Rad und E-Mobility: Südtirol wird Modellregion nachhaltiger Mobilität

Der Ausbau der Rad- und der E-Mobilität sowie eine Verbesserung der intermodalen Mobilität sind die Achsen, auf denen sich Südtirol zur Green Region entwickeln will. "Unser Land soll zu einer Modellregion in Sachen nachhaltige alpine Mobilität werden", so Landesrat Florian Mussner. Den Fahrplan dorthin hat die Landesregierung heute (9. Dezember) gutgeheißen.

Das Rad im Zusammenspiel mit den Öffis: So sieht Südtirols Mobilitäts-Zukunft aus

Schon bis 2018 sollen entscheidende Schritte hin zu einer nachhaltigen Mobilität in Südtirol gesetzt werden. Dies hat die Landesregierung heute entschieden und eine von der Stanortagentur BLS sowie dem Fraunhofer-Institut erarbeitete "Roadmap" gutgeheißen. Diese sieht drei Achsen vor, entlang derer Südtirol zu einem Bezugspunkt in Sachen Green Mobility werden soll: "Wir setzen demnach auf einen Ausbau der Radmobilität, auf einen Ausbau der Elektro-Mobilität und auf eine Verbesserung der intermodalen Mobilität", so Landesrat Mussner.

Der Landesrat nannte heute auch bereits eine Reihe konkreter Ziele, die man entlang dieser Achsen anstrebe. So sollen bis 2018 mindestens 30 Schnell-Ladestationen für E-Fahrzeuge errichtet werden. "Wir zählen dabei auch auf die Zusammenarbeit mit den Energieversorgern", so Mussner, der heute als weiteres Ziel angeführt hat, dass bis 2020 mindestens 1000 Elektroautos in Südtirol zirkulieren sollen. Bei der Erreichung dieses Ziels will man auch auf die Hilfe der EU zurückgreifen.

Vorgenommen hat man sich zudem, eine Gemeinde zum Vorreiter in Sachen nachhaltige Mobilität zu machen. Sie wird allen anderen Gemeinden als Musterbeispiel dienen, an dem man ersehen kann, was funktioniert und was nicht. Ziel ist zudem, Südtirol noch stärker als nachhaltiges Tourismusland zu positionieren und auch die Betriebe verstärkt zu einer nachhaltigen Mobilitätsplanung anzuhalten. Ausgebaut werden sollen darüber hinaus der Wettbewerb "Südtirol radelt" (mit der Eine-Million-Kilometer-Marke als Ziel) und die Car-Sharing-Flotte im Land - "selbstverständlich mit Elektro-Autos", so Mussner, der schließlich auch auf ein Bike-Sharing-Pilotprojekt in Meran sowie Schulungsmaßnahmen für Entscheidungsträger und Planer in Sachen  nachhaltige Mobilität verwiesen hat. "Die Akteure bei der Entwicklung der Green Region", so der Landesrat, "sind viele, wir wollen sie nun zusammenspannen und eine zentrale Koordination gewährleisten".

"Zusammenarbeit" gibt's schließlich auch bei der Deckung der Kosten der Green-Mobility-Maßnahmen: "Wir können mit Geldern der EU und des Staates rund 70 Prozent der Kosten decken, dazu kommen acht bis zehn Prozent von Seiten Privater, für den Rest werden Gelder des Landes - vor allem aus dem Kapitel für Innovation - bereit gestellt", so Mussner. Die Green-Mobility-Strategie der Landesregierung reiht sich auch in jene zur Erreichung der Klimaziele ein: So beträgt der Gesamtausstoß von CO2 pro Person und Jahr in Südtirol 4,9 Tonnen, davon entfallen 2,3 Tonnen - also fast die Hälfte - auf den Verkehr.

LPA/chr

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