Südtirol impft - GEMEINSAM GEGEN CORONA - JETZT ALLE

Südtirol impft

Am 27. Dezember 2020 ist die Impfung gegen das Sars-CoV-2-Virus in den meisten europäischen Ländern angelaufen, so auch in Südtirol. Es wird laufend geimpft. Der staatliche Impfplan sieht zunächst die Impfung des Gesundheitspersonals in öffentlichen und privaten Einrichtungen, der Haus- und Kinderärzte, des Personals und der Bewohner der Alten- und Pflegeheime und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsorganisationen vor. Auch das Personal der Sozialeinrichtungen und die Über-80-Jährigen, die nicht in Heimen untergebracht sind, gehören zu den ersten Kategorien, die geimpft werden. Südtirol verstärkt seinen Einsatz und seine Ressourcen, um möglichst viele Menschen in kurzer Zeit impfen zu können.

Der Impfstoff, der derzeit zum Einsatz kommt, wurde von den Firmen BioNTech und Pfizer entwickelt. Es handelt sich um einen Impfstoff, der mit einer sogenannten Boten-RNA, auch mRNA genannt, funktioniert: das ist ein Molekül, welches in der Lage ist, jenes Spike-Protein zu produzieren, mit welchem das Virus den Menschen infiziert. Dadurch kann das Immunsystem Antikörper dagegen bilden. Wenn also eine geimpfte Person mit dem SARS-CoV-2-Virus in Kontakt kommt, blockieren die Antikörper das Spike-Protein und verhindern somit sein Eindringen in die Zellen. Der zweite Impfstoff, welcher zugelassen worden ist, stammt von der Firma Moderna und wirkt nach demselben Prinzip.

Die Impfstoffe Pfizer BioNTech und Moderna im Vergleich:

FragePfizer BioNTechModerna
Um was für einen Impfstoff-Typ handelt es sich? mRNA: Es wird eine Boten-RNA gespritzt. Daraus werden Proteine gebildet, die die Antikörperbildung anregen. mRNA: Es wird eine Boten-RNA gespritzt. Daraus werden Proteine gebildet, die die Antikörperbildung anregen.
In welchem zeitlichen Abstand werden die zwei Dosen verabreicht? 21 Tage 28 Tage
Ab wann ist eine vollständige Immunisierung erreicht? ca. 1 Woche nach der zweiten Dosis ca. 2 Wochen nach der zweiten Dosis
Bei welcher Temperatur muss der Impfstoff gelagert werden? bei ca. -75 Grad. Nach dem Auftauen muss der Impfstoff innerhalb 5 Tagen aufgebraucht werden. bei ca. -15 bis -25 Grad. Er bleibt aber ungeöffnet bei 2 bis 8 Grad noch für 30 Tage stabil.
Muss der Impfstoff verdünnt werden? Ja. Aus einem Fläschchen erhält man 6 Impfdosen. Nein. Der Impfstoff wird ohne Verdünnung verimpft.
Wie hoch ist die Wirksamkeit? 95 Prozent 95 Prozent
Ab welchem Alter wird geimpft? 16 Jahre 18 Jahre

Die Impfung der über 80-jährigen Personen wurde sofort auf den Weg gebracht, als Südtirol dafür vom Staat die Erlaubnis erhalten hat. Die Impfung dieser rund 33.000 Personen hat schon begonnen und wird in den nächsten Wochen fortgesetzt. Die Planung der Impftermine hängt auch von den Lieferungen des Impfstoffes ab. Geimpft wird derzeit hauptsächlich in den Impfzentren der Krankenhäuser.

Die Impfung der über 80-jährigen Personen wird von den Gesundheitsbezirken organisiert. Wer nicht gleich einen Impftermin bekommt, wird auf eine Warteliste gesetzt.

Bitte haben Sie etwas Geduld: Alle interessierten Personen werden die Impfung bekommen!

Unter den folgenden Telefonnummern können Impftermine vorgemerkt werden:

Bozen:

0471 457457 (Montag-Freitag, 8-16 Uhr)

0471 100999 (Montag-Freitag, 8-18 Uhr, Samstag 8-16 Uhr)

Meran:

0473 264000 (Montag-Freitag, 8-18 Uhr)

Schlanders:

0473 735160 (Montag-Freitag, 8-16 Uhr)

Brixen:

0472 250400 (Montag-Freitag, 8-16 Uhr)

Bruneck:

0474 581040 (Montag-Freitag, 8-16 Uhr)

0474 581014 (Montag-Freitag, 8-16 Uhr)

0474 581044 (Montag-Freitag, 8-16 Uhr)

 

Einheitliche Vormerkungsstelle Prävention:

0472 973850 (Montag-Samstag, 8-16 Uhr)

Häufig gestellte Fragen

Welche Impfstoffe stehen zur Verfügung?

Zur Zeit steht in Italien der Impfstoff der Firma Pfizer BioNTech zur Verfügung. Auch der Impfstoff der Firma Moderna ist zugelassen worden; er ist aber noch nicht geliefert worden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 12.01.2021

Was ist das für ein Impfstoff, der jetzt zum Einsatz kommt?

Der Impfstoff heißt Covid-19 mRNA BNT162b2 (Comirnaty). Er wurde von den Firmen Pfizer und BioNTech entwickelt. Hier finden Sie den Beipacktext.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Wie wirkt dieser Impfstoff?

