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Natura 2000

Was bedeutet Natura 2000 konkret?

In den Natura-2000-Gebieten kann die bestehende extensive land- und forstwirtschaftliche Nutzung beibehalten werden. Natura 2000 sieht vor, die Bewirtschaftung auf die besonderen Ansprüche und Eigenschaften des Gebietes abzustimmen.

Biodiversität

Biodiversität ist die Kurzform des Begriffs biologische Vielfalt (englisch: biological diversity oder biodiversity). Sie bezeichnet die Vielfalt der Arten auf der Erde, die genetische Vielfalt sowie die Vielfalt von Ökosystemen. Manchmal wird fälschlicherweise der Begriff Artenvielfalt synonym für Biodiversität verwendet. Artenvielfalt ist jedoch nur ein Teil der Biodiversität.

Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen für das EU-Projekt Natura 2000 bilden die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie, (92/43/EWG) und die Vogelschutzrichtlinie 2009/147/EG (79/409/EWG).

Biogeografische Regionen

Europa wird in elf unterschiedliche biogeografische Regionen unterteilt. Italien hat Anteil an der alpinen, mediterranen und kontinentalen biogeografischen Region, Südtirol ausschließlich an der alpinen.

Natura-2000-Gebiete und -Lebensräume

In Südtirol sind derzeit 40 Natura-2000-Gebiete ausgewiesen worden, die 20,2 Prozent der Landesfläche einnehmen. In diesen Gebieten findet man 45 verschiedene Lebensräume, die im Anhang I der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie aufgelistet sind.

Natura-2000-Managementpläne

Gemäß Artikel 6 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten für die Natura-2000-Gebiete Erhaltungsmaßnahmen festlegen. Das Land Südtirol hat zu diesem Zweck so genannte Managementpläne ausarbeiten lassen.

Verträglichkeitsprüfung

Die Verträglichkeitsprüfung ist für alle Vorhaben durchzuführen, die ein Natura-2000-Gebiet möglicherweise erheblich beeinträchtigen könnten und wird im Rahmen der bestehenden Genehmigungsverfahren durchgeführt.

Zum Nachlesen

Hier finden Sie weiterführende Literatur zum Thema Natura 2000.


(Last modified: 8/25/2010)