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Tollwut

Hans BergerSehr geehrte Damen und Herren,
 
es ist sehr wichtig, dass wir das Problem Tollwut ernst nehmen. Vor allem Kinder müssen dazu angehalten werden, keine fremden Tiere anzufassen, schon gar keine Wildtiere.   Kinder neigen in ihrer Tierliebe häufig dazu, diese anzufassen und zu streicheln. Sollten verendete Tiere aufgefunden werden, dann muss dies unbedingt und sofort gemeldet werden  (bei Förstern oder Amtstierärzten). Diese stehen Ihnen  auch  mit den wichtigsten Informationen und entsprechend geschulten Ansprechpartnern jederzeit zur Verfügung.
 
Im Kampf gegen die Tollwut setzen wir vor allem auf die vorbeugende Wirkung von flächendeckenden Impfungen. So müssen bis März  2010  alle Hunde in Südtirol gegen die Tollwut geimpft werden,  die nicht bereits dagegen geimpft sind. Dies ist entweder im Rahmen von Massenimpfungen  durch die Amtstierärtzte des Sanitätsbetriebes an vorher bekannt gegebenen Orten zu bestimmten Zeiten  und zu einem verbilligten Tarif möglich,  oder im Rahmen von Impfungen beim Tierarzt des Vertrauens.
 
In Verbindung mit erhöhter Aufmerksamkeit und Vorsicht, welche auch Sie in jedem Fall walten lassen sollten, bin ich optimistisch, dass wir eine Verbreitung der Tollwut in unserem Land unterbinden können. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 
 
Hans Berger
Landeshauptmannstellvertreter

Was ist die Tollwut

Die Tollwut ist eine Krankheit, die durch ein Virus verursacht wird,und bei nicht angemessener Behandlung immer tödlich ist.


Wie wird sie übertragen?

Das Virus ist im Speichel des erkrankten Tieres vorhanden und kann auf den Menschen durch einen Biss, Kratzwunden,durch das Lecken von verletzter Haut übertragen werden oder wenn Speichel des infizierten Tieres mit den Schleimhäuten in Kontakt kommt.


Vorsichtsmassnahmen

Vermeide jeglichen Kontakt mit wilden Säugetieren oder mit jeglichem unbekannten Tier, auch wenn es freundlich wirkt und sorge dafür, dass Deine Tiere keinen Kontakt zum Wild haben.
Wende Dich an Deinen Vertrauenstierarzt, wenn Dein Hund oder Deine Katze ihr übliches Verhalten ändern oder ein ungewöhnliches Benehmen zeigen.


Symptome beim Tier

Ein tollwütiges Tier zeigt Verhaltensänderungen:

das wilde Tier verliert die natürliche Scheu vor dem Menschen,gutmütige Tiere werden aggressiv, es können jedoch auch nur Schwierigkeiten bei der Fortbewegung und Lähmungserscheinungen auftreten und letztendlich verendet das Tier.Es muss darauf hingewiesen werden,dass ein an Tollwut erkranktes Tier Symptome auch erst nach Wochen oder Monaten zeigen kann. Deshalb ist es nicht immer möglich, den genauen Zeitpunkt der Infektion festzulegen.


Im Fall eines Bisses

  • Wasche die Wunde (auch Kratzer oder kleine Wunden) mit reichlich Wasser und Seife 15 Minuten lang und desinfiziere anschließend mit Alkohol oder jodhaltigem Präparat: das verringert das Infektionsrisiko;
  • Wende Dich immer an die "Erste Hilfe" für die Wundversorgung! Beschreibe,wie der Biss sich ereignet hat. Falls notwendig, wird der Arzt die Post-Expositions-Impfung gegen Tollwut verabreichen;
  • Erfolgte der Biss durch ein Haustier,ist es wichtig dieses zu identifizieren (das Tier wird 10 Tage lang einer sanitären Überwachung unterzogen).

Impfkalender zur Tollwut für Hunde

  1. XLS Impfkalender (aktualisiert am 01.03.2010)

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Media

Hier finden Sie die einzelnen Bilder des Albums. Um eine vergrößerte Ansicht der Bilder zu erhalten, klicken Sie in das Bild.

