possibile sanzione.
La tematica della coltivazione di erbe officinali ed aromatiche viene gestita dalla scuola professionale per la frutti-, viti-, orti- e floricoltura Laimburg (http://www.fachschule-laimburg.it/it/default.asp). Inoltre trova informazioni anche sul sito del museo scienze naturali di Bolzano, specialmente all’indirizzo  http://www.florafauna.it/index.jsp?project=florafauna&view=BOT&locale=it.

La normativa che regola la coltivazione, la trasformazione e la raccolta di erbe selvatiche è contenuta nel decreto del Presidente della Provincia 13 febbraio 2013, n. 6; la legge provinciale 12 maggio 2010, n. 6 disciplina inoltre le piante parzialmente ed integralmente protette; vedasi particolarmente l’allegato C “Elenco delle specie vegetali a diffusione spontanea parzialmente protette, che possono essere raccolte per uso proprio”. 

 


Datum: 13.12.2017
[Allgemein]
Dove è possibile rivolgersi per un giudizio sulla pericolosità di alberi ad alto fusto situati in vicinanza di case abitate in montagna? Grazie.
 Il primo interlocutore per le questioni relative ad alberi al di fuori del centro abitato è la stazione forestale territorialmente competente. A seguito di un sopralluogo sarà stabilito, assieme al personale forestale, l’iter più appropriato per trovare la soluzione migliore, anche distinguendo eventuali disturbi (ombra, grondaie intasate da fogliame/aghi…) da possibili danni (caduta albero). Se dovesse effettivamente trattarsi di danno temuto, trova applicazione l’art. 1172 del codice civile: 
 
“Denunzia di danno temuto. 

Il proprietario, il titolare di altro diritto reale di godimento [c.c. 1079] o il possessore, il quale ha ragione di temere che da qualsiasi edificio, albero o altra cosa sovrasti pericolo di un danno grave e prossimo alla cosa che forma l'oggetto del suo diritto o del suo possesso, può denunziare il fatto all'autorità giudiziaria e ottenere, secondo le circostanze, che si provveda per ovviare al pericolo [c.c. 823, 2813; c.p.c. 688]. 

L'autorità giudiziaria, qualora ne sia il caso, dispone idonea garanzia [c.c. 1179] per i danni eventuali [c.c. 1171; c.p.c. 119] .
Datum: 11.1.2018
[Allgemein]
Darf man auf den Bergen ein Feuer machen, also über der Baumgrenze beim Biwakieren auf dem Berg. Im Wald ist es ja allgemein nicht erlaubt, aber wie sieht es im Gebirge aus?
Beim Entzünden von Feuer sind neben dem allgemeinen Verbot im Wald und in einem Mindestabstand von 20 Metern zum Wald  (LG 21/1996) auch die einzelnen Schutzdekrete der sieben Naturparks und allenfalls Schutzdekrete von Biotopen zu beachten (Details dazu im Internet).

Wo das Entzünden erlaubt ist, muss beachtet werden, dass nur unbehandeltes Holz und keinesfalls irgendwelche Abfälle verbrannt werden dürfen.
Datum: 25.1.2017