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Pressemitteilungen

Verschiedenes | 07.03.2013 | 18:11

Neue RAI-Konvention: Erste Sitzung der paritätischen Kommission

Am 28. Dezember letzten Jahres war der drei Jahre umfassende neue Dienstvertrag mit der RAI ausgehandelt worden, an dem sich erstmals auch das Land beteiligt. Heute (7. März) hat die darin vorgesehene paritätische Kommission zwischen Staat, RAI und Land zum ersten Mal in Rom getagt und erste Schritte hin zu einem Ausbau der Sendezeiten und einer technischen Erneuerung abgeklärt.

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Die deutschen und ladinischen Rundfunkprogramme der RAI sind eine Verpflichtungen, die der Staat Italien übernommen hat. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, hat der Ministerrat bis dato die Minderheitensendungen der RAI finanziert, dafür wurde in regelmäßigen Abschnitten eine Konvention zwischen RAI und Ministerrat abgeschlossen. Im Ende letzten Jahres vereinbarten Dienstvertrag springt nun erstmals das Land ein und übernimmt die Kosten für die Minderheitensendungen der RAI in Bozen. "Diese Art der Konvention ist ein völlig neues Modell, sie trägt aber bereits erste Früchte und ermöglicht es der RAI, ihrem Auftrag auch weiterhin nachzukommen", so Gianfranco Comanducci, der stellvertretende Generaldirektor der RAI.

Im neuen Dienstvertrag vorgesehen ist auch eine paritätische Kommission zwischen Land und RAI, die über die Umsetzung des Abkommens wacht und die heute erstmals im Chigi-Palast in Rom zusammengekommen ist. Für den Ministerrat sitzen Ferruccio Sepe und Roberto Marino in der Kommission, das Land ist mit Generaldirektor Hermann Berger sowie Klaus Luther, Direktor des Präsidiums der Landesregierung, dabei, während die RAI neben Comanducci durch Verwaltungsdirektor Luigi De Siervo, Carlo Corazzola, Leiter des RAI-Sitzes in Bozen, und Alberto Del Cioppo von der Direktion zur Koordinierung der Außenstellen vertreten war.

Ihre Aufgabe ist, den Weg für einen Ausbau der Sendezeiten der deutschen und ladinischen RAI in Bozen zu bereiten. So wird das ladinische TV-Angebot von 39 auf 100 Stunden jährlich ausgeweitet werden, das deutsche Radioprogramm von 4716 auf 5300 Stunden. Dazu soll eine eigenständige ladinische Redaktion geschaffen und ein Programm zur Förderung des deutschen und ladinischen Personals vorangebracht werden. "Nicht zuletzt erwarten wir uns natürlich auch eine technische und strukturelle Anpassung des RAI-Sitzes in Bozen", betont Landeshauptmann Luis Durnwalder. Die finanzielle Sicherheit, die das Engagement des Landes der RAI bietet, ermöglicht es nun erstmals, auch längerfristige Planungen voranzutreiben.

Die nötigen Maßnahmen, um all diese Ziele erreichen zu können, sollen nun in möglichst monatlich stattfindenden Treffen der RAI-Kommission ausgehandelt werden. "So können die notwendigen Schritte schnell gesetzt werden", so Durnwalder. Die nächste Sitzung wird bereits am 26. März stattfinden, und zwar in Bozen.


(chr)