Bewegungsfreiheit in Italien und Europa | Achtung Einschränkungen

Bewegungsfreiheit in Italien und Europa

Provinz Bozen ist "Orange Zone"

Südtirol ist "Orange Zone". Innerhalb der Landesgrenzen gelten jedoch weiterhin die in den Verordnungen des Landeshauptmanns festgelegten Regeln. Bei den Bewegungen von einer Region zur anderen und ins Ausland müssen die staatlichen Vorgaben eingehalten werden.

Fragen und Antworten zu den Regeln des Staates in den gelben, orangen und roten Zonen finden Sie auf dieser Webseite der italienischen Regierung.

Bewegungen zwischen Regionen und Autonomen Provinzen bis 27. März

Bis zum 27. März 2021 ist es auf dem gesamten Staatsgebiet untersagt, sich von einer Region in die andere Region oder Autonome Provinz zu bewegen, so auch ins Trentino, außer aus Arbeitsgründen, aus Gründen der Notwendigkeit oder aus gesundheitlichen Gründen. Möglich ist die Rückkehr zum eigenen Wohnsitz, Domizil oder Wohnort oder jenem des Partners, mit dem man eine eheähnliche Partnerschaft führt. Auch das Aufsuchen der Zweitwohnung ist bis auf weiteres erlaubt.

Die Studenten, welche täglich zum Studienort pendeln oder mindestens einmal in der Woche zum Wohnort zurückkehren, sind von dem Ausreiseverbot befreit, weil das Studium als notwendig erachtet wird.

Besuche von Bekannten und Verwandten außerhalb der Landesgrenzen sind untersagt.

Reisen in Italien und Europa

Für die Einreise in Italien ist es verpflichtend, eine Eigenerklärung auszufüllen. Detailinformationen hierzu finden Sie auf der Webseite des italienischen Außenministeriums. Die derzeit geltenden Bestimmungen zur Ein- und Ausreise nach bzw. von Südtirol werden durch das DPCM vom 14.01.2021 geregelt, das durch eine Verordnung des Gesundheitsministeriums vom 13.02.2021 ergänzt wurde. Demnach gelten folgende Bestimmungen:

Bei der Einreise nach Italien und somit auch nach Südtirol aus fast allen EU-Ländern, aus den Ländern des Schengenraums, der Schweiz und dem Fürstentum Monaco benötigt man einen negativen PCR- oder Antigentest, der nicht älter als 48 Stunden ist. Zudem bedarf es der ausgefüllten Eigenerklärung und einer Registrierung beim Südtiroler Sanitätsbetrieb über das Online-Formular auf der Coronaviurs-Webseite. Empfohlen wird während des Aufenthaltes in Südtirol bzw. Italien diese Dokumente immer mit sich zu führen, um sie im Falle einer Kontrolle vorweisen zu können.

Achtung: Für die Einreise aus Großbritannien, Nordirland und Österreich gelten eigene Regeln.

Einreise aus Österreich: Keine Quarantäne nur in wenigen Ausnahmefällen

Restriktivere Maßnahmen gelten bis zum 5. März 2021 für die Einreise aus Österreich. Grundsätzlich ist jede Einreise von Personen, die sich in den vorangegangen 14 Tagen länger als 12 Stunden in Österreich aufgehalten haben, an eine 14-tägige Quarantäne geknüpft, welche auch nicht durch einen negativen Test verhindert werden kann.

In diesen Fällen ist es verpflichtend:

-       bei der Einreise einen negativen Antigen- oder PCR-Test mittels Abstrich mit sich zu führen, der nicht älter als 48 Stunden ist;

-       direkt am Ort der Einreise, am Flughafen oder innerhalb 48 Stunden nach der Einreise beim lokalen Departement für Prävention des zuständigen Sanitätsbetriebes einen neuerlichen Antigen- oder PCR-Test mittels Abstrich zu machen;

-       sich unabhängig vom Ergebnis des zweiten Tests in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben und die eigene Einreise beim Sanitätsbetrieb über das Einreise-Online-Formular zu registrieren. Alternativ kann man sich beim lokalen Departement für Prävention des zuständigen Sanitätsbetriebes auch via E-Mail registrieren, an coronavirus@sabes.it oder telefonisch von 8:30 bis 12:30 Uhr und von 14:00 bis 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 0471 435 700. Angegeben werden müssen: Namen, Geburtsdatum, Telefonnummer sowie das Einreisedatum und der Ort, aus welchem die Einreise erfolgt;

-       nach Ablauf der 14-tägigen Quarantäne einen weiteren Antigen- oder PCR-Test mittels Abstrich durchzuführen.

