Schilfflächen

Schilfflächen
Schilf im Biotop Montiggler Seen, Eppan

Definition

Definition
Der ausgedehnte Schilfgürtel im Biotop und Natura-2000-Gebiet Kalterer See ist auch für die Verbesserung der Gewässergüte förderlich

Die Schilfbestände befinden sich im Verlandungsbereich der Seen, in Niedermooren (Externer Link) und seltener auf feuchten Mineralböden; sie werden zum Teil auch heute noch zur Gewinnung von Einstreu für die Stalltiere im Herbst oder Winter gemäht.

Es handelt sich um wichtige Lebensräume sowohl für die Flora als auch für die Fauna, vor allem weil hier viele an das Wasser gebundene Arten leben, wovon viele auch unter Schutz stehen.

Die dominante Pflanzenart der Schilfbestände ist normalerweise das Gewöhnliche Schilf (Phragmites australis) (Externer Link), aber es kann sich auch um Bestände handeln, in denen Rohrkolben (Typha sp.pl.) (Externer Link), Schneidebinsen (Externer Link) oder Pfeifengras (Molinia caerulea) (Externer Link) dominant sind.

Ziel

Um den Erhaltungszustand der typischen Vegetation der Schilfbestände sicherzustellen ist es notwendig, diese Bestände extensiv zu nutzen bzw. auch im Fall von fehlender Nutzung die Bestände regelmäßig zu mähen.

Diese Lebensräume sind einerseits von Dränagen (Externer Link) und vorzeitiger Mahd, andererseits von Verbuschung durch Auflassung der Bewirtschaftung gefährdet.

Eine extensive Bewirtschaftung mit später Mahd und Verzicht auf Dränagen, Düngung und Beweidung führt zu einer Erhöhung der Biodiversität (Externer Link) der Bestände und trägt dazu bei, eine Verschmutzung der Oberflächengewässer und des Grundwassers zu verhindern.

Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzungen
Schilfröhricht im Biotop und Natura-2000-Gebiet Schludernser Au

Die Fläche muss die floristische Zusammensetzung einer Schilffläche aufweisen.

Die prämienberechtigte Fläche wird vor dem Erstansuchen festgestellt; der Begünstigte muss aber dafür sorgen, dass die Flächen für welche die Prämie beantragt wird den Charakter einer Schilffläche für mindestens 5 Jahre beibehalten.

Die Zugangsvoraussetzungen werden jährlich auf 5% der Prämienflächen kontrolliert.

Verpflichtungen

Verpflichtungen
Die Mahd von Schilf ist in den Sommermonaten verboten, Naturdenkmal Schilfwiese Gulmoos bei Lichtenberg, Prad am Stilfserjoch
  • Die typische Vegetation darf weder durch Entwässerung noch durch andere Maßnahmen beeinträchtigt werden.
  • Es muss auf die Beweidung und auf die Ausbringung von Dünger jeglicher Art verzichtet werden.
  • Die Schilfbestände müssen mindestens alle zwei Jahre gemäht und vom Mähgut geräumt werden; die Mahd darf nur vom 1. September bis zum 14. März des darauffolgenden Jahres erfolgen; in begründeten Fällen kann die Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung eine Abweichung von den oben genannten Mähfristen genehmigen.

Die Einhaltung der Verpflichtungen wird jedes Jahr auf 5% der Prämienflächen kontrolliert.