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Wildbachverbauung: Arbeiten an drei Bächen im Pustertal - Verschiedenes 20.09.2018

In zwei Bächen in Vals und St. Sigmund wurden Aufräumarbeiten nach Gewittern durchgeführt, in Geiselsberg beginnen Arbeiten zur Sicherung des Außerbergbaches.

Sofortmaßnahmen wurden nach Gewitterschäden im Obereckelbach in Vals (im Bild) durchgeführt. Foto: LPA/Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost

In Vals in der Gemeinde Mühlbach hatte am 10. August ein starkes Gewitter im Unterlauf des Obereckelbaches größere Mengen an Material mitgeschwemmt, das Bachbett aufgefüllt und die Landesstraße nach Vals teilweise verlegt. Im Zuge der Arbeiten, die das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost der Agentur für Bevölkerungsschutz in Zusammenarbeit mit dem Straßendienst Pustertal durchführte, musste das Bachbett geräumt werden, das abgelagerte Material wurde abtransportiert. Im Einsatz waren Vorarbeiter Gebhard Oberarzbacher und sein Bautrupp. Die Kosten für die Sofortmaßnahme belaufen sich auf 20.000 Euro.

Am 6. September dieses Jahres zog ebenfalls ein starkes Gewitter im Gruipbach in St. Sigmund in der Gemeinde Kiens gravierende Folgen nach sich: Mitgeschwemmtes Geschiebematerial füllte auch hier das Bachbett auf und beschädigte eine Forststraße. Derzeit wird der Abflussquerschnitt wieder hergestellt und abgelagertes Material abtransportiert, mitgerissene Bäume werden aus dem Bachbett entfernt. Vorarbeiter Gebhard Oberarzbacher und seine Arbeiter schließen die rund 20.000  Euro kostenden Arbeiten voraussichtlich noch innerhalb dieses Monats ab.

Ende September beginnt das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost mit der Verbauung des Außerbergbaches in Geiselsberg in der Gemeinde Olang. Im Normalfall führt der Außerbergbach nur wenig Wasser, erklärt der zuständige Amtsdirektor Sandro Gius. Bei Schneeschmelze oder Hagel könne der Bach aber innerhalb kürzester Zeit zu einem reißenden Gebirgsbach mit großem Erosionspotential werden. Zuletzt war dies im Sommer 2015 der Fall, als der Bach während eines starken Gewitters die Gemeindestraße oberhalb der Mündung in die Rienz verlegte. 2016 wurde im Zuge einer ersten Maßnahme das Bachbett ausgehend von der Lorenzihütte mit Hilfe von elf Holzsperren aus Eichenrundholz befestigt. Heuer ist der Bau von weiteren 12 Sperren geplant. In die Sicherung des Außerbergbaches werden insgesamt 100.000 Euro investiert. Für das Projekt zeichnet Thomas Gamper verantwortlich, für die Ausführung Vorarbeiter Heinz Baumgartner und sein Bautrupp.

LM

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