FAQ

[EFRE FAQ]
Sind Reisekosten außerhalb der EU förderfähig?
Die aus den ESI-Fonds unterstützten Vorhaben (Projekte) werden grundsätzlich im jeweiligen Programmgebiet durchgeführt.
Gemäß Art. 70 der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 igF. können Vorhaben unter gewissen Voraussetzungen auch außerhalb des Programmgebietes, aber innerhalb der Union durchgeführt werden.

Bei der Umsetzung von Projekten im Rahmen der Technischen Hilfe (Achse 5) und von Projekten der Achse 1 „Forschung und Innovation“ können, gemäß Art. 70, Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 igF., projektrelevante Kosten (z.B. Reisekosten) auch außerhalb der EU anfallen. Dazu müssen diese entweder im genehmigten Projektantrag stehen oder, in Ausnahmefällen, ausdrücklich von der Verwaltungsbehörde genehmigt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Ausgaben für die effektive Durchführung des Vorhabens notwendig sind und dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit (Kosten-Nutzen-Verhältnis) entsprechen.

Für die Genehmigung durch die Verwaltungsbehörde (VB) stellt der Begünstigte (Lead Partner) des Projekts einen Änderungsantrag über das coheMON-System an die Verwaltungsbehörde.

NB: Grundsätzlich gilt bei wesentlichen Projektänderungen, dass diese von der Verwaltungsbehörde zu genehmigen sind. Die Verpflichtung der Genehmigung durch die VB bedeutet jedoch nicht, dass die betreffenden „geänderten“ Ausgaben erst nach der formalen Genehmigung des Änderungsantrages getätigt werden dürfen. Auf eigenes Risiko können die geänderten Ausgaben auch vor der formalen Genehmigung getätigt werden. Eine Anerkennung der betroffenen Ausgaben kann jedoch erst nach der formalen Genehmigung durch die VB erfolgen. Falls aufgrund der inhaltlichen Natur oder der betragsmäßigen Bedeutung der beantragten Änderungen Zweifel bestehen, ob diese von der VB genehmigt werden, empfiehlt es sich, mit der Umsetzung der geänderten Tätigkeiten auf die formale Genehmigung der Verwaltungsbehörde zu warten.

[EFRE FAQ]
Wie wird der verpflichtende klare Projektbezug auf Zahlungsbelegen laut „Programmspezifischen Förderfähigkeitsregeln“ hergestellt?

Jede Rechnung oder sonstige gleichwertige Unterlage muss einen klaren Projektbezug enthalten. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, soll der sogenannte CUP-Code (codice unico di progetto), der Projektcode (z.B. FESR1001) und der Programmhinweis „EFRE 2014-2020“ auf der Rechnung angegeben werden.

Sollte dieselbe Rechnung über mehrere Finanzierungsquellen abgerechnet werden, ist zudem der EFRE-Betrag explizit anzuführen.
[EFRE FAQ]

Welche Projektänderungen sind förmlich zu beantragen und von der Verwaltungsbehörde zu genehmigen?

Laut Art. 3 Abs. 4 der EFRE-Fördervereinbarung besteht die Möglichkeit, Mittelverschiebungen zwischen Kostenkategorien bis maximal 20% oder bis zu einem Betrag von 15.000 € vorzunehmen. Für solche Mittelverschiebungen ist keine förmliche Genehmigung durch die VB notwendig. Damit der Abrechnungsprozess effizient ablaufen kann, muss die entsprechende Berichterstattung über coheMON erfolgen, indem die Verschiebungen im System eingegeben werden. Die entsprechenden Ausgaben können anschließend sofort abgerechnet und anerkannt werden. Überschreitungen von mehr als 20% und zugleich über 15.000 € sind ebenfalls über coheMON zu beantragen, müssen hingegen ausdrücklich von der VB genehmigt werden. NB: Die Verpflichtung der Genehmigung durch die VB bedeutet nicht, dass die betreffenden „geänderten“ Ausgaben erst nach der förmlichen Genehmigung des Änderungsantrages getätigt werden dürfen. Auf eigenes Risiko können die geänderten Ausgaben auch vor der förmlichen Genehmigung getätigt werden. Eine Anerkennung der betroffenen Ausgaben kann jedoch erst nach der förmlichen Genehmigung durch die VB erfolgen. Falls der Begünstigte aufgrund der inhaltlichen oder betragsmäßigen Bedeutung der beantragten Änderungen Zweifel hat, ob diese von der VB genehmigt werden, empfiehlt es sich mit der Umsetzung der geänderten Tätigkeiten auf die förmliche Genehmigung zu warten. Grundsätzlich bleibt durch derartige Mittelverschiebungen die Verpflichtung zur Umsetzung der im Projektantrag enthaltenen Projektinhalte unberührt. Die oben beschriebene Vorgehensweise bezüglich Mittelverschiebungen findet analog auch bei wesentlichen Änderungen der Projektinhalte, mit oder ohne damit einhergehende Kostenverschiebungen, Anwendung. Solche „wesentlichen“ Änderungen (ausgenommen sind reine Umsetzungsdetails ohne Auswirkung auf Zielsetzungen oder Ergebnisse) sind ebenfalls über coheMON zu beantragen, können auf eigenes Risiko durchgeführt werden, die betroffenen Ausgaben jedoch erst nach der förmlichen Genehmigung durch die VB von den Kontrollinstanzen (FLC) anerkannt werden. Mittelverschiebungen lediglich zwischen WPs, ohne damit einhergehende Verschiebungen zwischen Kostenkategorien und/oder Änderung wesentlicher Inhalte, müssen im coheMON System nicht erfasst werden. Der Abrechnungsprozess wird dadurch nicht behindert. Diese Handhabe von Projektänderungen soll im Sinne der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Verwaltungsbehörde und Begünstigten, einerseits die termingerechte Projektumsetzung unterstützen und verhindern, dass es im Falle von unwesentlichen Änderungen durch das Beantragen/Warten auf eine förmliche Genehmigung zu Verzögerungen kommt, ohne dadurch andererseits der Verwaltungsbehörde bei wesentlichen Projektänderungen, die Möglichkeit des Einspruchs zu nehmen.