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Weg frei für Open Data

Daten, die im Besitz der öffentlichen Verwaltungen sind, sollen vermehrt frei zugänglich und nutzbar gemacht werden. Auf Vorschlag von IT-Landesrätin Waltraud Deeg hat die Landesregierung heute (02.02.) grünes Licht dafür gegeben.

LH Kompatscher und LRin Deeg stellten heute die Vorteile von Open Data vor./Foto LPA rm

"Unsere Absicht ist es, über die Veröffentlichung der Daten als Open Data eine offene Verwaltung zu fördern, denn diese Daten stellen einen Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Wirtschaft dar", begründet  IT-Landesrätin Deeg den heute (02.02) von der Landesregierung gefassten Beschluss, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Daten der Landesverwaltung frei zugänglich und nutzbar zu machen. Dieses Ziel ist im Übrigen bereits im Strategieplan zur  digitalen Entwicklung Südtirols "Südtirol Digital 2020" festgeschrieben. "Denn das Open Data Portal ist ein wichtiges Projekt in einer Reihe von Maßnahmen, um die öffentliche Verwaltung moderner, bürgernäher und transparenter zu gestalten und die Beteiligung von Bürgern und Unternehmen zu stärken", so IT-Landesrätin Deeg.

Momentan befinden sich im Portal "Open Data Südtirol" unter daten.buergernetz.bz.it/de rund 250 Datensätze unterschiedlicher Verwaltungen. Die Menge von Datensätzen soll unter Mitsprache von lokalen Unternehmen und der Einbeziehung öffentlicher Körperschaften kontinuierlich erhöht werden. Mit dem heutigen Beschluss der Landesregierung ergeht der Auftrag an alle öffentlichen Einrichtungen, jene Daten, welche freigegeben werden können ("open by default"), in mindestens einem freien Format im Portal "Open Data Südtirol" zugänglich zu machen.

Damit hängt auch die Frage der freien Nutzung zusammen. Die Landesregierung hat sich in diesem Zusammenhang für "Creative Commons Zero" (kurz CCO) als das geeignetste Lizenzmodell für die Ausgabe und die Weiterverwendung der öffentlichen Daten entschieden. "Dieses Lizenzmodell ermöglicht eine weitgehende freie und kommerzielle Weiterverwendung der öffentlichen Daten", erklärte Landesrätin Deeg,  "und damit schaffen wir die Voraussetzung für Innovation und Forschung bzw. neue Anwendungen über Apps, Tools u.a.m. durch kreative Bürger und Unternehmen." Auch könnten damit Kosten reduziert werden.

Das Portal "Open Data Südtirol" soll auch mit den Open Data Portalen anderer öffentlicher Verwaltungen in Italien aber auch im europäischen Raum  (z.B. der Zentralverwaltung der Euregio) verlinkt werden. Konkret angedacht ist bereits eine Zusammenarbeit mit der Provinz Trient  und mit Nordtirol, um vorhandene Erfahrungen zu nutzen und ein regionales Datenportal aufzubauen.

rm

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Beschlüsse der Landesregierung vom 02.02.2016