FAQ - Fragen und Antworten

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Fragen und Antworten

[Gesundheit, Prävention und Behandlung]
Kann man das Haus verlassen, wenn man unter Quarantäne gestellt ist?

Nein. Wenn man unter Quarantäne gestellt oder positiv auf das Virus getestet ist, gilt ein absolutes Verbot, das Haus zu verlassen.

Quelle: Regierung Italien, Ministerrat (Übersetzung Agentur für Bevölkerungsschutz in Zusammenarbeit mit dem Amt für Sprachangelegenheiten) - Stand: 31.03.2020

[Familie, Alltag, Sport und Freizeit]
Wie entsorge ich den Hausmüll?

Haushalte mit Personen in häuslicher Isolation oder positiv getesteten Personen:

  • Den im Haushalt anfallenden Müll nicht mehr trennen
  • Zwei oder drei reißfeste Säcke (übereinander) in einem Behälter (möglichst mit Pedal) verwenden
  • Alle Abfälle (Plastik, Glas, Papier, Kompostierbares, Metall, Restmüll) sind als Restmüll zu entsorgen
  • Auch Papiertaschentücher oder Küchenrollen, Atemmasken, Handschuhe und Einwegbetttücher im Restmüllbehälter entsorgen
  • Die Abfallsäcke sind mit Bändern oder Klebestreifen fest zu verschließen, ohne die Säcke zusammenzudrücken oder zu beschädigen. Es sind dabei Wegwerfhandschuhe zu verwenden.
  • Nach dem Verschließen der Abfallsäcke die dabei verwendeten Einweghandschuhe in neue Abfallsäcke (zwei bis drei reißfeste Säcke übereinander) werfen. Unmittelbar danach die Hände gründlich waschen
  • Die Abfälle täglich entsorgen
  • Haustiere sollen keinen Zutritt zu dem Raum haben, in dem sich die Abfallsäcke befinden
Haushalte ohne positiv getestete Personen oder Personen in häuslicher Isolation:
  • Die Mülltrennung wie gewohnt fortführen
  • Bei Erkältung Papiertaschentücher verwenden und diese im Restmüll entsorgen
  • Benutzte Atemmasken und Handschuhe im Restmüll entsorgen
  • Für den Restmüll zwei bis drei übereinander gestülpte reißfeste Säcke im gewohnten Müllbehälter verwenden
  • Müllsäcke gut verschließen
  • Müllsäcke in der für den Restmüll üblichen Weise entsorgen

Quelle: Italienisches Institut für das Gesundheitswesen (Übersetzung Agentur für Bevölkerungsschutz) - Stand: 14.03.2020

[Gesundheit, Prävention und Behandlung]
Gibt es Beschränkungen für einen Ortswechsel für Personen, die Symptome einer Atemwegsinfektion und Fieber über 37,5 haben?

Ja. In diesem Fall muss man zu Hause bleiben, sich mit dem eigenen Hausarzt in Verbindung setzen und den Kontakt mit anderen Personen so weit wie möglich einschränken.

Quelle: Regierung Italien, Ministerrat (Übersetzung Agentur für Bevölkerungsschutz in Zusammenarbeit mit dem Amt für Sprachangelegenheiten) - Stand: 31.03.2020

[Betriebe, Arbeitgeber und Arbeitnehmer]
Welche Rolle hat der zuständige Arzt/die zuständige Ärztin und wie muss die sanitäre Überwachung bezüglich der Ausbreitung des COVID–19 erfolgen?

Der Arbeitgeber/Die Arbeitgeberin muss nicht nur den Arbeitnehmern/den Arbeitnehmerinnen zur Verfügung stehen, um dieselben über den epidemologischen Notstand und über die entsprechenden Vorsichtmaßnahmen zu informieren, sondern es ist auch wichtig, dass im Sinne der Vorbeugung eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin und dem zuständigen Arzt/der zuständigen Ärztin gewährleistet wird. Dies mit besonderer Berücksichtigung jener Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen, welche aus Arbeitsgründen Außendienste im In- oder Ausland oder in Ländern oder Situationen, welche von Fall zu Fall von den zuständigen Behörden als Risiko eingestuft werden, durchführen müssen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb und Agentur für Bevölkerungsschutz - Stand: 13.03.2020

[Betriebe, Arbeitgeber und Arbeitnehmer]
Muss der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin zwangsläufig die Bewertung des Risikos aufgrund der Ausbreitung des COVID–19 aktualisieren?

