Anerkennung der EU-Lehrbefähigung künftig in Südtirol möglich

Mit der staatlichen Bildungsreform hat das Parlament dem Land Südtirol die Kompetenz für die Anerkennung der in anderen Mitgliedsstaaten der EU erworbenen Lehrbefähigungen für den Unterricht in deutscher Sprache übertragen. Die Landesverwaltung arbeitet derzeit an den letzten organisatorischen Vorbereitungen, sodass demnächst die ersten Verfahren abgewickelt werden können.

Die Anerkennung von EU-Lehrbefähigungen wird in Zukunft in Südtirol möglich sein. Foto: LPA/Archivbild

Mit dem jüngsten Gesetz zur staatlichen Bildungsreform ("La buona scuola") wurde dem Land Südtirol die Befugnis übertragen, in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union erworbene Lehrbefähigungen für den Unterricht an deutschsprachigen Schulen anzuerkennen. Dasselbe gilt auch für jene Fächer, die in den Schulen in den ladinischen Ortschaften in deutscher Sprache unterrichtet werden.

"Bislang mussten die Lehrpersonen die Anerkennungsverfahren über das Unterrichtsministerium abwickeln. Dafür mussten sie alle Unterlagen ins Italienische übersetzen und die Übersetzung beglaubigen lassen. Dies hat nicht nur einiges an Zeit, sondern vor allem auch viel Geld gekostet. Da in Zukunft das Anerkennungsverfahren im Lande durchgeführt wird, ersparen sich die Lehrpersonen diesen Aufwand", stellt Schullandesrat Philipp Achammer fest. "Das Schulamt ist dabei, die Abwicklung des Anerkennungsverfahrens zu organisieren. Ich empfehle daher den Lehrpersonen, die ihre Lehrbefähigung anerkennen lassen müssen, abzuwarten, bis die weiteren notwendigen Schritte bekanntgegeben werden. Dies könnte voraussichtlich noch einige wenige Wochen dauern", so Landesrat Achammer.

Wer hingegen die italienweite Anerkennung der Lehrbefähigung anstrebt, muss den Antrag in der gewohnten Form an das Unterrichtsministerium in Rom stellen.

LPA/me

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