Über den neuen Kollektivvertrag wird intensiv verhandelt

"Intensiv und konstruktiv" war nach den Worten von Generaldirektor Steiner, der die öffentliche Delegation anführt, die heutige Verhandlungsrunde im Landhaus 1 in Bozen.

Seit 9 Uhr früh sitzen die Gewerkschaften der öffentlich Bediensteten und die öffentliche Verhandlungsdelegation an einem Tisch, um über den neuen bereichsübergreifenden Kollektivvertrag zu verhandeln - Foto: LPA/Barbara Franzelin

Ab 9 Uhr früh saßen sich heute (12. Juni) die Gewerkschaften der rund 42.000 öffentlich Bediensteten und die öffentliche Verhandlungsdelegation im Landhaus 1 in Bozen gegenüber, um über den neuen Bereichsübergreifenden Kollektivvertrag (BÜKV) zu verhandeln. Auf dem Tisch lag der Vorschlag des Landes, ein Paket von insgesamt sechs Maßnahmen.

Generaldirektor Alexander Steiner bekräftigte zum Auftakt der Verhandlungsrunde erneut, dass es gesetzlich nicht möglich sei, den durch den Vertragsstopp entstandenen Kaufkraftverlust der vergangenen Jahre vollständig wett zu machen. Aus diesem Grund habe man aber ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das "den öffentlichen Bediensteten auch in Zukunft eine angemessene Entlohnung sichern" solle.

Neben der gesamtstaatlichen Inflationsanpassung (IPCA) von insgesamt 3,0 Prozent (0,9 Prozent für das Jahr 2019, 1 Prozent für 2020 sowie 1,1 Prozent für das Jahr 2021) wurde heute von der öffentlichen Delegation auch der vom Landesstatistikinstitut ASTAT neu ausgearbeitete und berechnete "IPCA–Südtirol–Index" präsentiert, welcher der lokalen Preisentwicklung im Lande Rechnung trägt und eine zusätzliche Lohnanpassung der Grundgehälter von 1,8 Prozent für den Dreijahreszeitraum vorsieht.

Neben dieser Lohnanpassung sollen künftig alle Mitarbeitenden der öffentlichen Verwaltung auch Essensgutscheine im Wert von sieben Euro pro Tag erhalten. Um die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes zu steigern, soll das Lohngefüge für Neueinsteigende in den öffentlichen Dienst verbessert werden. "Wir möchten die Gehaltsentwicklung unserer jungen Mitarbeiter so umgestalten, dass sie in der Anfangsphase ihrer Berufskarriere mehr Geld zur Verfügung haben", erläuterte der Generaldirektor das Ansinnen des Landes.

"Wir konnten heute eine Reihe von Fragen klären und sind in unseren Gesprächen einen Schritt weitergekommen", sagte Delegationsleiter Steiner im Anschluss an das Treffen, "weitere zwei Treffen im Juni wurden bereits vereinbart."

LPA/jw

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