LR Vettorato in Rom: 50 neue Plätze für Lehrer ohne Stammrolle

Der italienische Schullandesrat Giuliano Vettorato war heute, 13. Juni, in Rom bei einer Reihe von Treffen im Bildungsministerium. Bildungsminister Bussetti wird im September nach Bozen kommen.

Tuttolomondo, LR Vettorato, Plaumbo, Palermo und Gullotta (FOTO: LPA)

Befristete Arbeitsplätze, Lehrkräftemangel, Anerkennung des Maturaabschlusses im deutschsprachigen Raum für Schüler italienischer Schulen – diese und andere Themen hat der Landesrat für italienische Schule Giuliano Vettorato heute, 13. Juni, im Bildungsministerium (MIUR) in Rom zusammen mit Schulamtsleiter Vincenzo Gullotta und dem Direktor der Landesabteilung Italienische Schule Tonino Tuttolomondo mit Carmela Palumbo, Abteilungsleiterin für das Bildungs- und Ausbildungssystem im MIUR und Maria Assunta Palermo, Generaldirektorin für Schulsysteme, besprochen.

"Wir haben diese Treffen gefordert und sehr positive Ergebnisse erzielt", zeigte sich Vettorato nach dem Treffen zufrieden. "Ein wichtiger Punkt betrifft die Wettbewerbe für Lehrkräfte - zusammen mit der Veröffentlichung der nächsten nationalen Ausschreibung werden wir auf lokaler Ebene etwa 50 Stellen bereitstellen - dies ist ein erster Schritt, um den Lehrkräften mit befristeten Verträgen mehr Stabilität zu geben", betonte der Landesrat.

Die italienische Schule werde künftig die Einstellung von unbefristet angestellten Lehrkräften zusammen mit den nationalen Ausschreibungen verwalten können, so der Landesrat. Die Vereinbarung mit dem MIUR garantiere dem italienischen Schulsystem in Südtirol eine wertvolle Unterstützung in Bezug auf logistische, organisatorische und IT-Aspekte, sagte Vettorato. Was die Lehrer mit befristeten Verträgen betreffe, habe man sich mit den Verantwortlichen des Bildungsministeriums darauf verständigt, dass die Lehrkräfte, die die Anforderungen erfüllten und letzthin eine Stelle beantragt haben, in die nationalen Ranglisten kämen, so Schulamtsleiter Gullotta nach den Treffen. Bald würden durch den direkten Vergleich mit den MIUR-Büros aktuelle Daten vorliegen, so Gullotta. Ein weiteres Thema war die Anerkennung des an italienischen Schulen erworbenen Maturaabschlusses als direkten Zugang zu Universitäten im deutschsprachigen Raum, also in Deutschland und Österreich.

Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern wird Bildungsminister Marco Bussetti am 9. September zur Eröffnung des Schuljahres noch Bozen kommen, und zwar ins italienische Schulzentrum Einaudi. Der Minister habe großes Interesse an der Situation in Südtirol gezeigt, so Vettorato.


 

LPA/SAN

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