Interreg Italien-Schweiz

Interreg Italien-Schweiz

Das Programm Interreg Italien-Schweiz fördert die grenzüberschreitende Kooperation im Grenzgebiet zwischen Italien und der Schweiz. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit soll die Entwicklung von grenzübergreifenden wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Tätigkeiten durch gemeinsame Strategien für eine nachhaltige territoriale Entwicklung stärken: Vier Regionen Italiens und drei Schweizer Kantone arbeiten gemeinsam an Lösungen für gemeinsame Herausforderungen. Konkret bedeutet dies, dass an jedem geförderten Projekt mindesten jeweils ein Partner aus der Schweiz und mindestens ein Partner aus Italien beteiligt sind.

Förderfähiges Gebiet:

  1. Für Italien, folgende grenzüberschreitende, aneinandergrenzende NUTS III-Regionen:
    • die Autonome Region Aostatal;
    • die Provinzen Como, Lecco, Sondrio, Varese (Region Lombardei);
    • die Provinzen Vercelli, Verbano-Cusio-Ossola, Biella und Novara (Region Piemont);
    • die Autonome Provinz Bozen.
  2. Für die Schweiz, folgende Grenzkantone:
    • der Kanton Tessin;
    • der Kanton Wallis;
    • der Kanton Graubünden.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Programmwebsite www.interreg-italiasvizzera.eu (Externer Link).

Die erste Ausschreibung des Programms Italien-Schweiz 2014 – 2020 hat mit der Eröffnung der ersten Phase der Interessenbekundung begonnen.

Das Programm, das von der Europäischen Union mitfinanziert wird, soll die Entwicklung und die Kohäsion im Grenzgebiet ITA – CH (vier italienischen Regionen und drei Schweizer Kantone) fördern und unterstützen. Lokale Ressourcen und die Besonderheiten beider Länder sollen gemeinsam genutzt werden, damit eine Stärkung der internationaler Beziehungen erfolgen kann.

Die Bewerbungen müssen auf eine der 5 folgenden Achsen Bezug nehmen:

  • Achse 1: Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen: Ziel ist es, die Zusammenarbeit von Unternehmern und lokalen Akteuren anzuregen, um grenzübergreifende Wirtschaftsbeziehungen zu entwickeln;
  • Achse 2: Aufwertung des natürlichen und kulturellen Erbes: Ziel ist es, die Attraktivität des Gebietes durch die Aufwertung der natürlichen und kulturellen Ressourcen zu steigern und die nachhaltige und wirksame Nutzung der Wasserressourcen zu fördern;
  • Achse 3: integrierte und nachhaltige Mobilität: Ziel ist es, im Grenzgebiet Lösungen für ein integriertes und nachhaltiges Transportsystem zu entwickeln, um den Emissionsausstoß zu reduzieren und die Zugänglichkeit zu erhöhen;
  • Achse 4: Dienstleistungen für eine verstärkte Integration in den Gesellschaften: Ziel ist die Förderung der sozialen Integration, den Zugang zu Sozialdienstleistungen zu stärken um die Wachstums- und Wettbewerbsfähigkeit im Programmgebiet zu steigern;
  • Achse 5: cStärkung der grenzüberschreitenden Governance: Ziel ist die Förderung der Zusammenarbeit von Verwaltungen und Stakeholders, um grenzüberschreitende Steuerungs und Lenkungsstrukturen im Programmgebiet zu erhöhen.

Die Interessensbekundung (sintetische Projektschilderung) ist über das Informationssystem “Siage” bis 12 Uhr vom 30. September 2016 einzureichen.

Im Herbst 2016 sind Informationsveranstaltungen geplant, (eine Veranstaltung wird mit Sicherheit in der Provinz Bozen abgehalten), um die Interessenten bei der Vorbereitung und Einreichung der Projekte zu unterstützen.

Sowohl das Einreichen der Interessensbekundung als auch die Teilnahme an der Informationsveranstaltung sind erforderlich um die Projektvorschläge Ende 2016 einreichen zu können.

Die Teilnahme ist für private und öffentliche Einrichtungen mit Sitz im Programmgebiet offen. Um ein Projekt (Gesamtbudget zwischen etwa 500.000 und 2.000.000 Euro) erfolgreich einreichen zu können, braucht es mindestens einen Partner aus Italien und einen aus der Schweiz.

Finanziert werden Projekte mit einer Dauer von nicht mehr als 18 Monaten oder Vorhaben, die zwischen 18 und 36 Monate in Anspruch nehmen. Die Finanzierung kann im Falle von öffentlichen Einrichtungen bis 100% der zugelassenen Kosten betragen (davon 85% EFRE und 15 % staatlicher Anteil).

Der öffentliche Interreg Projektbeitrag für Schweizer Partner kann höchstens 50% der Gesamtkosten erreichen.

