Hauptinhalt

 

Bildungsurlaub

Rechtsquellen:

Landeskollektivvertrag 23.04.2003 Anlage 4 Artikel 5

Dezentraler  Landeskollektivvertrag 04.08.2005

Rundschreiben des Schulamtsleiters Nr. 38 vom 09.08.2005  

Übersicht: 

Für Lehrpersonal mit:

a)       unbefristetem Arbeitsvertrag oder

b)       befristetem Arbeitsvertrag von Unterrichtsbeginn bis Unterrichtsende

79 Stunden bei einer Lehrverpflichtung von 20 Stunden

 

 

87 Stunden bei einer Lehrverpflichtung von 22 Stunden

  • Der Bildungsurlaub wird für Lehrgänge und Kurse zum Erwerb von Studientiteln universitären oder postuniversitären Charakters oder zum Erwerb von gesetzlich anerkannten Studientiteln oder Lehrbefähigungen gewährt.
  • Die Anzahl der Lehrpersonen, die den Bildungsurlaub in Anspruch nehmen, darf insgesamt nicht 3 Prozent des Plansolls überschreiten.
  • Dem Lehrpersonal mit befristetem Auftrag und dem Personal, das mit Beginn des Schuljahres einen unbefristeten Arbeitsvertrag abschließt, ist ein Kontingent von 15 Prozent der gesamten Verfügbarkeit vorbehalten.
  • Die Anzahl der zu vergebenden Bildungsurlaube wird jährlich mit Dekret des Schulamtsleiters festgelegt.
  • Lehrpersonen mit Teilzeitauftrag haben nur dann Anrecht auf Bildungsurlaub, wenn das Arbeitsverhältnis mindestens 12 Unterrichtsstunden umfasst und wenn die Kontingente durch Vollzeitbedienstete nicht ausgeschöpft sind. Der Bildungsurlaub wird im Verhältnis zum Ausmaß der Unterrichtsstunden gekürzt.
  • Der Bildungsurlaub kann für höchstens 6 Schuljahre beansprucht werden.
  • Die Ansuchen werden über die Schulführungskraft an das Schulamt gerichtet; der Einreichetermin wird vom Schulamtsleiter bestimmt.

Hinweise:

Die Rangliste der Antragsteller und Antragstellerinnen wird aufgrund folgender Parameter nach Vorrangtiteln erstellt:
a) Teilnahme an Lehrgängen zum Erwerb des Laureats in Bildungswissenschaften oder eines Doktorates im pädagogischen Bereich sowie Teilnahme an Lehrgängen zum Erwerb des Befähigungsdiploms für den Englischunterricht an der Grundschule,
b) Teilnahme an Lehrgängen zur Erwerb des Spezialisierungsdiploms für den Integrationsunterricht in der Sekundarschule ersten und zweiten Grades sowie Teilnahme an Lehrgängen der Spezialisierungsschule für den Sekundarunterricht,
c) Teilnahme an Lehrgängen zum Erwerb des gültigen Studientitels für die entsprechende Unterrichtstätigkeit,
d) Teilnahme an Lehrgängen zum Erwerb eines (ersten) Doktorates,
e) Teilnahme an Lehrgängen zum Erwerb von post-universitären Studientiteln,
f) Dienstalter,
g) höheres Lebensalter.
Die Gesuche zwecks Fortführung eines Lehrganges werden, innerhalb des entsprechenden Kontingentes, den Gesuchen neuer Antragsteller und Antragstellerinnen vorgezogen.
Für die ausschließliche Teilnahme an Lehrgängen zum Erwerb des Spezialisierungsdiploms für den Englischunterricht an Grundschulen kann das Gesamtkontingent überschritten werden.
Der Bildungsurlaub kann vom 1. September bis 31. August in Anspruch genommen werden.
Bei der effektiven Inanspruchnahme des Bildungsurlaubes werden von den zustehenden Gesamtstunden die aufgrund des Bildungsurlaubes nicht geleisteten Unterrichtstunden in Abzug gebracht.
Im Laufe des Schuljahres dürfen die Stunden, welche zur Vorbereitung auf die Prüfungen, für Forschungen, sowie zur Erstellung der Doktor- oder Diplomarbeit dienen, nicht 50 Prozent des Höchstausmaßes überschreiten.
Die Lehrperson legt mindestens 10 Tage vor Inanspruchnahme des Bildungsurlaubes einen möglichst mehrwöchigen Beanspruchungsplan vor, aus welchem die Dauer des Kursbesuches, die Dauer des Studiums, die Vorbereitungszeit auf Prüfungen, die Zeit für Forschungen oder für die Erstellung der Doktor- oder Diplomarbeit hervorgehen.  

 

Gesuchsvorlagen

Version Dezember 2011