Ausnahmen:

Unter der Voraussetzung, dass keine Covid-19-Symptome auftreten, entfällt für die folgenden Personen bzw. Fälle die Isolations- bzw. Quarantänepflicht:

-       für das Personal der Beförderungs- bzw. Transportunternehmen;

-       für das mitreisende Personal;

-       Reisen aus oder nach San Marino und Vatikanstadt;

-       für die Einreise aus beruflichen Gründen, die durch besondere, von der zuständigen Gesundheitsbehörde genehmigte Sicherheitsprotokolle geregelt sind;

-       für alle, die mit einem Privatfahrzeug für einen Zeitraum von maximal 36 Stunden das italienische Hoheitsgebiet durchqueren, verbunden mit der Pflicht, nach Ablauf dieses Zeitraums das Staatsgebiet unverzüglich zu verlassen oder sich, falls dies nicht möglich ist, in die Isolation auf Vertrauensbasis und Gesundheitsüberwachung zu begeben;

-       für Gesundheitspersonal, das zur Ausübung beruflicher Tätigkeiten im Gesundheitsbereich nach Italien einreist, einschließlich der vorübergehenden Ausübung im Sinne von Artikel 13 des Gesetzesdekrets vom 17. März 2020, Nr. 18;

-       für Grenzpendler, die aus nachgewiesenen arbeitsbedingten Gründen in das nationale Hoheitsgebiet ein- und ausreisen, und für die anschließende Rückkehr zu ihrem Wohnsitz, ihrer Wohnung oder ihrem Aufenthaltsort;

-       für Schüler und Studierende, die in einem anderen Staat die Schule besuchen bzw. studieren als jenem, in dem sich ihr Wohnsitz, ihre Wohnung oder ihr Aufenthaltsort befindet, zu dem sie täglich oder mindestens einmal wöchentlich zurückkehren;

-       für Einreisen von Athleten, Technikern, Sportrichtern und Betreuern für die Teilnahme an professionellen Sportveranstaltungen – welche vom Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) und dem Paraolympischen Komitee Italiens (CIP) als Veranstaltungen des nationalen Interesses anerkannt sind – die 48 Stunden vor der Einreise nach Italien einen Abstrich vorgenommen haben und das Testergebnis negativ war.

In diesen Fällen reicht ein wöchentlich durchgeführter negativer Antigen- oder PCR-Test sowie das Mitführen der Eigenerklärung. Die eigene Einreise muss allerdings auch in diesen Fällen beim Sanitätsbetrieb über das Einreise-Online-Formular registriert werden (Grenzpendler mindestens einmal wöchentlich). Alternativ kann man sich beim lokalen Departement für Prävention des zuständigen Sanitätsbetriebes auch via E-Mail registrieren, an coronavirus@sabes.it oder telefonisch von 8:30 bis 12:30 Uhr und von 14:00 bis 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 0471 435 700. Angegeben werden müssen: Namen, Geburtsdatum, Telefonnummer sowie das Einreisedatum und der Ort, aus welchem die Einreise erfolgt.

Ausreise nach Österreich: Strengere Reisebestimmungen für Pendler seit 10. Februar

Personen, die im Zuge des regelmäßigen Pendlerverkehrs nach Österreich einreisen, sind verpflichtet, ihre Einreiseabsicht seit 10.02.201 im Vorfeld unter diesem Link zu registrieren.

Pendler, die regelmäßig zu beruflichen Zwecken oder zur Teilnahme am Schul- und Studienbetrieb, zu familiären Zwecken oder zum Besuch des Lebenspartners einreisen, müssen bei der Einreise nach Österreich seit 10.02.2021 zudem ein ärztliches Zeugnis über ein gültiges negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 oder ein in Österreich ausgestelltes Testergebnis vorlegen. Für Pendler bleiben diese zum Zweck der Einreise für 7 Tage ab Zeitpunkt der Probenahme gültig.