Auf der Website des Programms www.interreg-italiasvizzera.eu (Externer Link) sind alle Mitteilung und Informationsunterlagen zur Teilnahme an der Interessenbekundung einselbar.

Die Phase der Interessenbekundung für den Ersten Aufruf zur Einreichung von Projektideen wurde am 30.09.2016 abgeschlossen.

Das EU-Kofinanzierungsprogramm zielt darauf ab, die Entwicklung und den Zusammenhalt des grenzüberschreitenden Gebietes ITA-CH (vier italienische Regionen und drei Schweizer Kantone) zu stärken und die internationalen Beziehungen auszubauen, indem verstärkt lokale Ressourcen und Besonderheiten genutzt und inwertgesetzt werden, die die Programmregionen prägen.

Insegsamt wurden folgende 272 Interessensbekundungen eigenreicht:

Eingereichte Interessenbekundungen
Eingereichte Interessensbekundungen je Achse Beantragte Fördermittel (Summe Italien + Schweiz)
SUMME € 401.996.030,87

Achse 1: Wettbewerbstätigkeit der Unternehmen mit dem Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Unternehmern und lokalen Akteuren zu stärken, um eine grenzüberschreitende Wirtschaft zu entwickeln: 94 Interessenbekundungen

€ 125.730.426,61
Achse 2: Aufwertung des natürlichen und kulturellen Erbes mit dem Ziel, die Attraktivität des Gebietes durch die Stärkung der natürlichen und kulturellen Ressourcen zu erhöhen und die effiziente und nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen zu fördern: 95 Interessenbekundungen € 150.895.760,39
Achse 3: Integrierte und nachhaltige Mobilität mit dem Ziel, grenzüberschreitende Lösungen für ein nachhaltiges und integriertes Verkehrssystem zu fördern, um Emissionen zu reduzieren und die territoriale Erreichbarkeit zu erhöhen: 18 Interessenbekundungen € 35.700.562,14
Achse 4: Bessere Zugänglichkeit zu Sozial- und Gesundheitsleistungen mit dem Ziel, die soziale Eingliederung und die Zugänglichkeit der Dienstleistungen als wichtigen Faktor für das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit des Kooperationsgebietes zu fördern: 42 Interessenbekundungen € 54.764.956,36
Achse 5: Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Verwaltungen mit dem Ziel, die Implementation von Instrumenten für die Koordinierung zwischen Verwaltungen und Stakeholdern anzuregen, um die grenzüberschreitenden Governance im Kooperationsgebiet zu stärken: 25 Interessenbekundungen € 31.904.324,79

Es wurden 19 Interessenbekundungen mit Südtiroler Lead Partner eingereicht im Gesamtwert von € 12.972.892,00.

Nächste Schritte

Im Laufe des Jahres 2017 sind verschiedene Workshops (darunter auch einer in Südtirol) geplant, in welchen die Projektpartner Informationen hinsichtlich der definitiven Projekteinreichung erhalten.

Sowohl die Einreichung einer Interessenbekundung, als auch die Teilnahme an einem Workshop der Projektpartner sind Voraussetzung für die definitive Einreichung eines Kooperationsprojektes .

Die Teilnahme steht allen öffentlichen Einrichtungen und privaten Unternehmen mit Sitz im Kooperationsgebiet offen.

Um ein Kooperationsprojekt (Budget zwischen 500.000 € und € 2.000.000) einreichen zu können, muss eine Partnerschaft eingerichtet werden, die mindestens einen italienischen Partner und einen Schweizer Partner umfasst.

Es werden sowohl Kurzprojekte, die nicht länger als 18 Monate dauern, als auch Projekte, die zwischen 18 und 36 Monaten dauern, gefördert. Die Förderhöhe kann sich für italienische öffentliche Begünstigte auf bis zu 100% der förderfähigen Kosten belaufen (85% EFRE-Mittel und 15% nationale Kofinanzierung).

Für private Begünstigte kann die Förderquote der öffentlichen Mittel (nur EFRE-Mittel) 85% der förderfähigen Kosten nicht übersteigen. Für Schweizer Partner kann die Förderquote der öffentlichen Mittel maximal 50% der Gesamtkosten des Projekts erreichen.

Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte die Programm-Website: www.interreg-italiasvizzera.eu (Externer Link).

Die Programmstrategie wird in 5 Achsen, gegliedert, die die Interventionsbereiche widerspiegeln, in dem die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der beiden Seiten der Grenze sind, in der Lage erheblichen Mehrwert in den beiden Ländern zu addieren:

Das Programm listet die jeweiligen Begünstigten / Projektpartner im Abschnitt wo die einzelnen Achsen/Prioritäten beschrieben werden.

