Zivilschutzstatus

Auskunft über die Lage in Südtirol in Bezug auf den Zivilschutz und über den Grad der Aktivierung der Zivilschutz-Institutionen gibt der so genannte Zivilschutzstatus. Zur Beschreibung des Zivilschutzstatus wird auf eine standardisierte vierstufige Skala zurückgegriffen, der – um eine rasche Orientierung zu ermöglichen – jeweils eine Farbe zugeordnet wird.

ZERO (grün)
ZERO (grün) kennzeichnet den Normalzustand
Es ist demnach kein aus Sicht des Zivilschutzes relevantes Ereignis im Gange. Alles, was aktuell passiert, kann mit den Mitteln des normalen Tagesgeschäftes bewältigt werden, Auswirkungen auf die Bevölkerung gibt es keine.
ALFA (gelb)
ALFA (gelb) steht für die Aufmerksamkeitsstufe
Ein aus Sicht des Zivilschutzes relevantes Ereignis steht bevor und erfordert eine eingehende Beobachtung. Alle Beteiligten werden vorgewarnt und können die notwendigen Vorkehrungen treffen. Auch die Bevölkerung wird auf das bevorstehende Ereignis aufmerksam gemacht, damit es sie nicht unvorbereitet trifft.
BRAVO (orange)
BRAVO (orange) kennzeichnet einen Voralarm
Ein für den Zivilschutz relevantes Ereignis ist eingetreten, die Einsatzkräfte sind auf den Plan gerufen, alle Behörden im Zivilschutzsystem informiert. Der Voralarm wird ausgelöst, wenn ein Ereignis die Bevölkerung betrifft und einen koordinierten Einsatz erfordert, trotzdem aber als konventionelle Notfallsituation angesehen wird. Das Landeswarnzentrum und die Einsatzzentralen halten Kontakt mit dem betroffenen Gebiet und setzen alle nötigen Maßnahmen, um die Gefahr für Gebiet und Bevölkerung einzudämmen.
CHARLIE (rot)
CHARLIE (rot) steht für die Alarmstufe
Eine Notlage ist aufgetreten, die betroffenen Zivilschutzzentren sind aktiviert, ein Katastrophenfall ist möglich. Es handelt sich demnach um eine Krise, die nicht nur große Gebiete erfasst hat, sondern sich stetig intensiviert. Um die Lage in den Griff zu bekommen, wird eine einheitliche Leitstelle aktiviert, in der die Fäden aller Einsätze zusammenlaufen und von wo aus alle Maßnahmen koordiniert werden. Je nach betroffenem Gebiet kann dies eine Gemeinde-, eine Bezirks- oder die Landesleitstelle sein.

Das Vorgehen auf allen vier Stufen ist genauestens geplant, alle zu setzenden Maßnahmen schon in Nicht-Krisenzeiten festgelegt und auch entsprechend geübt worden, damit das Zusammenspiel aller Einsatzkräfte im Notfall reibungslos klappt.