Hochwasserschutz Sterzing

Projektgebiet

Sterzinger Becken (Gemeinden Sterzing und Pfitsch)

Zeitraum

2013 bis 2017

Verantwortung

Trägerin: Landesabteilung Wasserschutzbauten

Das Sterzinger Becken (Gemeinden Sterzing (Externer Link) und Pfitsch (Externer Link)) ist gleich von mehreren Seiten hochwassergefährdet. Zum einen droht Gefahr vom Mareiter Bach, der schon im Rahmen eines 30-jährigen Hochwassers mehrere Wohn- und Gewerbegebiete überfluten könnte. Dazu kommt eine so wichtige Infrastruktur wie die Brennerautobahn, die bei einem solchen Hochwasser nicht nur unterbrochen würde, sondern auch nachhaltig Schaden leiden könnte. Zudem fließt der Eisack mitten durch die Stadt Sterzing, und zwar in einem bis vor kurzem sehr knapp bemessenen Bett.
Um das Sterzinger Becken nachhaltig vor Überflutungen zu sichern bzw. den Hochwasserschutz deutlich zu erhöhen, hat die damalige Landesabteilung Wasserschutzbauten mit finanzieller Hilfe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) (Externer Link) 2013 ein umfassendes Projekt in die Wege geleitet. In dessen Rahmen wurde nicht nur die Ist-Situation erhoben, sondern es wurden auch (und werden immer noch) konkrete Maßnahmen zur Beseitigung von Risikofaktoren gesetzt.
Als größtes Problem beider Bäche wurde dabei zu gering bemessene Bachquerschnitte bzw. ein zu geringer Wasserabfluss erkannt, dem man systematisch zu Leibe gerückt ist. So wurde das Bett des Eisacks im Stadtgebiet verbreitert und eingetieft. Zudem wurden die Dämme abgedichtet, bestehende Ufermauern saniert und noch fehlende neu errichtet. Auch eine neue Aussichtsplattform wurde geschaffen, von der aus man einen Überblick über den Lebensraum erhält, den der Eisack im Raum Sterzing bietet.
Anders als am Eisack im Stadtgebiet bot der Mareiter Bach mehr Handlungsspielraum, was es etwa erlaubt hat, das Bachbett an mehreren Stellen aufzuweiten, es wurden zudem Entlastungskorridore und Rückhalteräume geschaffen, die nicht nur den Hochwasserschutz deutlich erhöhen, sondern auch die am Mareiter Bach festgestellten gewässerökologischen Defizite beheben, indem neue Lebensräume geschaffen wurden.