Badeseen: Auch 2018 ausgezeichnete Wasserqualität

Die Badesaison ist in vollem Gange und die Wasserqualität von Südtirols Badeseen kann sich sehen lassen. Darüber wacht die Landesagentur für Umwelt.

Acht Badeseen zählt Südtirol, die Wasserqualität ist überall ausgezeichnet (im Bild der Kalterer See). Foto: LPA

Angesichts des schönen Wetters sind Südtirols Badeseen viel besucht. Da stellt sich die Frage nach der Wassergüte. Die aktuellen Untersuchungsergebnisse des Biologischen Labors der Landesumweltagentur bescheinigen allen acht Südtiroler Badeseen eine "ausgezeichnete" Wasserqualität.

Der Kleine und der Große Montiggler See, der Kalterer See, der Fennberger See, der Völser Weiher, der Wolfsgrubener See, der St. Felixer Weiher und der Vahrner See werden während der gesamten Badesaison, von Anfang April bis Ende September, überprüft. Dazu entnimmt das Biologische Labor monatlich Wasserproben und untersucht diese auf Hygieneindikatoren. Aufgrund der aktuellen Untersuchungsergebnisse und jener der vier vergangenen Badesaisonen wird dann die Qualität des Badesees ermittelt. Die Einstufung erfolgt in vier Qualitätsklassen: ausgezeichnet, gut, ausreichend oder mangelhaft. 

"Wir konnten wiederum eine ökologisch und hygienisch einwandfreie Qualität der Badegewässer feststellen. Somit steht einem sorglosen Badevergnügen auch dieses Jahr nichts im Wege", erklärt die Direktorin des Biologischen Landeslabors, Alberta Stenico. Einzig im Vahrner See gebe es bis zum 8. Juli ein Badeverbot. Dies wurde jedoch nicht aufgrund der Wasserqualität verhängt, die ausgezeichnet ist, sondern wegen der laufenden Arbeiten zur Bergung von Kriegsmaterial aus dem See.

Um eine einwandfreie Wasser- und Badequalität zu erhalten, führt das Biologische Landeslabor neben den Wasserproben auch regelmäßige Pflegemaßnahmen durch. So werden in einigen Seen die Wasserpflanzen (Makrophyten) mechanisch entfernt. Am Kalterer See und am Wolfsgrubener See wird diese Arbeit mehrmals in der Saison mit Hilfe eines Mähbootes durchgeführt.

Am Kalterer See beobachtet das Biologische Landeslabor zudem das Wachstum des Nixkrauts, einer Wasserpflanze, die sich dort 2015 stark ausgebreitet hatte. Wie in den vergangenen beiden Jahren ist die Entwicklung des Nixkrautes im Kalterer See heuer bisher unauffällig. "Das Maßnahmenpaket für die nachhaltige Entwicklung des Kalterer Sees, das unter der Federführung der Landesagentur für Umwelt und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kaltern ausgearbeitet worden war, zeigt positive Ergebnisse", unterstreicht Stenico. Darin sind verschiedene Maßnahmen enthalten, um die ökologische Widerstandsfähigkeit des Sees gegenüber Auswirkungen des Klimawandels zu verbessern.

Die Überwachung der Badegewässer wird durch ein Staatsgesetz aus dem Jahr 2008 geregelt, das den Richtlinien der EU über die Qualität der Badegewässer Rechnung trägt. Die aktuellen Monitoring-Ergebnisse des Biologischen Landeslabors sind online jederzeit abrufbar: http://umwelt.provinz.bz.it/wasser/badeseen-suedtirol.asp.

LPA/mpi

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