Projektzyklus

In den Ländern des Globalen Südens sind Entwicklungsprojekte Mittel des Wandels: Sie sind eine Reihe von koordinierten Einsätzen, deren Zweck es ist, finanzielle Mittel und Kenntnisse zu vereinen um die Entwicklungsziele eines Landes oder eines Teils davon zu erreichen. Das Ziel der Projekte ist also das Wohlbefinden und die Verbesserung der Lebensbedingungen.
Das Projektdokument stellt eine verbindliche Verpflichtung aller Akteure dar, die an der Aktion beteiligt sind und bestimmt die Ressourcen, Methoden und die zur Verfügung stehende Zeit, um die vereinbarten Ziele zu erreichen. Die Entwicklung eines Projektes im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit ist komplex, erfordert eine umfassende Arbeit vor Ort und muss Ausdruck der Bevölkerung sein: die verschiedenen Phasen können im "Projektzyklus" (Externer Link) zusammengefasst werden. Eine bildliche Beschreibung des Projektzyklus, der im Rahmen der Programme der Europäischen Union und der italienischen Zusammenarbeit vorgesehen ist, wird von Javier Schunk dargestellt.

Projektzyklus der Entwicklungszusammenarbeit des Landes Südtirol

Die bis zum 31. Jänner eines jeden Jahres eingereichten Projekte von Südtiroler Organisationen und Vereinen werden vom Amt für Kabinettsangelegenheiten überprüft. Die Kriterien dafür wurden mit Beschluss Nr. 1275 vom 10.11.2015 von der Südtiroler Landesregierung festgelegt. Die Finanzierung wird meist im Mai jeden Jahres vom Abteilungsdirektor genehmigt. Im Juni wird eine Vereinbarung zwischen dem Projektträger und dem Abteilungsdirektor abgeschlossen. Darin werden der die Höhe der Finanzierung, der Finanzplan und weitere Details geklärt. Der Abschluss aller durchgeführten Projekte erfolgt nach Vorlage eines Abschlussberichtes und der Rechnungslegung, die nach den Angaben des Leitfadens für die Rechnungslegung und Berichterstattung (Externer Link)erfolgen muss.