Tschetschenische Menschenrechtlerin bei LH Durnwalder

LPA - Die tschetschenische Menschenrechtlerin und Direktorin des Frauenzentrums "Frauenwürde" in Grozny, Lipkan Basajewa, hat Landeshauptmann Luis Durnwalder am heutigen Mittwochvormittag einen Besuch abgestattet. Wichtigstes Thema der Unterredung war die prekäre Lage, in der sich Frauen und Kinder in Tschetschenien befinden.

LH Durnwalder mit der tschetschenischen Menschenrechtlerin Basajewa und der "Südwelt"-Präsidentin Rampoldi
Begleitet wurde Basajewa bei ihrem Besuch von der Präsidentin des Vereines "SüdWelt", Milena Aziza Rampoldi. Lipkan Basajewa ist Mitglied der russischen Menschenrechtsorganisation "Memorial" und die einzige Vertreterin dieser Organisation, die noch in Tschetschenien arbeitet. In der Hauptstadt Grozny leitet sie dort das Frauenzentrum "Frauenwürde". Dieses Zentrum wird vom Südtiroler Verein "SüdWelt" direkt unterstützt. Bei der heutigen Aussprache mit Landeshauptmann Durnwalder schilderte Basajewa diesem die dramatische Lage in der tschetschenischen Hauptstadt. "Besonders für schwangere Frauen ist die Situation dort besonders schlimm, Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung", berichtete die Tschetschenin. Auch die Lage der Straßenkinder, die keine Schulausbildung erhalten könnten, sei prekär.

Landeshauptmann Durnwalder sagte zu, die Möglichkeit einer finanziellen Soforthilfe im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit des Landes für das Frauenzentrum "Frauenwürde" zu prüfen. Für das kommende Jahr solle der Verein "SüdWelt" ein Gesuch für die Unterstützung eines Projektes zur Sanierung einer Schule in Grozny einreichen, so der Rat der Landeshauptmanns.

bch

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