Mühlbach: Generationenübergreifendes Projekt nimmt Form an

Das neue Seniorenwohnheim für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Mühlbach, Vintl, Natz-Schabs und Rodeneck wird im Klostergebäude der Tertiarschwestern Platz finden. Bauarbeiten starten in Kürze.

Lokalaugenschein in Mühlbach mit BM Prugger, BM Überbacher (Natz-Schabs), BM Huber (Vintl), Sr. Elisabeth Tschurtschenthaler, LRin Deeg, Christian Klotzner und BM Faller (Rodeneck). (Foto: LPA/Hannes Wisthaler)

Bei einem Lokalaugenschein hat sich Landesrätin Waltraud Deeg in Mühlbach vor Ort über das Projekt zum neuen, übergemeindlichen Seniorenwohnheim informiert. Dieses wird im Klostergebäude der Tertiarschwestern in Mühlbach realisiert, angrenzend an die Mittelschule und das neue Mädchenheim. Zwischen diesen Einrichtungen sollen künftig generationenübergreifend Synergien genützt und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden. "Wenn Generationen in gutem Austausch miteinander leben, können sie voneinander lernen und bereichern damit die gesamte Gesellschaft. Dieses Projekt schafft die idealen Voraussetzungen dafür", betonte Soziallandesrätin Waltraud Deeg. Neben dem Bau des gemeindeübergreifenden Seniorenwohnheims ist auch ein Neubau für die Unterbringung von 40 Schülerinnen geplant. Auch Bildungslandesrat Philipp Achammer steht dem Vorhaben positiv gegenüber, da hier eine lange Tradition fortgeführt und gleichzeitig mit neuen Impulsen versehen werde.

Im Gespräch mit den Bürgermeistern Christoph Prugger (Mühlbach), Walter Huber (Vintl), Alexander Überbacher (Natz-Schabs) und Klaus Faller (Rodeneck) sowie Christian Klotzner, Präsident der Stiftung St. Elisabeth, informierte sich Landesrätin Deeg vor Ort über den Stand der Planungsarbeiten und den bevorstehenden Baubeginn. Nachdem nun die Vorbereitungsarbeiten so gut wie beendet sind, soll noch im Juni mit dem ersten Baulos für den Aushub und die Mikropfähle begonnen werden. Das zweite Baulos, das die umfassenden Umbauarbeiten im Kloster und den Neubau des Schülerheimes vorsieht, wird aller Voraussicht nach im Herbst beginnen. Die europaweite Ausschreibung für diese Arbeiten erfolgt in diesen Tagen.

Künftig Platz für 68 Heimbewohner

Sofern die Bauarbeiten planungsgemäß Ende 2022 abgeschlossen werden, kann das neue Heim seine Tätigkeit im Frühjahr 2023 aufnehmen. Die Arbeiten für das Seniorenwohnheim werden von der Stiftung St. Elisabeth koordiniert, sie wird das Heim nach dessen Fertigstellung auch führen. Das Seniorenwohnheim bietet künftig Platz für 68 Heimbewohnerinnen und Heimbewohner aus den Gemeinden Mühlbach, Vintl, Natz-Schabs und Rodeneck. Nachdem das gesamte Klostergebäude unter Denkmalschutz steht, sind besondere Auflagen und Vorschriften zu erfüllen. "Dies ist eine weitere große Herausforderung. In enger Abstimmung mit dem Denkmalamt sind wir bestrebt, dieses für Mühlbach sehr prägende Gebäude fachgerecht zu sanieren und für die Nachwelt zu erhalten", erklärte der Bürgermeister von Mühlbach, Christoph Prugger.

Das Landesamt für Senioren und Sozialsprengel hat dem Neubau des Seniorenwohnheimes die vom Gesetz vorgesehenen finanzielle Unterstützung zugesichert. Hinzu kommen die Landesbeiträge für den Neubau des angrenzenden Mädchenwohnheimes. Das Herz-Jesu-Institut ist eine gleichgestellte Mittelschule mit Tagesheim und Mädcheninternat. Die Schule ist die drittälteste Privatschule Südtirols, die auf eine über 150-jährige Geschichte zurückblicken kann. Das Grundgebäude des Herz Jesu-Institutes geht auf das Jahr 1270 zurück. Der Neubau des Mädcheninternats wird auch vom Landesamt für Schulfürsorge finanziell unterstützt. Insgesamt umfasst das Volumen der Bauarbeiten 18 Millionen Euro.

LPA/ck

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