Winterdienst

Um auch im Winter die größtmögliche Verkehrssicherheit zu garantieren, werden die notwendigen vorbeugenden Maßnahmen gegen Glatteisbildung und die Schneeräumung auf dem zugewiesenen Straßennetz durchgeführt. Der Sicherheitsgrad, mit dem ein Fahrzeug eine Straße befährt ist umso größer, je höher der Reibungskoeffizient zwischen den Reifen des Fahrzeugs und der Fahrbahn ist. Der Reibungskoeffizient beeinflusst sowohl den Vortrieb als auch den Bremsweg und die Straßenlage des Fahrzeugs.

Vorbeugungen gegen Glatteisbildung werden bei vorhergesagtem oder bei beginnendem Schneefall, bei Anwesenheit von Wasser auf der Straße (Regen, hohe relative Luftfeuchtigkeit) und gleichzeitigem Temperaturabfall durchgeführt. Die Maßnahme besteht in einer dosierten Salzstreuung oder der Streuung einer Mischung aus Salz und Splitt auf den Straßenbelag. Bei schlechten Wettervorhersagen wird der Bereitschaftsdienst oder die Hauptstraßenwärter zur Kontrolle des Zustandes des Straßenbelags vorgewarnt. Der Winterdienst wird vorwiegend mit den spezifischen Geräten und Fahrzeugen, die in den verschiedenen Stützpunkten zur Verfügung stehen, bei Tagesanbruch durchgeführt (aber auch in den Abendstunden).

Das Netz umfasst Straßen auf einer Höhe von 200 m bis über 2.000 m über dem Meerespiegel.
Die Techniker des Straßendienstes sind in Bereitschaft, um den Winterdienst und die Überwachung zu gewährleisten.

Die Wettervorhersage gibt eine erste Information über die mögliche Wetterverschlechterung, aber der menschliche Einsatz ist unersetzbar: Jede Nacht, besonders wenn das Risiko eines Schneefalles konkret ist, kontrollieren die Straßenwärter im Bereitschaftsdienst persönlich die Lage. Manchmal wird unabhängig oder unmittelbar vor dem Schneefall gestreut, um die Gefahr von Glatteis zu vermindern.
Wenn aber die Schneedecke auf der Fahrbahn eine Höhe von ungefähr 7 cm erreicht hat, starten die Räumungsfahrzeuge (Trägerfahrzeuge mit angebautem Pflug). Nach der Räumung bei höheren Schneemengen, kommen auch die Seitenfräsen zum Einsatz, um die frei gemachte Spur zu verbreitern.
Bei Schneehöhen über 50 cm und bei Schneeverwehungen im freien Gelände kommen die großen Schneefräsen zum Einsatz.
Die größte Gefahr nach der Räumung sind Schneeglätte, Eisglätte usw. Um sie zu vermindern, wird Salz gestreut (Natrium-Chlorid = Kochsalz). Salz bewirkt durch eine physikalisch-chemische Umwandlung von Eis/ Schnee in Wasser eine dauerhafte Beseitigung der Glätte. Die neuen Streugeräte ermöglichen eine Optimierung der Streubreite und der Salz-Dosierung je nach Straßenbreite, Temperatur und Verkehrsaufkommen. Auf Bergstraßen, um vorübergehend die Griffigkeit der Fahrbahnoberfläche zu verbessern, wird eine Mischung von Splitt und Salz gestreut.

Die Verkehrsteilnehmer dürfen ihrerseits aber nicht vergessen, dass ihr Auto bei einer Vollbremsung aus 50 km/h auf eisglatter Fahrbahn erst nach zirka 100 Meter, bei Schnee erst nach etwa 37 Meter steht!

Also runter mit dem Fuß vom Gaspedal, Sicherheitsabstand anpassen und auf Winterreifen und Ketten nicht verzichten: es geht um die eigene Sicherheit.