Auflagen und Ausgleichsmaßnahmen

Auflagen und Ausgleichsmaßnahmen

Auflagen

Das Amt für Landschaftsschutz bewertet die verschiedenen Eingriffe in der Landschaft und kann in der Landschaftsschutzermächtigung Auflagen zur Minimierung oder Reduzierung des landschaftlichen Eingriffes festlegen. Diese werden eingeteilt in:

  • Vorschriften für Eingriffe auf die Geländebeschaffenheit
  • Vorschriften für gestaltende Maßnahmen (z. B. Begrünung, Materialwahl, Farbwahl)
  • Vorschriften für Bauelemente im Gelände
  • Vorschriften für Bauwerke, Aufstiegsanlagen und andere technische Anlagen
  • Verwaltungstechnische Vorschriften

Die Genehmigung von landschaftlichen Eingriffen wurde seit Jahren zunehmend von der Landschaftsschutzbehörde auf die Gemeinden übertragen. Bei der Projektbegutachtung ist deshalb die Gemeinde, insbesondere die Baukommission, die erste Instanz für die Bewahrung und nachhaltige Entwicklung der eigenen Landschaft und Natur. Diese Verantwortung erfordert ein hohes Maß an Sensibilität und Kompetenz von der Bauleitplanausweisung bis zur Begutachtung eines sogenannten „Bagatelleprojektes“, von den Gemeindeverwaltern bis zu den einzelnen Projektanten und Baufirmen.

Das nachstehend zur Verfügung gestellte Dokument ist ein Katalog von standardisierten Ausführungsvorschriften, aus denen die Landschaftsschutzorgane bei der Projektgenehmigung von Fall zu Fall auswählen, bzw. diese ergänzen oder erweitern. Ziel ist es, dass auch die Gemeindeorgane und Projektanten diesen Vorschriftenkatalog nutzen, um eine landschaftsgerechte Ausführung zu gewährleisten:

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Das Prinzip eines nachhaltigen Umgangs mit den Naturgütern erfordert neben Vermeidungs- und Vorsorgestrategien bei unvermeidbarem Verbrauch von Natur und Landschaft auch landschaftsökologische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Diese Begriffe lassen sich folgendermaßen erklären (Wikipedia, 2017):

  • Ausgleichsmaßnahmen: (Kompensation im räumlich und funktionalem Zusammenhang)
    Beispiel: Versiegelung einer Fläche vs. Rückbau einer bereits versiegelten Fläche
  • Ersatzmaßnahmen: (Kompensation durch in der Regel nicht-funktionale, aber „gleichwertige“ Maßnahmen im räumlichen Zusammenhang)
    Beispiel: ein Rückbau an anderer Stelle, Pflanzungen an anderer Stelle

Dementsprechend sollten alle Akteure bei ihren Entscheidungen eine nachhaltige Landschaftsentwicklung berücksichtigen, Landschaftseingriffe möglichst vermeiden, minimieren, oder durch geeignete Ausgleichsmaßnahmen kompensieren.