Naturgefahren

Südtirol ist ein Gebirgsland. Das wird nicht zuletzt durch einen Blick auf die Höhenverteilung der Landesfläche deutlich: nur rund 15 Prozent Südtirols liegt in einer Meereshöhe unter 1000 Metern, rund zwei Drittel der Fläche liegt sogar über 1500 Meter.

Es sind demnach nicht liebliche Täler oder Ebenen, die in Südtirol dominieren, sondern Bergwälder, Almwiesen, steile Berghänge und Fels. Diese Charakteristika einer spektakulären, zum Teil aber unwirtlichen, vor allem aber ungezähmten (und unzähmbaren) Landschaft bedingen auch die vorherrschenden Naturgefahren in Südtirol.

Durch das Eindringen von Wasser, durch Erosion oder das Abtauen des Permafrosts etwa können Hänge ins Rutschen geraten oder Steinschlag ausgelöst werden. Und auch Wasserläufe fließen in solchen Landschaften selten einmal ruhig dahin, vor allem nach heftigen Niederschlägen oder in der Zeit der Schneeschmelze sind die Bäche wild, reißend und nicht zu zähmen.

Im Winter sorgen zudem heftige Schneefälle für Lawinenabgänge, die Siedlungen, Straßen und Infrastruktur und damit Menschenleben bedrohen.In diesem Umfeld ist es die Landesagentur für Bevölkerungsschutz (Externer Link), die die Aufgabe übernommen hat, die von solchen Naturgefahren ausgehenden Risiken zu minimieren. „Risiken minimieren“ ist dabei eine Beschreibung, die nicht zufällig gewählt worden ist, denn eines muss betont werden: einen hundertprozentigen Schutz vor Naturgefahren kann und wird es nie geben.

Nicht zuletzt deshalb ist neben all den Bemühungen, neben all dem Einsatz, neben der Erfahrung, dem Wissen und der Kompetenz der Landesagentur für Bevölkerungsschutz auch immer die Eigenverantwortung der Menschen gefragt, die sich in Südtirol aufhalten: Südtiroler und Gäste gleichermaßen.