Die Museen der Stadt

Im Gemeindegebiet Brunecks befinden sich zwei Museen, deren Besuch sich auch anläßlich des Pacher Gedenkjahres besonders lohnt.

Das Stadtmuseum verfügt über ein hervorragendes Graphikkabinett (vorwiegend Graphik des 20. Jahrhunderts aus dem regionalen und internationalen Raum), aber auch eine ständige Ausstellung spätgotischer Werke von Michael Pacher, seinem Mitarbeiter Friedrich Pacher und dessen Schülern Simon und Veit von Taisten. Außerdem finden sich Tafelbilder des Meisters von Uttenheim und Holzschnitte von Albrecht Dürer. Während der großen Pacherausstellung befinden sich die Werke aus der Pacherschule in Neustift.
Im Sommer 1998 bietet das Museum den Besuchern eine Ausstellung plastischer und zeichnerischer Arbeiten des Wiener Bildhauers Josef Pillhofer.

Das Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde befindet sich in der Fraktion Dietenheim und stellt eine Art Freilichtmuseum mit etwa zwei Dutzend alter Bauwerke dar. Die Gebäude und ihre Einrichtungen bieten einen historischen Längsschnitt durch die Baukultur und die Lebens- und Arbeitsweise der bäuerlichen Bevölkerung.
Was die Zeit Michael Pachers betrifft, schreibt der Direktor des Museums Dr. Hans Grießmair:
"Die Blüte der hohen Kunst des späten Mittelalters und der Zeit Michael Pachers hatte ihre Grundlagen in der Frömmigkeit des Volkes, im Bergsegen, nicht zuletzt aber im Bauernstand.
Die geschichtlichen Lebensformen dieses Bauernstandes sind im Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde in Dietenheim bei Bruneck gut dargestellt.
Vom Fahrnis und Hausrat wird wenig in diese Zeit zurückreichen. Sicher ist aber der gotische Kornkasten vom Pillegg in St. Peter in Ahrn ein Zeitgenosse Pachers, da er über der Tür das Datum 1497 trägt. Sicher aus dem späten 15. Jahrhundert ist auch das Wohnhaus Trattmann aus dem Sarntal. Zwei im Museum aufgestellte Stuben sind noch älter, möglicherweise auch zwei Einbaumtruhen."


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