Umweltpreis 2007: Drei Preise an Südtiroler Projekte

(LPA) In Trient haben heute (20. Dezember) Umwelt- und Energielandesrat Michl Laimer und dessen Trentiner Amtskollegen die Siegerprojekte um den Umweltpreis Trentino-Südtirol 2007 prämiert. Unter den besten Initiativen finden sich drei aus Südtirol. Die Palette reicht dabei von der Fernwärme bis hin zum klimaschonenden Einkauf.

LR Laimer mit den Südtiroler Umweltpreis-Gewinnern

91 Projekte haben sich um den "Umweltpreis Trentino-Südtirol 2007" beworben, die besten drei in den beiden Kategorien Private und Organisationen sind heute von den drei Landesräten Michl Laimer, Mauro Gilmozzi und Ottorino Bressanini prämiert worden. "Allein die rege Teilnahme zeigt, wie sehr ein möglichst nachhaltiges Leben die Menschen beschäftigt und wie kreativ sie bei der Suche nach der Lösung alltäglicher Umweltprobleme sind", unterstrich heute Landesrat Laimer. Gerade das Thema Klimaschutz sei eines, das von den Menschen gespürt werde. "Entsprechend viele Projekte finden sich auch unter den Umweltpreis-Bewerbungen", so Laimer.

Das Rennen gemacht hat in der Kategorie der Privatpersonen ein Umwelterziehungsprojekt aus dem Trentino. Den zweiten Preis hat sich eine Initiative aus dem Pustertal gesichert. Markus Nöckler und Patrick Eder, letzterer betreibt ein Umweltsiegel-Geschäft in St. Jakob im Ahrntal, haben das "Klimafood"-Label entwickelt, das Konsumenten beim Einkauf auf Lebensmittel aufmerksam machen soll, die möglichst klimaneutral hergestellt worden sind. "Dieses Projekt ist überaus interessant und ergänzt sinnvoll unseren Umweltsiegel-Gedanken", so Laimer. Der dritte Preis ging ins Trentino, und zwar an zwei Projekte zu Wind- und Wasserkraft.

Was die Kategorie der Organisationen und Unternehmen, betrifft, so hat sich hier die "GKN Sinter Metals AG" aus Bruneck, durchsetzen können. GKN hat ein System zur Wärmerückgewinnung entwickelt, das es ermöglicht, die bei der Produktion entstehende Abwärme ins Fernheiznetz einzuspeisen. "Umso erstaunlicher wird dieses Projekt, wenn man sich die Zahlen vor Augen hält", so Laimer. So decke die Abwärme rund ein Prozent des Wärmebedarfs in Bruneck und helfe, 230.000 Liter Heizöl jährlich zu sparen.

Während der zweite Preis ins Trentino ging, sicherte sich die "OEW - Organisation für eine solidarische Welt" den dritten Preis, und zwar mit ihrer Aktion "Fast nackt", im Rahmen derer eine Gruppe von Bürgern versucht, möglichst umwelt-ethisch korrekt zu leben.

chr

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