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Genehmigungsverfahren

Das Verfahren zur Unterschutzstellung kann auf Initiative der Landesverwaltung oder der Gemeinde (Änderungen) in die Wege geleitet werden.

Die Initiative hierzu kann auch von der Landesregierung, den Bezirksgemeinschaften sowie von Körperschaften, Vereinen und Verbänden, deren Hauptziel der Natur-, Landschafts- und Umweltschutz ist, auf der Grundlage einer ausreichenden Begründung ergriffen werden.

Das Verfahren ist im Art. 19 des Landesgesetzes Nr. 13/1997 (Raumordnungsgesetz) geregelt und sieht folgende Schritte vor:

Initiative durch die Landesverwaltung

Das Amt für Landschaftsökologie arbeitet den Entwurf für die Überarbeitung des Landschaftsplanes oder der entsprechenden Unterschutzstellung in Absprache mit der zuständigen Gemeindeverwaltung aus und veröffentlicht diesen für 30 Tage im Bürgernetz und an der Anschlagtafel der Gemeinde. Während der Veröffentlichungsfrist können Einwendungen und Bemerkungen von Seiten der Bevölkerung eingebracht werden.  Diese werden in der Gemeinde gesammelt.

Für Verfahren im Bereich der Naturparke liegt die Zuständigkeit im Amt für Naturparke.  .

Initiative durch die Gemeindeverwaltung

Mit Beschluss des Gemeindeausschusses kann die Gemeinde einen Antrag um Änderung des Landschaftsplanes bzw. der landschaftlichen Unterschutzstellung an die Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung stellen. Der Vorschlag wird für 30 Tage im Bürgernetz und an der Anschlagtafel der Gemeinde veröffentlicht. Während der Veröffentlichungsfrist können Einwendungen und Bemerkungen von Seiten der Bevölkerung eingebracht werden.  Diese werden in der Gemeinde gesammelt.

Kommission für Natur, Landschaft und Raumentwicklung 

Nach erfolgter Veröffentlichung (wie oben beschrieben) wird der Entwurf, die Änderung usw. mit eventuell eingegangenen Stellungnahmen wiederum an die Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung geschickt und in die Kommision für Natur, Landschaft und Raumentwicklung gebracht. Diese überprüft und beurteilt den Antrag.  Das Gutachten wird der betroffenen Gemeinde übermittelt.

Gemeinderat und Landesregierung

Anschließend wird der Vorschlag zur landschaftlichen Unterschutzstellung vom Gemeinderat behandelt und begutachtet. Schlussendlich wird der Entwurf, die Änderung usw. von der Landesregierung genehmigt oder abgelehnt. Der Beschluss der Landesregierung wird im Amtsblatt der Region veröffentlicht und tritt dann in Kraft.

Verkürztes Verfahren

Der Beschluss der Kommission für Natur, Landschaft und Raumentwicklung gilt als endgültige Genehmigung, wenn die vom Gemeindeausschuss im ausdrücklichen Einvernehmen mit den betroffenen Grundeigentümern vorgeschlagene Unterschutzstellung vom Gemeinderat vollinhaltlich angenommen wird. In diesem Falle entfällt die Genehmigung durch die Landesregierung. Der Beschluss der Kommission wird im Amtsblatt der Region veröffentlicht und tritt dann in Kraft.

Änderung "grün-grün"

Im Falle der Umwidmung von Wald, landwirtschaftlichem Grün, bestockter Wiese und Weide oder alpinem Grünland in eine andere der genannten Flächenwidmungen werden die Befugnisse der Kommission für Natur, Landschaft und Raumentwicklung von einer eigenen Kommission wahrgenommen, die sich aus einem Vertreter der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung, einem Vertreter der Landesabteilung Forst und dem Bürgermeister der gebietsmäßig betroffenen Gemeinde zusammensetzt. Es handelt sich in diesem Falle um eine Änderung des Landschaftsplanes (unterliegt nicht der Einschränkung Art. 21 LG 13/1997). Die Kommission kann die Genehmigung entsprechender Projekte direkt an den Bürgermeister übertragen. 

Hier laden Sie das Antragsformular "grün-grün" herunter.

Anpassung des Bauleitplanes

Änderungen am Landschaftsplan gemäß obenstehender Verfahren werden nach deren Abschluss von Amts wegen in den Bauleitplan übertragen um eine Übereinstimmung beider Planungsinstrumente zu gewährleisten.

Öffentlicher Zugang

Die Elemente des Landschaftsplans - grafischer Teil, erläuternder Bericht und Durchführungsbestimmungen - können von allen Interessierten bei der Gemeinde, beim Amt für Landschaftsökologie oder im Internet über den LandBrowser der Landesverwaltung eingesehen werden.


Ihre Ansprechpartner in der Landschaftsplanung:

(Letzte Aktualisierung: 27.02.2014)