Abteilung Deutsche Kultur: Kunstankäufe 2018

Der Ankauf von Kunstwerken ist einer der Wege, über den die Deutsche Kulturabteilung zeitgenössisches Kunstschaffen fördert. 14 Werke wurden nun angekauft.

"Dove fermarsi" von Linda Mayer - Foto: LPA

Um das zeitgenössische Kunstschaffen in Südtirol zu fördern, zu dokumentieren und der Öffentlichkeit zu vermitteln, hat die Deutsche Landeskulturabteilung im vergangenen Herbst den Ankauf von Kunstpositionen erstmals öffentlich ausgeschrieben. "Wir haben diesen Weg beschritten, um ein möglichst breites Spektrum an Kunstschaffenden zu erreichen", betont der zuständige Landesrat Philipp Achammer. Bis zum Endtermin am 31. Oktober 2018 legten 170 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Südtirol Angebote vor.

Diese Angebote wurden von einer Kunstankaufskommission geprüft. Die Kommission war von der Landesregierung ernannt worden und setzte sich aus den Fachleuten Sabine Gamper, Simone Mair und Heinrich Gasser zusammen. Nach Überprüfung aller Angebote samt beiliegender Dokumentation wählte die Kommission auf der Grundlage der geltenden Kriterien und des vorgegebenen Budgets von maximal 100.000 Euro Werke von 14 Künstlerinnen und Künstlern zum Ankauf aus. Bewertet wurden dabei die künstlerische Qualität des angebotenen Werks, das Curriculum und Potential der Kunstschaffenden, die Bedeutung ihres künstlerischen Werks oder Gesamtoeuvres durch die Fachwelt und Kunstkritik sowie die Dokumentation des zeitgenössischen Kunstschaffens innerhalb des Landes.

Bei ihrer Entscheidung für die 14 künstlerischen Positionen achtete die Kommission auch auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern (7 Männer, 6 Frauen), zwischen arrivierten und weniger bekannten Kunstschaffenden, jüngeren und älteren Positionen und auf ein ausgeglichenes Bild des aktuellen Südtiroler Kunstschaffens. So wurden Installationen, Bronzeplastiken, Zeichnungen und Drucke ebenso ausgewählt und angekauft wie textile Arbeiten und fotografische Serien.

"Die erworbenen Kunstwerke werden in öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten oder an Orten von Landesinteresse ausgestellt", kündigt Kulturlandesrat Achammer an.

 

LPA/jw

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