Euregio setzt in Corona-Zeiten auf enge Zusammenarbeit

Wie sich die Corona-Situation in der Euregio darstellt und wie die drei Länder zusammenarbeiten, besprachen die Landeshauptleute Platter, Kompatscher und Fugatti heute.

Das Coronavirus hat die ganze Welt derzeit fest im Griff – insbesondere auch die drei Länder der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. "Wir sind im ständigen Austausch über die aktuellen Entwicklungen in der jeweiligen Region, um bei Bedarf schnellstmöglich reagieren zu können", unterstrichen die drei Landeshauptleute Günther Platter (Tirol), Arno Kompatscher (Südtirol) und Maurizio Fugatti (Trentino). Sie betonten bei der heutigen (30. März) Videokonferenzen zum Thema Coronavirus, die gemeinsamen Anstrengungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus fortsetzen zu wollen und in der Versorgung solidarisch zusammenzuarbeiten.

Landeshauptmann und Euregio-Präsident Günther Platter informierte seine Amtskollegen darüber, dass es in Tirol mit Stand heute früh 2263 positiv Getestete und 13 Todesfälle gab. "Positiv ist, dass 270 Personen mittlerweile schon wieder vollständig genesen sind und wir es bis jetzt geschafft haben, mit den Intensiv-Kapazitäten auszukommen. Einzig im Krankenhaus Zams werden derzeit überdurchschnittlich viele Corona-Patienten versorgt", sagte Landeshauptmann Platter.

Landeshauptmann Arno Kompatscher verwies darauf, dass sich in Südtirol die Situation im Gesundheitswesen letzthin etwas entspannt habe. "Derzeit muss zusätzlich ein Patient pro Tag intensivmedizinisch versorgt werden. Durch die fünf Südtiroler Patienten, die in Innsbruck und Lienz auf Intensivstationen versorgt werden, haben wir wieder Kapazitäten gewinnen können", erklärte Landeshauptmann Kompatscher.

Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti sprach seinerseit von einer kritischen Situation. Von hundert intensivmedizinischer Krankenhausbetten seien 75 belegt. 

Grundsätzlich sind sich die drei Landeshauptleute einig, dass soziale Kontakte auch weiterhin auf ein Minimum reduziert werden müssen – nur dadurch lasse sich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen und das Gesundheitssystem aufrechterhalten.

LPA/jw