Hecken

Hecken
Heckengürtel im Herbst, Enneberg

Definition

Definition
Hecke mit Trockenmauer, Natz-Schabs

Hecken (Externer Link) gliedern die Landschaft und sind wertvolle Lebensräume und Naturkorridore, die eine große Artenvielfalt beherbergen.

In Gewässernähe fungieren sie außerdem als Schutzstreifen zu den landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen, da sie das Einschwemmen von Düngestoffen in die Gewässer verhindern.

Ziel

Der Erhalt der Hecken ist gefährdet durch die Tendenz, ihre Ausdehnung und Breite immer mehr einzuschränken, um bebaubares Land zu gewinnen.

Es ist von größter Wichtigkeit, vor allem um ihre Funktion als Lebensraum für viele Tierarten zu verbessern, die Hecken innerhalb der Landwirtschaftsflächen zu fördern und deren strukturelle Vielfalt durch die Schaffung eines Krautsaumes (Externer Link), der auch als Übergang zu den Kulturen dient, zu erhöhen.

Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzungen
Hecken in Tanas, Laas

Die Hecke muss mindestens 5 einheimische, an den Standort angepasste Laubgehölze aufweisen und darf höchstens 10 m breit sein. Im Bereich von Obst- und Weinbauflächen muss der Abstand der Kulturen zur Hecke (Externer Link) mindestens dem Reihenabstand entsprechen.

Die prämienberechtigte Fläche wird vor dem Erstansuchen festgestellt; der Begünstigte muss aber dafür sorgen, dass die Flächen für welche die Prämie beantragt wird den Charakter einer prämienberechtigten Hecke für mindestens 5 Jahre beibehalten.

Die Zugangsvoraussetzungen werden jährlich auf 5% der Prämienflächen kontrolliert.

Verpflichtungen

  • An die Hecke anschließend muss ein mindestens 1 m breiter Wiesensaum (Externer Link) belassen werden.
  • Die Mahd des Wiesensaumes darf nicht vor dem 31. Juli erfolgen.
  • Es dürfen keine Düngemittel, Pestizide (Externer Link) (inkl. Herbizide (Externer Link)) ausgebracht werden.

Die Einhaltung der Verpflichtungen wird jedes Jahr auf 5% der Prämienflächen kontrolliert.

Bewirtschaftungsempfehlungen

Bewirtschaftungsempfehlungen
Vorbildliche Neuanpflanzung einer Hecke, Brixen

Um zu gewährleisten, dass die Zulassungsvoraussetzungen erhalten bleiben ist es entscheidend, die an die Gewährung der Prämie gekoppelten Verpflichtungen einzuhalten.

Den Erhalt einer Hecke fördert eine bestandeserhaltende Pflege mit regelmäßigem Rückschnitt der Sträucher und Bäume in den Wintermonaten. Mehr als 1/3 der Fläche soll nie gleichzeitig auf den Stock gesetzt (Externer Link) werden.

Nicht einheimische Strauch- und Baumarten sowie Nadelgehölze sollen entnommen werden.

Ein optimaler Wiesensaum entwickelt sich bei möglichst später Mahd nur einmal im Jahr im Herbst.