Naturgefahren: Interreg-Projekt zur Anpassung an den Klimawandel

(LPA) Aufgrund des Klimawandels heißt es - vor allem im Alpenraum - auch mit neuen Naturgefahren umzugehen. Welche diese sein werden und wie man sich bestmöglich auf sie vorbereitet, wird im Rahmen des Interreg-Projekts "AdaptAlp" erforscht, an dem sich die Landesabteilung Wasserschutzbauten und die Eurac beteiligen.

Im Projekt "AdaptAlp" versuchen die Experten, neue Wege bei der Bewertung von Naturgefahren zu gehen. Mit Hilfe der neu entwickelten Szenario- und Plausibilitätsanalyse sollen Gefahren für die Einzugsgebiete von Wildbächen und Flusssystemen beleuchtet werden. "Ziel ist, plausible Naturgefahren-Szenarien auszuarbeiten, um vorbeugen und im Notfall reagieren zu können", erklärt dazu Rudolf Pollinger, Direktor der Landesabteilung Wasserschutzbauten. Die Ergebnisse der Analysen sollen in die Arbeit an den Gefahrenzonenplänen einfließen, gleichzeitig erhofft man sich aber auch neue Impulse für die Planung nachhaltiger Schutzmaßnahmen.

Das Projekt "AdaptAlp" ist nicht das erste, in dem sich die Landesabteilung Wasserschutzbauten mit dem Klimawandel auseinandersetzt. Vielmehr hat man in zwei Vorgängerprojekten die meteorologischen Folgen des Klimawandels im Alpenraum unter die Lupe genommen und die Dokumentation von Naturgefahren vorangetrieben. "Dank 'AdaptAlp' soll das Wissen vertieft und ein nachhaltiger Schutz vor Naturrisiken entwickelt werden", unterstreicht Bruno Mazzorana, Mitarbeiter der Landesabteilung Wasserschutzbauten und eine der treibenden Kräfte hinter dem neuen Interreg-Projekt.

Die Eurac geht im Projekt strategischen Fragen nach, etwa wie gesellschaftliche und politische Entscheidungsprozesse im Risikomanagement angepasst werden können. Zudem übernimmt sie in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium die Kommunikation des Projekts, in der auch eine Kampagne zur Sensibilisierung von Jugendlichen zum Klimawandel geplant ist.

Die Arbeit an Strategien und Lösungsansätzen zur Bewältigung der Klimafolgen sollen die Basis für eine intensivere Kooperation im Management von Naturgefahren bilden. Angesetzt ist "AdaptAlp" auf drei Jahre, beteiligt sind Partner aus der Schweiz, Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich und Slowenien.

chr