Das SARS-CoV-2-Virus infiziert die Menschen durch ein Protein namens Spike, das wie ein Schlüssel funktioniert. Es ermöglicht dem Virus, in die Zellen einzudringen, wo sie sich dann vermehren. Der Impfstoff enthält ein Molekül namens mRNA, welches in der Lage ist, dieses Protein zu produzieren. Dadurch kann das Immunsystem Antikörper dagegen bilden. Wenn also eine geimpfte Person mit dem SARS-CoV-2-Virus in Kontakt kommt, blockieren die Antikörper das Spike-Protein und verhindern somit sein Eindringen in die Zellen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Warum soll man sich impfen lassen?

Covid-19 ist eine Krankheit, die zu schweren Komplikationen führen kann. Wer sich impfen lässt, schützt sich selbst und seine Mitmenschen vor einer Ansteckung. Das Immunsystem wird so gestärkt, dass es einer Infektion standhalten kann.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Könnte diese Impfung auch Covid-19 auslösen?

Nein, denn es handelt sich nicht um einen Lebendimpfstoff. Durch die Impfung erhält der Körper einen Code, der ihm hilft, das Virus zu erkennen und zu bekämpfen. Die mRNA des Impfstoffes baut sich innerhalb weniger Tage auf natürliche Weise ab. Die Impfung enthält also nicht das Virus, sondern nur einen kleinen Teil davon.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Verändert der Impfstoff die DNA?

Abgesehen davon, dass die Boten-RNA nicht die "Anweisung" hat, die DNA zu verändern, dringt dieses gar nicht in den Zellkern ein, wo das menschliche Genom enthalten wäre, also ist es unmöglich, die DNA zu verändern. Außerdem baut sich die Boten-RNA, sobald sie ihre "Aufgabe" erledigt hat, innerhalb weniger Tage ab.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 11.01.2021

Wie wird die Impfung verabreicht?

Die Impfung wird zuerst verdünnt und dann durch eine Injektion in den Oberarm verabreicht.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Wer führt die Impfung durch?

Die Verabreichung muss auf jeden Fall durch geschultes ärztliches und pflegerisches Personal erfolgen. Der Impfstoff wird so verdünnt, dass aus einer Gabe sechs Dosen werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Wie oft muss geimpft werden?

Bei diesem Impfstoff wird man zweimal im Abstand von 21 Tagen geimpft. Etwa eine Woche nach der zweiten Dosis ist der volle Impfschutz erreicht. Bei den Impfstoffen der anderen Hersteller könnte der Ablauf anders sein.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Wie lange hält der Impfschutz an?

Da der Impfstoff neu ist, konnte die Dauer des Impfschutzes noch nicht über lange Zeit überprüft werden. Man geht davon aus, dass die Impfung wie bei anderen Impfungen gegen Coronaviren etwa 9-12 Monate lang einen wirksamen Schutz vor einer Infektion bietet.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Ist die Impfung verpflichtend?

Nein, die Teilnahme ist freiwillig.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Wieviel kostet die Impfung?

Die Impfung ist kostenlos.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Wer wird zuerst geimpft?

Den Vorrang bei den Impfungen hat besonders exponiertes Gesundheitspersonal, Haus- und Kinderärzte, Personal in den Altenheimen, Bewohner der Altenheime und Langzeitpflege-Einrichtungen, über 80-jährige Personen und Mitarbeiter der Rettungskette. Es werden nicht alle zum selben Zeitpunkt geimpft, sondern die Impfung läuft über einen längeren Zeitraum.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Welche Personen sollen nicht geimpft werden?

Vorläufig ist die Impfung nicht für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren und für Menschen mit Vorerkrankungen, die nicht stabil sind, vorgesehen. Kranke Menschen und schwangere Frauen sollen sich vor der Impfung auf jeden Fall ärztlich beraten lassen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Können stillende Frauen sich impfen lassen?

Nein, der Impfstoff wird Frauen in der Stillzeit nicht verabreicht.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 12.01.2021

Soll man vor der Impfung einen Antikörpertest machen, um zu entscheiden, ob man sich impfen lassen soll?

Nein, das ist nicht vorgesehen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 12.01.2021

Sollen sich Menschen mit chronischen Erkrankungen, Diabetes, Tumoren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen impfen lassen?

Genau bei diesen Personen ist das Risiko einer schweren Komplikation im Falle einer Covid-19-Erkrankung besonders groß, deshalb werden sie bei der Impfung auch anderen Personengruppen vorgezogen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Sollen sich immungeschwächte Menschen oder Menschen mit Autoimmunerkrankungen impfen lassen?

Immungeschwächte Personen und solche mit Autoimmunerkrankungen, bei denen es keine Kontraindikationen gibt, können sich impfen lassen. Eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin ist auf jeden Fall notwendig.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Sollen Menschen, die unter Allergien leiden, sich impfen lassen?

Wie bei jeder Impfung sollen Menschen, die unter Allergien leiden, sich bezüglich der Impfung mit ihrem behandelnden Arzt/ihrer behandelnden Ärztin beraten. Menschen, die eine Allergie gegen die im Impfstoff enthaltenen Substanzen haben, müssen sich vor der Impfung unbedingt ärztlich beraten lassen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 08.01.2021

Birgt die Impfung gegen Sars-CoV-2 ein Risiko für Personen, die an Zöliakie leiden?

Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise, dass bei Menschen, die an Zöliakie leiden, im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein höheres Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen durch die Impfung gegen Sars-CoV-2 besteht. Für sie gelten dieselben Empfehlungen der Gesundheitsbehörden wie für die Bevölkerung im Allgemeinen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 12.01.2021

Bitte befolgen Sie weiterhin folgende Empfehlungen:

Mund und & Nase bedecken

Mund & Nase bedecken

Abstand halten

Abstand halten

Hände waschen

Hände waschen