Fischleintal wird in Zukunft regelmäßig monitoriert - Lokalaugenschein

LPA - Das Fischleintal ist bis zur Talschlusshütte wieder begehbar, die Wandersteige 102 und 103 bleiben gesperrt. Sowohl die Nordwand des Einserkofels, wo sich in der vergangenen Woche ein Fels mit einem Volumen von 60.000 m³ gelöst hatte, als auch eine Nebenwand wurden mit Fixpunkten versehen.

Dies ist das Ergebnis eines Lokalaugenscheins, den Landesgeologe Ludwig Nössing gemeinsam mit Vertretern des Landschaftsschutzes, der Wildbachverbauung, der Forstwache und dem Bürgermeister von Sexten, Fritz Egarter, heute Vormittag, 17. Oktober, vornahm.  Ziel des Dienststellentreffens war eine Bestandsaufnahme der Situation im Tal, das am vergangenen Freitag Schauplatz eines beeindruckenden Felssturzes war, der glücklicherweise keine Opfer gefordert hat.

 Wie Landesgeologe Ludwig Nössing mitteilte, haben im Rahmen der Stabilisierung des Geländes in den vergangenen Tagen noch einige, unbedeutende Abbrüche stattgefunden. Die Vertreter der verschiedenen Landesämter haben gemeinsam mit Geologen, die aus Ferrara hinzugezogen wurden, das Gelände des Fischleintals und rund um den Einserkofel erhoben und überprüft, wie weit die Staubentwicklung fortgeschritten ist und um welche Art Staub es sich handelt. Der Einserkofel besteht aus porösem Kalkgestein, das beim Hinunterstürzen ins Tal buchstäblich zerbröselte und eine enorme Staubentwicklung zur Folge hatte, die den ganzen Sextner Talkessel einhüllte.

Sowohl an der Nordwand des Einserkofels als auch an einer Nebenwand, an der ein Felspfeiler mit einer Spalte ausgemacht wurde, wurden Fixpunkte angebracht, die in Zukunft regelmäßig monitoriert werden. Landesgeologe Nössing: "Das Kind hat viele Väter, Temperaturschwankungen, Niederschläge, Erschütterungen, Erdbebentätigkeit, all diese Phänomene haben zu dem Felssturz beigetragen." Die regelmäßige Kontrolle der Fixpunkte im Fels soll helfen, in Zukunft mögliche Gefahrenzonen frühzeitig auszumachen.

Ab der Dolomitenstraße ist das Fischleintal bis zur Talschlusshütte wieder begehbar; die beiden vom Felssturz in Mitleidenschaft gezogenen Wandersteige 102 und 103 bleiben hingegen bis auf weiteres gesperrt. Nössing: "Wir haben beschlossen, uns periodisch zu treffen, im kommenden Frühjahr werden wir dann weitere Schritte entscheiden."

nd