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Geschichtsprojekte 1919-48: Vereinbarung mit Partisanenverband ANPI

Die Landesregierung hat das Vereinbarungsprotokoll zwischen den drei Schulämtern und dem Italienischen Partisanenverband (ANPI) gutgeheißen. Ziel ist es, das Wissen um die historischen Ereignisse im Zeitraum zwischen 1919 und 1948 und insbesondere die Geschichte des Widerstandes gegen den Faschismus und Nationalsozialismus zu verbreiten. Dazu sind verschiedene Initiativen geplant.

Die Geschichte der Jahre 1919-48 den Jugendlichen näherbringen, darauf zielt eine Vereinbarung zwischen den drei Schulämtern und der Partisanenvereinigung ANPI ab - Foto: LPA

"Die Zusammenarbeit des Landes mit dem Landeskomitee der ANPI zielt darauf ab, unter den Jugendlichen und an den Schulen das Geschichtsverständnis, das zivile und demokratische Bewusstsein, die Werte des Zusammenlebens, der Toleranz und der Solidarität zu stärken“, erklärt Landesrat Christian Tommasini. Dank des Vereinbarungsprotokolls, welches das deutsche, italienische und ladinische Schulamt mit einbezieht, wird die Verbreitung und Entwicklung von Wissen über die historischen Geschehnisse, die mit der Befreiung von Faschismus und Nationalsozialismus und den Ereignissen zwischen 1919 und 1948 in Zusammenhang stehen, angestrebt.

Das von den Landesräten Philipp Achammer, Christian Tommasini und Florian Mussner mitgetragene Vereinbarungsprotokoll wird auch von den Schulamtsleitern Peter Höllrigl, Nicoletta Minnei und Roland Verra sowie vom Präsidenten der Südtiroler Sektion des Italienischen Partisanenverbandes (ANPI), Orfeo Donatini, unterzeichnet.

Schulen und ANPI verpflichten sich insbesondere, den Jugendlichen die geschichtlichen Aspekte im Zeitraum von 1922 bis 1945 näherzubringen, wobei der Geschichte des Durchgangslagers in Bozen-Gries, der Zeit des "Alpenvorlandes" und den Formen des Widerstands in der Bevölkerung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Konkret geht es darum, dass die Schulämter und die ANPI-Initiativen der kontinuierlichen Zusammenarbeit und ein Programm für die Schulen fördern und entwickeln. Das Protokoll sieht außerdem Initiativen vor, die sich mit dem Widerstand und dem Freiheitskampf befassen; hierbei sind Projekte zur Wiederentdeckung der Gedenkstätten und zur Verankerung der grundlegenden Werte der italienischen Verfassung geplant.

Angestrebt wird die Erarbeitung eines gemeinsamen Tätigkeitsprogramms mit folgenden Schwerpunkten: Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Inhalten und Materialien für den Geschichtsunterricht, die sowohl das Selbststudium, die Erforschung und Vertiefung besonders von Themen der Befreiungsbewegung und der Zeitgeschichte gewährleisten; Entwicklung von didaktischen Hilfsmitteln zur Orientierung, zum Mentoring und Tutoring, die es allen Schülerinnen und Schülern ermöglicht, das Internet und soziale Medien zu nutzen; Förderung von Austausch und Weiterbildung, von Seminaren und Tagungen zu didaktischen und pädagogischen Themen und Methoden des Geschichtsunterrichts; Entwicklung von multimedialen Informationsmaterialien für Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen.

Um die Ziele umzusetzen und die Maßnahmen im Detail zu planen, wird die Landesregierung in Kürze einen paritätisch besetzter technisch-wissenschaftlicher Beirat einsetzten. Dieser wird sich aus einem Vertreter der Schulämter und der ANPI sowie einem Experten oder Forscher zusammensetzen. Das Projekt sieht zudem einen kontinuierlichen Austausch mit dem gesamtstaatlichen Institut Centro Turistico Studentesco CTS vor.

me

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