Weitere wichtige Infos die vom Begleitausschuss genehmigt wurden, finden Sie im sind im beigefügten Dokument "Localizzazione di progetti e partner" (nur in italienischer Sprache).

Erster Aufruf (Projekteinreichung)

Um Projektvorschläge für den ersten Aufruf einreichen zu können, muss vorher eine Interessensbekundung eingereicht werden (die einschlägige Frist ist am 30/09/2016 abgelaufen). Außderdem ist die Teilnahme an einer "Informationsveranstaltung" unbedingt erforderlich.

Informationsveranstaltungen, um Interessenten bei der Vorbereitung und Einreichung der Projekte zu unterstützen, finden im Laufe des Jahres 2017 statt. Mit Sicherheit wird eine Veranstaltung in Südtirol abgehalten.

Die Projekte sind dann über das Informationssystem "SIAGE" (Externer Link) einzureichen.

Mit Entscheidung EK(2015) 9108 vom 9. Dezember 2015 hat die Europäische Kommission das Interreg Kooperationsprogramm V A Italien - Schweiz für den Zeitraum 2014-2020 genehmigt.

Die Abteilung Europa der Südtiroler Landesverwaltung arbeitet seit Ende 2011 intensiv an der Vorbereitung der neuen Programmperiode 2014-2020. Die Einbindung einerseits des Koordinierungs- und Begleitausschusses für Regionalpolitik sowie andererseits der maßgeblichen Vertreter der Wirtschafts- und Sozialpartner garantieren die Koordinierung der verschiedenen Verwaltungsbehörden, die Komplementarität sowie die Nutzung von Synergien zwischen Programmen, Zielen und Maßnahmen.

Die Webseite der Verwaltungsbehörde (Region Lombardei - nur in italienischer Sprache): www.interreg-italiasvizzera.eu (Externer Link) .

Verordnungen zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung:

  • Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 mit gemeinsamen Bestimmungen über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, den Europäischen Sozialfonds, den Kohäsionsfonds, den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums und den Europäischen Meeres- und Fischereifonds sowie mit allgemeinen Bestimmungen über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, den Europäischen Sozialfonds, den Kohäsionsfonds und den Europäischen Meeres- und Fischereifonds und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1083/2006 des Rates - Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 (Externer Link)
  • Verordnung (EU) Nr. 1301/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und mit besonderen Bestimmungen hinsichtlich des Ziels "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1080/2006 - Verordnung (EU) Nr. 1301/2013 (Externer Link)
  • Verordnung (EU) Nr. 1299/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 mit besonderen Bestimmungen zur Unterstützung des Ziels "Europäische territoriale Zusammenarbeit" aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) - Verordnung (EU) Nr. 1299/2013 (Externer Link)

Strategische Umweltprüfung SUP - Operationelles Programm für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Italien-Schweiz 2014-2020 - Bekanntmachung von Unterlagen

Im Sinne des Art. 6 der Richtlinie 2001/42/EG vom 27. Juni 2001 des Europäischen Parlaments und des Rates sowie des Landesgesetzes Nr. 2 vom 5. April 2007 über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme wird bekannt gegeben, dass das SUP-Verfahren eingeleitet wurde. Zu diesem Zweck werden folgende Unterlagen zur Konsultation zur Verfügung gestellt:

Entwurf des operationellen Programms für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Italien-Schweiz 2014- 2020:

Web Seite des Programms www.interreg-italiasvizzera.eu (Externer Link)

Regionale Koordinierungsstelle für Bozen: Amt für europäische Integration, Gerbergasse 69, 39100 Bozen, Tel. 0471 413160.

Informazionssystem SIAGE: siage@regione.lombardia.it

Helpdesk Nummer: 800131151

Förderperiode 2007-2013

  • Umweltfreundliche und nachhaltige Entwicklung
  • Innovation und Entwicklung wichtiger Wirtschaftsbereiche und der Transportnetze
  • Steigerung der Lebensqualität

Die detaillierte Aufzählung der Schwerpunkte mit der Beschreibung finden Sie auf der Programmwebsite (Externer Link) (in italienischer Sprache).

Jede an einem grenzüberschreitenden Kooperationsprojekt interessierte öffentliche oder private Einrichtung, welche die nötigen Zulassungskriterien laut jeweiliger Maßnahme so wie im "Leitfaden des Programms: Gewöhnliche Projekte" (Externer Link) angegeben, erfüllt, kann den Projektantrag für die Gewährung eines öffentlichen Beitrags ausfüllen.

Die Programmverwaltung (Externer Link) obliegt der Zentralen Verwaltungsbehörde (Region Lombardei).

Auf der Programmhomepage finden Sie die ständig aktualisierte Fassung der Rechtsgrundlagen (Externer Link) (nur in italienischer Sprache) für das Programm.