Der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin muss den Arbeitnehmern/den Arbeitnehmerinnen die nötigen Informationen bereitstellen, auch mittels Ausarbeitung von Infoblättern (oder Broschüren bereitstellen, wie jene Broschüre, welche vom Gesundheitsministerium und vom ISS (Istituto Superiore della Sanitá) ausgearbeitet worden ist, welche die 11 Hygiene- und Verhaltensregeln aufzeigt, die einzuhalten sind, um der Verbreitung des Virus entgegenzuwirken) und all jene notwendigen Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Menschenansammlungen und/oder Situationen, in welchen ein mögliches Ansteckungsrisiko besteht, vorzubeugen. Das Dokument über die Risikobewertung muss nur für jene spezifischen Risiken aktualisiert werden, welche sich auf die Besonderheit der Ausübung der Arbeitstätigkeit beziehen oder falls für den Arbeitgeber/die Arbeitgeberin eine Ansteckungsgefahr durch das COVID-19, welche zusätzlich und höher als für die Allgemeinheit ist, besteht. Andernfalls ist es notwendig, dass die bereits bekannten Vorsichtsmaßnahmen des Gesundheitsministeriums angewandt und der Besonderheit der Arbeitsräumlichkeiten und der Arbeitstätigkeit angepasst werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb und Agentur für Bevölkerungsschutz - Stand: 13.03.2020

[Betriebe, Arbeitgeber und Arbeitnehmer]
Welche die Präventivmaßnahmen sollten die Arbeitgeber/die Arbeitgeberinnen ergreifen, um ihren Beitrag für die Lösung des Problems der öffentlichen Gesundheit zu leisten?

 

  • eine angemessene Information ist zu gewährleisten, indem die Hygiene- und Verhaltensregeln des Ministeriums verbreitet werden und korrekte Informationen mit spezifischem Verweis auf zuverlässige Quellen und in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Arzt gegeben werden.
  • eine angemessene Reinigung der Räume ist zu gewährleisten.
  • gründliches und häufiges Händewaschen ist zu begünstigen, indem man Seife und alles Weitere, was für dessen gute Durchführung notwendig ist, zu Verfügung stellt.
  • Es sind Menschenansammlungen oder der Aufenthalt von mehreren Personen in geschlossenen Räumen, wo es nicht möglich ist, einen angemessenen Abstand zwischen den Personen zu gewährleisten und um Situationen von „Angesicht zu Angesicht“ zu unterbinden, zu vermeiden.
  • Eine korrekte Information/Ausbildung insbesondere hinsichtlich der Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen im Außendienst oder jener/jene, die in einer Außenstelle einer Produktionseinheit in Italien, in China oder in einer anderen geografischen Zone, die als Risikozone ausgewiesen ist, arbeiten.

 

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb und Agentur für Bevölkerungsschutz - Stand: 13.03.2020

[Betriebe, Arbeitgeber und Arbeitnehmer]
Was geschieht, wenn ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin positiv getestet wird? Wer verständigt den Betrieb? Wie muss man sich verhalten?

Der Dienst für Hygiene des Sanitätsbetriebes kontaktiert den Betrieb und liefert alle nützlichen Anweisungen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb und Agentur für Bevölkerungsschutz - Stand: 13.03.2020

[Betriebe, Arbeitgeber und Arbeitnehmer]
Ein Arbeitnehmer/Eine Arbeitnehmerin ohne Symptome hat engen Kontakt mit einem COVID-19-Fall gehabt. Was muss der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin tun?

Der Arbeitnehmer/Die Arbeitnehmerin, der/den engen Kontakt mit COVID-19-Fällen gehabt hat, ist normalerweise dem Sanitätsbetrieb bereits gemeldet und in Quarantäne. Der Arbeitnehmer/Die Arbeitnehmerin erhält eine Bescheinigung des Dienstes für Hygiene, der auch eine Kopie an den Hausarzt schickt. Der Hausarzt teilt dies dann dem INPS mit. Es sind keine besonderen Schutzmaßnahmen für jene vorgesehen, die sich am selben Ort mit asymptomatischen Personen aufgehalten oder gearbeitet haben.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb und Agentur für Bevölkerungsschutz - Stand: 13.03.2020

[Betriebe, Arbeitgeber und Arbeitnehmer]
Nimmt der Arbeitsnehmer/die Arbeitnehmerin, die in häuslicher Isolation bleiben muss, Wartestand/Urlaub oder ist man krankgeschrieben?

Der Arbeitsnehmer/Die Arbeitnehmerin in häuslicher Isolation muss den eigenen Hausarzt kontaktieren für die Ausstellung des ärztlichen Zeugnisses (verpflichtende oder freiwillige Quarantäne, freiwillige Isolation, aktive Überwachung etc.). Der Hausarzt übermittelt dieses Zertifikat an die INPS.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb und Agentur für Bevölkerungsschutz - Stand: 13.03.2020

[Bildung, Kunst und Kultur]
Ist die Teilnahme am Fernunterricht verpflichtend?
Ja, die Teilnahme am Fernunterricht ist für die Schüler*innen verpflichtend, auch wenn diese in Quarantäne, aber nicht krank sind. Wenn Schüler*innen nicht am Fernunterricht teilnehmen, so ist eine Entschuldigung vonseiten der Eltern/Erziehungsverantwortichen (wie bei jeder Abwesenheit im Präsenzunterricht) erforderlich.