Sollte ein solches nicht vorgewiesen werden können, ist unverzüglich - jedenfalls binnen 24 Stunden nach der Einreise - ein molekularbiologischer Test oder Antigen-Test auf SARS-CoV-2 durchzuführen. Die Registrierung ist für Pendler bis zu 7 Tage lang gültig.

Erst nach Ablauf dieses Zeitraums, oder wenn sich in der Zwischenzeit relevante Daten ändern, muss die Registrierung erneut vorgenommen werden.

Einreise nach Deutschland

Bei der Einreise nach Deutschland aus Risikogebieten besteht ebenfalls die Pflicht zur digitalen Einreiseanmeldung, eine Testpflicht auf das Coronavirus und abhängig von der Regelung des jeweiligen Bundeslandes eine Quarantänepflicht. Weiterführende Informationen zu den Einreisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen in Deutschland finden Sie hier.

Kostenlose Antigen-Tests für Grenzpendler, Studenten und Schüler im Ausland

Das Land Südtirol übernimmt die Kosten für Antigen-Schnelltests für Grenzpendler, Studenten und Schüler im Ausland.

Anspruchsberechtigt sind:

  • alle Studenten und Schüler, die in Südtirol ihren Hauptwohnsitz haben, an einer ausländischen Universität inskribiert sind bzw. eine Schule im Ausland besuchen und an verpflichtenden Präsenzveranstaltungen oder Präsenzprüfungen teilnehmen.
  • Grenzpendler, die in Südtirol ihren Hauptwohnsitz haben und einen unterschriebenen Arbeitsvertrag mit einem Arbeitgeber im Ausland haben, nachweislich zum Arbeitsplatz müssen und weder Smart-Working noch Homeoffice in Anspruch nehmen können.

Antigen-Schnelltests können in einer der auf der Webseite des Südtiroler Sanitätsbetriebs gelisteten Apotheken vorgemerkt und nach Vorlage der Eigenerklärung für Grenzpendler, Schüler und Studenten kostenlos in Anspruch genommen werden (Gültigkeit Antigen-Test 7 Tage ab Zeitpunkt der Probeentnahme).

Fragen und Antworten zur Bewegungsfreiheit in Italien und Europa

Sperrgemeinden - Wie lange ist der Test gültig?

Da Unklarheiten zur Gültigkeit der Testergebnisse aufgetreten sind, präzisiert der Sanitätsbetrieb, dass die Tests für 3 ganze Tage Gültigkeit besitzen, wobei der Tag der Testabnahme für die Dauer der Gültigkeit nicht mitgezählt wird.
Wer z.B. am Montag den Test durchführen lässt, ist ab sofort und für die Tage Dienstag, Mittwoch und Donnerstag bis Mitternacht (24.00 Uhr) gedeckt. In diesem Fall wird ein neues Ergebnis für Freitag benötigt.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb - Datum: 22.02.2021

Darf ich in einer anderen Gemeinde als jener, in der ich wohne, einkaufen gehen?

Bewegungen in andere Gemeinden als jener, in der man wohnt, sind verboten, außer es handelt sich um nachgewiesene Arbeitserfordernisse, Gesundheitsgründen oder Situationen der Notwendigkeit und Dringlichkeit. Einkaufen gehen ist ein zugelassener Grund für eine Bewegung, die im Allgemeinen innerhalb der eigenen Gemeinde erfolgen muss. Falls aber die eigene Gemeinde über Produkte nicht verfügt, die man dringend benötigt, oder falls sie nur über Geschäfte verfügt, die bedeutend höhere Preise als die Geschäfte der angrenzenden Gemeinde haben, ist es zulässig, sich zu diesem Zwecke und mit diesen Einschränkungen in die Nachbargemeinde zu begeben. Die Bewegung muss durch eine Eigenerklärung begründet werden.

