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Michael Pacher 
Über das Leben Michael Pachers geben uns nur wenige Dokumente, wie Rechnungen, Verträge
und Quittungen indirekte Auskunft. Er dürfte zwischen 1430 und 1432 geboren sein,
vermutlich in Bruneck oder in der näheren Umgebung. Zwischen 1443 und 1445 begann er die
Werkstattlehre in der Stadtgasse. Wie in der damaligen Zeit üblich, folgten auf die vier
Lehrjahre zwei Wanderjahre als Geselle. Sie führten ihn u.a. um 1450 nach Padua, wo er
mit dem Künstlerkreis um Jacopo Bellini, Donatello und mit Andrea Mantegna in Berührung
kam.Pacher besaß in Bruneck das Bürger- und Meisterrecht; er war mit einer Frau
Ottilia verheiratet, deren Familienname nicht bekannt ist. Von seinen Kindern ist außer
dem Sohn Hans nur der Name einer Tochter, Margarete, bekannt, die mit dem bischöflichen
Zöllner von Klausen, Kaspar Neuhauser, verheiratet war.
Vieles deutet darauf hin, daß Pacher um 1471 mit dem flämischen Künstlerkreis (Reise
in die Niederlande und an den Rhein) Kontakt hatte. Nachgewiesen ist auch ein Aufenthalt
Pachers am herzoglichen Hof in Mantua. In seiner Werkstatt arbeiteten zahlreiche Gesellen,
u.a. sein Sohn Hans Pacher, Friedrich Pacher (ob ein Verwandtschaftsverhältnis zum
Meister bestanden hat, ist noch unbekannt), der bekannte Max Reichlich u.v.a.
1494 übersiedelte Pacher mit seiner Werkstatt nach Salzburg, um den Auftrag für den
Hochaltar in der dortigen Pfarrkirche (heute Franziskanerkirche) auszuführen bzw. zu
vollenden. Dort starb er, vermutlich zwischen dem 7. Juli und dem 14. August 1498. |