Das Michael-Pacher-Denkmal

Vom Kiwanisclub Bruneck den Bürgern der Stadt zur Erinnerung an das Pacher Gedenkjahr 1998 gewidmet, unterstützt von der Stiftung Südtiroler Sparkasse und der Gemeindeverwaltung Bruneck.

Der Kinwanisclub wird ferner im Gedenken an Michael Pachers 500. Todesjahr eine Goldmünze mit dem Motiv des Issinger Schlußsteines prägen lassen.

 

Das Denkmal

Das Monument ist ca. 3,7 Meter hoch und ca. 2 Meter breit und in Bronze ausgeführt. Der mittlere Aufbau enthält gotische Details, worauf drei Bonzeplastiken (Motive: KIRCHE - KUNST - HANDWERK) angebracht werden. Das Denkmal wird auf dem Kapuzinerplatz vor dem Michael-Pacher-Haus aufgestellt.

 

Beschreibung der Details:

Kirche

Das Schaffen Michael Pachers war geprägt von sakralem Gedankengut. Als Vertreter der Gotik schuf er wunderbare Kunstwerke (Flügelaltäre usw.) und vermittelte auf bildhauerische Weise das Wort Gottes.

Die Taufe als zentrales Thema - ein Bekenntnis zur Kirche und damit der Beginn eines christlichen Lebens.

Kunst

Die Kunst im sakralen Bereich hat dank seiner Gönner und Mäzenen immer Großes geleistet; ob Architektur, Musik oder bildende Kunst - so sind die wunderbaren Werke durch Jahrhunderte zum Lobe Christi entstanden. Schon von frühester Zeit her war das optische und das künstlerische Werk Vermittler zum Lob Gottes.

Handwerk

Ohne handwerkliche Fähigkeiten konnte in den Bereichen Architektur - Malerei und Bildhauerei das Gedankengut den Menschen niemals vermittelt werden. Das handwerkliche Können wird im Sinne der Kirche - weitab von jeder Industrialisierung- als individueller Wunsch nach dem inhaltlich Schönen erhalten bleiben.

 

Der Künstler Jos Pirkner

wurde am 2. Dezember 1927 in Sillian, Osttirol, geboren. Er besuchte die Kunstgewerbeschule in Klagenfurt, absolvierte die Meisterschule für angewandte Kunst in Graz mit Auszeichnung und entdeckte als Privatschüler des Bildhauers Rudolf Reinhart in Salzburg seine Vorliebe für den Werkstoff Metall. Der junge Künstler folgte 1951 einem Angebot der Gebrüder Brom und begann als selbständiger Gold- und Silberbildhauer für das weltbekannte Atelier in den Niederlanden zu arbeiten. Jos Pirkner wurde von der Akademie der bildenden Künste in Amsterdam aufgenommen und besuchte als Gasthörer die Freie Akademie in Utrecht. Diese Stadt wurde ihm für die kommenden 25 Jahre zur zweiten Heimat. Pirkner eröffnete ein eigenes Atelier und heiratete 1966 Joke Baegen. Unmittelbar nach der Geburt seines Sohnes Gidi kehrte er 1978 nach Osttirol zurück. Prof. Jos Pirkner lebt mit seiner Familie in Tristach bei Lienz.
Julien Green schreibt über Pirkner:
"Im Werk von Jos Pirkner vereinen sich Vorstellungskraft und Energie. Und noch eine andere, bei einem Bildhauer seltene Qualität fühle ich: den Sinn für menschliche Empfindsamkeit."


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