Testverfahren

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat die Testkapazität erhöht. Dazu werden  PCR-Test (Nasen-Rachen-Abstrich) auch Antigentests, serologische Tests und umfangreiche Schnelltests durchgeführt.

Welche Testverfahren gibt es?

PCR-Test

Beim PCR-Test wird ein Rachen-Nasen-Abstrich ausgewertet, der den Nachweis des Virus ermöglicht und das zuverlässigste Ergebnis liefert. Man erfährt es in der Regel ein bis zwei Tage nach dem Test.

Antigen-Schnelltest

Der Antigen-Schnelltest ist ein Abstrich aus Nase oder Rachen, welcher sofort mittels eines Test-Kits ausgewertet werden kann. Für asymptomatische enge Kontakte einer positiv getesteten Person genügt ein Antigentest, um aus der Quarantäne entlassen zu werden. Dieser Test wird von einigen Ärztinnen und Ärzten für Allgemeinmedizin und einigen Apotheken angeboten.

Hier finden Sie:

Serologischer Test

Bei den serologischen Tests handelt es sich um Untersuchungen des Blutes. Sie ermöglichen es, Antikörper zu identifizieren, die nach Kontakt mit dem Virus gebildet werden.

Schnelltest

Auch die sog. Schnelltests zeigen das Vorhandensein von Antikörpern an. Im Unterschied zu den serologischen Tests, die im Labor durchgeführt werden und normalerweise auch die Konzentration der Antikörper angeben, zeigen die sog. Schnelltests nur an, ob Antikörper gebildet wurden (positives Ergebnis) oder nicht (negatives Ergebnis).

Die Entwicklung der serologischen Tests verläuft weltweit derzeit rasant; es gibt sehr viele unterschiedliche Produkte und Qualitätsstufen. Viele im Internet oder anderweitig angebotene Schnelltests können unzuverlässige Ergebnisse über das Vorhandensein von Antikörpern gegen Covid-19 geben, weil sie den Antikörpern anderer Erkrankungen sehr ähnlich sind (z.B. Corona-Erkältungsviren).

Das Vorhandensein von Antikörpern bedeutet bei den gängigen Schnelltests derzeit nicht, dass die betroffene Person gegen die Krankheit immun ist.

Schnelltests in Südtirol: die Phase 2

Das landesweite Screeningprogramm mit Antigen-Schnelltests in ganz Südtirol wurde am 25. November 2020 abgeschlossen. 362.050 Personen haben daran teilgenommen. Nun folgt die Phase 2: Mit einem Frühwarnsystem will der Südtiroler Sanitätsbetrieb die Coronavirus-Infektionen in Südtirol unter Kontrolle halten. Es fusst auf drei Säulen mit stichprobenartigen Tests, Contact-Tracing und einem Ad-Hoc-Screening-Programm. Im Detail sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • wöchentliche, freiwillige Tests an rund 4.000 Personen (repräsentative Stichprobe);
  • wöchentliche, freiwillige Testung von 900 Personen im Schulbereich;
  • Ad-Hoc-Screening, wenn in bestimmten Gebieten oder Teilen der Gesellschaft ein höheres Infektionsaufkommen - also ein sog. "hotspot" - auftritt, etwa in stark betroffenen Gemeinden, Unternehmen, Schulen usw.;
  • Überwachung der Infektionsentwicklung ("Contact-Tracing") in den Gemeinden Südtirols anhand mehrerer Indikatoren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite Coronatest Südtirol.

Für weitere Fragen

Bitte wenden Sie sich für weitere Fragen an Ihren Hausarzt oder an den Südtiroler Sanitätsbetrieb.