Quelle: Generalsekretariat des Landes - Stand: 19.02.2021

Sperrgemeinden - Aus welchem Grund wurden für die Gemeinden Meran, Tirol, Schenna, Schlanders, Partschins, Riffian, St. Pankraz, Moos in Passeier, Mals, Lana, St. Martin in Passeier, Kuens und St. Leonhard in Passeier zusätzliche Maßnahmen erlassen?
Grund dafür ist das Auftreten der hochinfektiösen südafrikanischen Mutante in den genannten Gemeinden. Die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen wurden mit den Verordnungen des Landeshauptmannes Nr. 8 vom 17.02.2021 und Nr. 9 vom 20.02.2021 beschlossen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 22.02.2021

Sperrgemeinden - In welchen Fällen brauche ich ein negatives Testergebnis?
Bei jeder Bewegung in das oder aus dem Gemeindegebiet der betroffenen Gemeinden, die durch nachgewiesene Arbeitserfordernisse, Gesundheitsgründe oder Situationen der Notwendigkeit oder Dringlichkeit begründet sein muss, bedarf es ab 22. bzw. 24. Februar bis zum 7. März 2021 eines negativen Antigen- oder PCR-Tests. Dieser darf nicht älter als 72 Stunden sein. Weitere Infos unter diesem Link

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 19.02.2021

Sperrgemeinden - Wo und wann kann ich mich in den derzeit betroffenen Gemeinden testen lassen?
In den betroffenen Gemeinden wurden Teststationen eingerichtet, die ohne Vormerkung geöffnet sind. Die Liste und Öffnungszeiten finden Sie hier. Weiters können die Tests landesweit bei sehr vielen Haus- und Kinderärztinnen und -ärzten gemacht werden, ebenso in vielen Apotheken sowie in den Teststationen des Sanitätsbetriebes. Die Auflistung der teilnehmenden Haus- und Kinderärztinnen und -ärzten sowie der Apotheken finden Sie auf der Homepage des Sanitätsbetriebes.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 19.02.2021

Sperrgemeinden - Welche Tests werden durchgeführt und wann erfahre ich das Ergebnis?
Bei den Teststationen wird ein Antigen-Schnelltest durchgeführt. Das ist ein Abstrich, der das Vorhandensein des Virus nachweisen kann und innerhalb ca. 15-30 Minuten ein Ergebnis liefert. Falls ein Testergebnis positiv ist, wird ein PCR-Test nachgereicht, der für die Sequenzierung (Bestimmung) des Virustyps nach Zams (A) geschickt wird.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 19.02.2021

Sperrgemeinden - Sind die Tests kostenlos?
Ja, um die Tests kostenlos zu erhalten, muss eine Eigenerklärung ausgefüllt werden, welche die Notwendigkeit der Bewegung außerhalb der Gemeinde bestätigt. Diese steht unter der Seite des Zivilschutzes/Coronavirus als Download bereit.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 19.02.2021

Sperrgemeinden - Ist es erlaubt, ohne Test durch eine der Gemeinden durchzufahren?
Ja, die Durchfahrt durch die Gebiete der betreffenden Gemeinden ist ohne Test erlaubt, falls sie notwendig ist, um andere Gebiete zu erreichen, die nicht diesen Bewegungseinschränkungen unterliegen. Allerdings gilt es, die allgemeine Eigenerklärung „Personenbewegung“ mit sich zu führen. Download

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 19.02.2021

Sperrgemeinden - Wie oft muss ich den Test wiederholen?
Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein, deshalb muss nach Ablauf ein neuer Abstrich durchgeführt werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 19.02.2021

Sperrgemeinden - Gibt es Personenkategorien, die von der Testpflicht ausgenommen sind, wenn sie aus nachgewiesenen Arbeitserfordernisse aus dem oder in das Gemeindegebiet bewegen müssen?
Das Personal des Bereichs Gesundheit, des sozial-gesundheitlichen Bereichs, der Sozialdienste, des Rettungsdienstes, der Ordnungskräfte und die Militärangehörigen, die im Landesgebiet ihren Dienst leisten, sind von der Pflicht der Vorlegung des Tests befreit, ebenso Kinder unter 6 Jahren.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 19.02.2021