  • Hunde pro Gemeinde

    Hunde pro Gemeinde

  • Impfaktion bei Nutztieren in Südtirol // Geimpft werden alle Nutztiere in den Gemeinden Sexten, Innichen, Toblach, Niederdorf, Prags, Olang, Enneberg, St. Martin i.T., Wengen, Abtei, Corvara, Wolkenstein, St. Christina, St. Ulrich, Kastelruth, Völs, Tiers, Karneid, Welschnofen, Deutschnofen, Aldein, Truden und Altrei.

    Impfaktion bei Nutztieren in Südtirol

  • Fortschritt der Epidemie // Seit November 2009 ist die Wildtollwut in der Provinz Belluno wieder aufgetreten, als Folge des Fortschreitens der Epidemie in Friaul Julisch Venetien und noch davor in Slovenien.

    Fortschritt der Epidemie

  • Tollwut: Erste Impfköder abgeworfen

    Tollwut: Erste Impfköder abgeworfen


Links & Kontakt

Bei spezifischen Fragen über die Krankheit beim Tier wende dich an den Tierärztlicher Dienst des Südtiroler Sanitätsbetriebes
Gesundheitsbezirk Bozen 0471 635161
Gesundheitsbezirk Brixen 0472 801230
Gesundheitsbezirk Meran 0473 222236
Gesundheitsbezirk Bruneck 0474 586550

Bei spezifische n Fragen über die Krankheit beim Menschen wende dich an die Dienste für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Südtiroler Sanitätsbetriebes
Gesundheitsbezirk Bozen 0471 909222
Gesundheitsbezirk Brixen 0472 812480
Gesundheitsbezirk Meran 0473 222535/222533
Gesundheitsbezirk Bruneck 0474 586542

Fragen an die Experten online


News

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Tierseuchen: Tierärzte aus dem ganzen Alpenraum in Bozen

Prominente Gäste hat derzeit der Landestierärztliche Dienst: Die Cheftierärzte aus der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Bayern und Baden-Württemberg beraten in Bozen über Tierseuchen und deren Folgen für den grenzüberschreitenden Vieh-Verkehr in den Alpen. "Der persönliche Kontakt ist der beste Weg, Informationsfluss und unbürokratische Lösungen zu garantieren", so Landesrat Hans Berger.

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Kommende Woche startet eine der größten Tollwut-Impfaktionen in der Geschichte Südtirols. "Mittlerweile sind Tollwutfälle aus allen südöstlichen Nachbarprovinzen gemeldet worden, weshalb wir alle Nutztiere in den Grenzgemeinden impfen", so Agrarlandesrat Hans Berger. Geimpft werden zudem Tiere aus anderen Gemeinden, die auf Almen in den Nachbarprovinzen oder Grenzgemeinden weiden werden.

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Es wurde das Rundschreiben Nr. 17 des Landestierärztlichen Dienstes veröffentlicht, dem auch das Dekret des Direktors des Landestierärztlichen Dienstes Nr. 31.12/712466 vom 14.12.2009 über die Vorbeugung gegen die Tollwut beigelegt ist.

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Die Anstrengungen, ein Übergreifen der Tollwut auf Südtirol zu verhindern, werden weiter intensiviert: Neben der flächendeckenden Impfung von Hunden und dem großflächigen Ausbringen von Impfködern wurde nun auch die Jagd auf die Hauptüberträger der Krankheit, die Füchse, ausgedehnt.

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Bis an die Landesgrenzen ist die Tollwut vorgestoßen. "In den letzten Tagen sind gleich mehrere Fälle aus der Provinz Belluno gemeldet worden", so Agrarlandesrat Hans Berger. Um ein Ausbreiten der Krankheit in Südtirol zu verhindern, wird nun eine flächendeckende Impfaktion für Hunde gestartet. Und auch Füchse, die wichtigsten Überträger der Krankheit, sollen geimpft werden.