Mehr Wasserstoffbusse bis 2020: Grundsatzvereinbarung mit EU

Die EU will Wasserstoffbusse fördern und dazu ein Förderprogramm für Wasserstofftechnologie starten. Bis 2020 sollen 500 Wasserstoffbusse in Europa verkehren. Auf Antrag von LR Florian Mussner hat die Landesregierung heute (19. Mai) einer Beteiligung an diesem Vorhaben zugestimmt und grünes Licht für die Unterzeichnung eines nicht bindenden Vorvertrags gegeben.

Noch mehr Busse sollen in Zukunft in Südtirol mit Wasserstoff fahren. Die Landesregierung hat hierzu die Vereinbarung mit der EU unterzeichnet. Foto: LPA

In Europa gibt es ein gemeinsames Verständnis, dass die Kohlenstoffdioxid-Emissionen baldigst gesenkt werden müssen. Deshalb sollen verstärkt öffentliche Verkehrsmittel mit emissionsfreiem Antrieb zum Einsatz kommen. Über ein entsprechendes Förderprogramm der EU-Kommission soll die Decarbonisierung der Mobilität mittels verstärktem Einsatz von Wasserstoffbussen gefördert werden. Rund 30 Regionen und Städte beteiligen sich an diesem Programm, für das zusätzliche Finanzierungen vorgesehen sind. Dadurch sollen rund 500 Wasserstoffbusse europaweit angekauft werden, wobei sich die Bushersteller verpflichten, die Kosten wesentlich zu senken.

"Im Zuge unseres bereits vorgesehenen Programms zum Austausch alter Busse können wir von diesen zusätzlichen Fördermitteln profitieren", sagt Mobilitätslandesrat Mussner, der zudem auf Südtirols Pläne als Klimaland verweist. "Diese beinhalten das Verringern der Treibhausgabe, vor allem auch im Mobilitätsbereich", so Mussner.

Laut Landerat Mussner haben sich die Wasserstoffbusse in Bozen bewährt und auch von Seiten der Bürger gibt es ein positives Echo dazu. "Die Busse funktionieren einwandfrei, ohne allerdings Abgase zu erzeugen", sagt Mussner. Das Mobilitätsressort will künftig verstärkt auf emissionsfreie, vibrationsfreie und lärmarme Mobilität im öffentlichen Nahverkehr setzen. Der Wasserstoff für die Busse wird in Südtirol produziert, und zwar ausschließlich aus lokalen erneuerbaren Energiequellen.

Die Landesregierung hat sich darauf geeinigt, beim Förderprojekt der EU-Kommission zu den Wasserstoffbussen mitzumachen. Durch die Förderbeiträge könnte ein Großteil der Mehrkosten, die beim Ankauf von Wasserstoffbussen gegenüber herkömmlichen Dieselbussen noch bestehen, abgedeckt werden. Mobilitätslandesrat Mussner wird somit den nicht bindenden Vorvertrag (Letter of Understanding) mit weiteren knapp 30 europäischen Partner und der EU-Kommission unterzeichnen, der Ende Juni in Riga der EU-Kommission übergeben wird.

LPA/LPA

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