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Schutz vor Naturgefahren: Baustellen der Wildbachverbauung besichtigt - Verschiedenes 26.10.2017

Bevölkerungsschutzlandesrat Schuler und Bevölkerungsschutz-Agenturdirektor Pollinger haben gestern (25. Oktober) Baustellen in Sterzing und Wiesen begutachtet.

Baustelle Hochwasserschutz Sterzing in Augenschein genommen (v.li.): Agenturdirektor Pollinger, Landesrat Schuler, Techniker Walder. Foto: LPA/Judith Weissensteiner

Mit dem Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Rudolf Pollinger hat Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler gestern (25. Oktober) Baustellen der Wildbachverbauung im Bereich des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord in Augenschein genommen. Dabei wurden sie von Technikern und Gemeindevertretern begleitet.

Als vorbereitende Maßnahme für die Arbeiten zum Hochwasserschutz von Sterzing wird im bestehenden Damm des Eisacks ein Dichtschirm errichtet. Zusätzlich soll 2018 in Zusammenarbeit mit der Landesabteilung Tiefbau die Flainser Brücke über den Eisack neu errichtet werden. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sterzing wird eine Unterführung in die Garbe verwirklicht. Geplant ist auch die beidseitige Anbindung an den Gehweg in Richtung Bahnhof gemeinsam mit den Gemeinden Sterzing und Wiesen/Pfitsch. Die Baukosten für die Arbeiten, die das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord betreffen, belaufen sich auf rund 800.000 Euro; die Finanzierung erfolgt über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Projekt und Bauleitung beim siebten Baulos obliegt Amtsdirektor Alexander Pramstraller, Projekt und Bauleitung bei Baulos 8 Philipp Walder, ebenfalls vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord. Die Ausführung haben Vorarbeiter Otto Gruber und sein Team über.

Derzeit werden vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord auch Arbeiten am Eisack in der Handwerkerzone von Wiesen durchgeführt. Es handelt sich dabei um zwei der drei vorgesehenen Baulose, die im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen zum Bau des Brennerbasistunnels verwirklicht werden. Jedes der Baulose ist mit 1,4 Millionen Euro dotiert. Die Maßnahmen dienen dem Hochwasserschutz am Eisack und der ökologischen Verbesserung dieses Gewässerabschnittes. Projekt und Bauleitung obliegen Philipp Walder, die Ausführung verschiedenen Vorarbeitern mit ihren Bautrupps.

Seit Ende Februar ist das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord auch damit beschäftigt, den orografisch rechten Damm am Pfitscher Bach zum Hochwasserschutz von Wiesen zu erhöhen. Im Falle eines Hochwassers kann sich der Bach auf die landwirtschaftlichen Flächen auf der orografisch linken Seite ausbreiten. Dadurch wird das Dorf Wiesen vor Überschwemmungen geschützt. Um eine vielfältigere Gewässerstruktur zu erreichen, sind auf der gesamten betroffenen Bachstrecke gewässerökologische Maßnahmen getroffen worden. Auf einer Länge von 200 Metern wurde der Bach auch aufgeweitet. Die Arbeiten sind zu einem großen Teil abgeschlossen. Die Baukosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro werden über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Das Projekt hat Amtsdirektor Alexander Pramstraller ausgearbeitet, Bauleiter ist Philipp Walder, die Arbeiten werden von Vorarbeiter Otto Gruber mit seinem Team ausgeführt.

Am Großbergbach in der Gemeinde Wiesen/Pfitsch sind der Bau eines Geschieberückhaltebeckens in der Örtlichkeit Fußendrass in Pfitsch und der Neubau der Künette geplant. Durch diese Maßnahmen soll Fußendrass künftig vor Muren sicher sein. Die Kosten belaufen sich auf 3,3 Millionen Euro und werden über Regionalgelder finanziert. Die Bauten, deren Projekt Philipp Walder erstellt hat, sollen bis Ende 2019 abgeschlossen sein; Bauleiter ist Amtsdirektor Alexander Pramstraller, ausgeführt werden die Arbeiten von Vorarbeiter Hubert Rungger mit Team.

LM

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