RIENZact

 

Projektgebiet

Flussraum Rienz (Gemeinden Toblach, Niederdorf, Welsberg-Taisten, Olang, Rasen Antholz, Percha, Bruneck, St. Lorenzen, Kiens, Vintl, Rodeneck, Mühlbach)

Projektzeitraum

Jänner 2018 bis Dezember 2020

Verantwortung

Projektträger: Agentur für Bevölkerungsschutz

Steuerungsgruppe RIENZact

 

Informationsfaltblatt zum Projekt „RIENZact“ (Ausgabe November 2018, 1,6 MB)

 

Die Rienz

Das Pustertal, eines der drei großen Haupttäler Südtirols, ist vom Durchfluss der rund 80 Kilometer langen Rienz geprägt. Von der Quelle bis zur Einmündung in den Eisack ist der Flusslauf durch unterschiedlichste Gegebenheiten charakterisiert: So durchquert die Rienz im Höhlensteintal Gebiete zweier Naturparks, im Ober- und Mittellauf des Pustertales relativ dicht besiedelte und landwirtschaftlich stark genutzte Flächen sowie auf der gesamten Strecke einen See und zwei Stauseen; darüber hinaus münden insgesamt elf Nebenflüsse in die Rienz. Entsprechend groß und vielfältig sind die Anforderungen, die an die Flussraumgestaltung und -entwicklung gestellt werden, wobei an oberster Stelle die Erhaltung eines sicheren Lebensraums steht.

Flussmanagement- und Einzugsgebietspläne als Teil des territorialen Managements

Im Rahmen des territorialen Managements hat die Agentur für Bevölkerungsschutz der Autonome Provinz Bozen für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung von Flussräumen die interdisziplinäre Erarbeitung von Flussraummanagement- und Einzugsgebietsplänen für Gebirgsbäche vorgesehen. Entsprechend wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrere territoriale Flussraummanagementpläne erstellt, darunter unter anderem die Projekte „Obere Ahr“ im hinteren Ahrntal, „StadtLandFluss“ im mittleren Eisacktal oder auch der „Etsch-Dialog“ im oberen Vinschgau.

Projekt „RIENZact“

Mit Anfang 2018 wurde nun auch für die Rienz ein Projekt zur Erarbeitung eines Flussraummanagementplans lanciert, das unter dem Projektnamen „RIENZact“ läuft. Das gegenständliche Untersuchungsgebiet erstreckt sich von der Quelle am Fuße der Drei Zinnen bis zur Einmündung in den Mühlbacher Stausee und umfasst 30 Quadratkilometer. In das interdisziplinäre Projekt sind alle betroffenen zwölf Gemeinden sowie sämtliche relevanten Fachbereiche wie Hochwasserschutz, Raumnutzung sowie Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Wirtschaft eingebunden, darüber hinaus wird auch Siedlungsaspekten und ökologischen Themen Rechnung getragen. Ziel ist es, in einem kontinuierlichen partizipativen Planungsprozess bis Ende 2020 ein gemeinsames Leitbild und Maßnahmenkatalog für die nachhaltige Flussraumentwicklung unter Berücksichtigung der darin lebenden und wirtschaftenden Bevölkerung im Einklang mit dem Schutz vor Naturgefahren und dem Umweltschutz zu erarbeiten. Der interdisziplinäre Dialog mit Fachexperten sowie die hohe Beteiligung von Anspruchsgruppen und der Bevölkerung dienen auch dazu, größtmögliche Akzeptanz des zu entwickelnden Flussraummanagementplans sicherzustellen. Dieser Plan mit priorisiertem Maßnahmenprogramm soll im Weiteren als Grundlage für nachfolgende Projektierungen und Maßnahmen zur Risikoverminderung dienen.

Projektverlauf

Das Projekt läuft von Anfang 2018 bis Ende 2020. In diesem Zeitraum werden eine Reihe von Projektsitzungen, Workshops, Fachforen sowie Bürgerveranstaltungen durchgeführt.

Nach einer ersten Phase mit Sammlung und Analyse von Daten zu den Wasserrisiken, zur terrestrischen Ökologie, Gewässerökologie, Raum- und Wassernutzung folgt eine strukturierte Synthese unter Miteinbeziehung aller Anspruchsgruppen und der Bevölkerung. Anschließend wird ein gemeinsames Leitbild mit Maßnahmenkatalog zur Reduzierung des Hochwasserrisikos und zur nachhaltigen Entwicklung des Talbodens erarbeitet.

Das Projekt FESR4022 "Flussraummanagementplan Rienz" (FRM Rienz) wird über das operationelle Programm „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung IWB-EFRE

Roll up - RIENZact

2014-2020“ finanziert und steht unter der Federführung des Amts für Wildbach- und Lawinenverbauung Zone Ost der Agentur für Bevölkerungsschutz der Autonomen Provinz. Das Projektmanagement hat das Regional Management LAG Pustertal inne.

Kompakt zum Nachlesen: Die Inhalte aus den Bürgerinformationsveranstaltungen
2018-11-30: 1. Bürgerforum in Percha mit Vorstellung des Projektes „RIENZact“ und Präsentation erster wichtiger Erkenntnisse aus den Studien zur Terrestrischen Ökologie und Raumnutzung, Gewässerökologie, Wasserwirtschaft und zu den Hochwasserrisiken (Inhaltsprotokoll zur Veranstaltung ca. 2 MB, Powerpointpräsentation ca. 360 MB bitte anfragen beim Amt in Bozen)

 

News

2018-12-06: Rienz: EFRE-Projekt sichert Lebensraum

2018-11-28: Bürgerforum „RIENZact“ am 30. November: Dialog zu sicherem Lebensraum

2018-06-22: Start frei für „RIENZact“ (PDF)

In den Medien

2019-02-15 Dolomiten_Der Gemeindeausschuss

2018-12-24 Gemeindezeitung „Vintila Bote“: „Sicherer Lebensraum an der Rienz“

2018-12-11 Alto Adige “Un piano per salvare la Rienza”

2018-12-11 Alto Adige online: „Coinvolgere Comuni e cittadini“

2018-12-06 SüdtirolNews: „Rienz: EFRE-Projekt sichert Lebensraum“

2018-11-29 Neue Südtiroler Tageszeitung: „Reden über die Rienz“

2018-07-12 Pustertaler Zeitung: „Im fließenden Dialog“

2018-07-12 Puschtra online: Pustertal – RIENZact

2018-07-03 Dolomiten: „Über Sicherheit und Nachhaltigkeit der Rienz“

2018-05-24 Dolomiten: „Über den Lebensraum der Rienz“

Nächste Veranstaltungen

Eine nächste Informationsveranstaltung findet voraussichtlich im Herbst 2019 statt. Der Termin wird rechtzeitig angekündigt.

Schauen Sie am besten regelmäßig vorbei, um sich zum Projekt „RIENZact“ und zu den nächsten Veranstaltungen auf dem Laufenden zu halten!