Alpungsprämie

Diese Prämie soll eine umweltgerechte Bewirtschaftung der Almen unterstützen und Ansporn für die Erhaltung der Almen als Lebens- und Wirtschaftsraum sein. Die Alpungsprämie ist eine Untermaßnahme innerhalb der Agrarumweltmaßnahme und wird über den „ländlichen Entwicklungsplan“ abgewickelt. Wenn für die Alm im neuen Agrarumweltmaßnahmenprogramm um eine Prämie (6A oder 6B) angesucht wird, muss sie mindestens 5 Jahre lang gemäß diesen Kriterien bewirtschaftet werden.

Wofür kann angesucht werden

  • Für die Beweidung der Almen (Grundprämie)
  • Verarbeitung von Milch auf der Alm (Zusatzprämie)

Höhe der Prämie

  • Basisprämie (6A): 25,00 Euro /ha
  • Prämie für Milchverarbeitung (6B): 61,00 Euro /ha

Wer kann ansuchen

  • Privatpersonen oder juridische Personen (Eigentümer oder Pächter), die im „Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmer“ eingetragen sind und über Almflächen verfügen
  • Wiesen-Weiden und Almwiesen, die nicht gemäht werden;
  • die Dauer der Alpung muss mindestens 60 Tage betragen;
  • und der max. Viehbesatz darf die 0,4 GVE/ha nicht überschreiten.

Auflagen für den Betrieb (Verpflichtung für 5 Jahre - Maßnahme 6A)

  • Planierungs- und Erdbewegungsarbeiten dürfen nur mit vorheriger Genehmigung der zuständigen Behörden durchgeführt werden.
  • Der Einsatz von Mineraldünger, Unkrautvertilgungsmitteln (Herbiziden) und Pflanzenschutzmitteln muss von der Forstbehörde genehmigt werden.
  • Das Vieh muss auf der Weide von Hirten beaufsichtigt und betreut werden.
  • Die Weiden müssen nach den Richtlinien der Forstbehörde genutzt werden.
  • Die ordentlichen Instandhaltungsarbeiten sind durchzuführen.
  • Die Verpflichtungen der Cross Compliance Bestimmungen müssen eingehalten werden (siehe eigene Broschüre, herausgegeben im März 2007).

Verarbeitung von Milch auf der Alm (Maßnahme 6B)

Mit dieser Maßnahme soll die Verarbeitung von Produkten auf der Alm gefördert werden. Dabei müssen folgende Punkte beachtet werden:

  • Auflagen 6A einhalten.
  • Zu Beginn der Alpung müssen mindestens 15 Kühe gemolken werden.
  • Die auf der Alm verarbeitete Milch muss vorwiegend von der Alm stammen.
  • Der Antragsteller muss beim „Qualitätssicherungsprogramm Alpwirtschaft“ der Bergbauernberatung teilnehmen.
  • Der Antragsteller muss bei der Verarbeitung der Milchprodukte die geltenden Hygienebestimmungen einhalten.

Ansuchen