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Wohnbau- und Arbeitspolitik: LH Kompatscher trifft Gewerkschaften

Wohnbau und Arbeitssicherheit standen im Mittelpunkt des Treffens zwischen LH Kompatscher und den Gewerkschaften heute in Bozen. Von einem konstruktiven Dialog spricht der Landeshauptmann.

Wohnen und Arbeitssicherheit waren die wichtigsten Themen beim Treffen zwischen den Vertretern der Gewerkschaften und der öffentlichen Verwaltung. (Foto: LPA/Barbara Franzelin)

Landeshauptmann Arno Kompatscher ist heute (13. Dezember) im Landhaus in Bozen mit den Vertretern der lokalen Gewerkschaftsorganisationen zusammengetroffen. Damit ist der Landeshauptmann dem Wunsch der Gewerkschaften nach einem raschen Austausch über die arbeits- und wohnungspolitischen Fragen, die 2020 anstehen, entgegengekommen.

Die Gewerkschaftsvertreter zeigten sich zufrieden darüber, dass die öffentliche Verwaltung die Anträge für den Beibehalt der IRAP-Begünstigung und für die Möglichkeit einen Fonds für sichere Arbeit einzurichten, angenommen habe.

Beim Treffen mit Generaldirektor Alexander Steiner und den Verantwortlichen der Landesabteilung Finanzen mit Direktor Giulio Lazzara an der Spitze waren die Sekretäre der Gewerkschaften Michele Buonerba (SGB/CISL), Toni Serafini (UIL/SGK) und Cristina Masera (CGIL/AGB) sowie die Gewerkschaftsvertreter Christian Troger (UIL/SGK) und Alfred Ebner (CGIL/ASB) mit dabei.

Ein wichtiges Thema des Gesprächs war die Wohnbaupolitik, insbesondere im Hinblick auf das für 2020 geplante neue Wohnbaugesetz. Hierzu gab es bereits im Vorjahr einen intensiven Austausch von Wohnbaulandesrätin Waltraud Deeg mit unterschiedlichen Interessensvertretern. Auch die Gewerkschaften haben sich dazu aktiv mit Vorschlägen und Inputs eingebracht. Dieser Austausch soll laut dem Landeshauptmann nun weitergeführt werden, damit im kommenden Jahr ein gemeinsam getragenes Gesetz verabschiedet werden kann. "Wohnen betrifft alle, deshalb braucht es zu diesem wichtigen Thema einen umfassenden Austausch aller Beteiligten. Ziel ist es, eine gemeinsame Lösung zu finden, die den Bedürfnissen möglichst vieler Bürger gerecht wird", betonte Kompatscher. In den kommenden Monaten werde es eine Reihe von Sitzungen dazu geben, um Ideen und Vorschläge zu sammeln, die später in einen klaren und endgültigen Gesetzestext einfließen sollen, kündigte der Landeshauptmann an.

Die Gewerkschaften forderten ein verstärktes Engagement der Verwaltung, was die Unterbringung der Arbeiter betrifft. "Für die Stadt Bozen gibt es bereits einige Ideen. Wir arbeiten daran, in Kürze Projekte auf den Weg zu bringen", erklärte Kompatscher.

Positiv bewerteten beide Seiten den Teilvertrag des Bereichsübergreifenden Kollektivvertrags (BÜKV), der heute in der Sondernummer Nr. 1 vom 13. Dezember 2019 zum Amtsblatt der Region Nr. 50 veröffentlicht ist. Landeshauptmann Kompatscher sagte, er sei mit dem Prozess, der zur Unterzeichnung des Abkommens geführt hat, zufrieden. Er hoffe, so Kompatscher, "dass auch die weiteren Verhandlungen im konstruktiven Dialog, die Zusammenarbeit in Synergie erfolgen, wie bei der Vorbereitung dieses ersten Teils".

sf/san

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