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Verträglichkeitsprüfung

Hauptziel des Europäischen Netzwerks Natura 2000 ist es, die Biodiversität durch die Erhaltung der natürlichen und naturnahen Lebensräume sowie der wild lebenden Tier- und Pflanzenarten zu sichern. Dabei sind verschiedene Maßnahmen zur Entwicklung und Kontrolle der Natura-2000-Gebiete vorgesehen.
Die Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung ist verpflichtet, die Verschlechterung der Lebensräume und/oder Störung der Arten zu verhindern. Außerdem muss sie im Falle eines Vorhabens (Projekt oder Plan) mit möglichen erheblichen Auswirkungen auf Lebensräume und/oder Arten dasselbe einer Verträglichkeitsprüfung unterziehen.
Durch dieses Verfahren wird geprüft, ob und welche erheblichen Auswirkungen ein Projekt oder ein Plan auf die für das Gebiet festgelegten Erhaltungsziele hat.

In Erfüllung des Artikels 6 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie hat die Autonome Provinz Bozen im Jahre 2001 ein Dekret erlassen (Dekret des Landeshauptmanns vom 26. Oktober 2001, Nr. 63), das 2010 in das Landesgesetz vom 12. Mai 2010, Nr.6 (Naturschutzgesetz) eingebaut wurde. Artikel 22 desselben besagt, dass im Zuge des vorgesehenen Genehmigungsverfahrens die Verträglichkeitsprüfung für alle Pläne und Projekte durchzuführen ist, die ein Natura 2000 Gebiet erheblich beeinträchtigen können.

Die Verträglichkeitsprüfung wird im Rahmen der bereits bestehenden Genehmigungsverfahren durchgeführt, sodass kein eigenes Verwaltungsverfahren dafür notwendig ist.

Das Rundschreiben der Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung Nr. 1/2002 beschreibt den verwaltungstechnischen Ablauf des Verfahrens. Dabei werden die einzelnen Schritte, die von Fall zu Fall je nach Projekt/Plan vom zuständigen Einzel- oder Kollegialorgan abzuwickeln sind, beschrieben.
Die Projekte und Pläne, welche der Abteilung Natur und Landschaft zur Durchführung der Verträglichkeitsprüfung übermittelt werden, sind mit dem ausgefüllten Anhang F (ehemaliger Anhang C) zu ergänzen.

Um die Verträglichkeitsprüfung den Zielen entsprechend durchführen zu können, werden die Datenbögen, die genehmigten Managementpläne sowie die dazu gehörigen Kartografien mit den Informationen über Lebensräume und Tier- und Pflanzenarten zur Verfügung gestellt.

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(Letzte Aktualisierung: 06.03.2017)