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Zuglärm
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Der Zuglärm hat durch den kontinuierlichen Anstieg des Verkehrsaufkommens stetig zugenommen und gehört mittlerweile zu den größten Umweltproblemen in den dicht besiedelten Gebieten. Lärmmessungen entlang der Strecke Salurn - Brenner ergeben vor allem in den Nachtstunden deutliche Grenzwertüberschreitungen. Der Grund liegt darin, dass vor allem in der Nacht viele Güterzüge fahren, die deutlich mehr Lärm produzieren als Passagierzüge. Weiters hängt der Zuglärm auch von der gefahrenen Geschwindigkeit, dem Unterbau und der Schiene ab.
Mit dem Dekret des Präsidenten der Republik 18.11.1998, Nr. 459 wurden 1998 in Italien die Grenzwerte für Züge festgelegt und mit dem Ministerialdekret vom 29.11.2000 die entsprechende Sanierungspläne vorgeschrieben. Zuständig ist laut diesen Gesetzen der Betreiber und somit die Gesellschaft RFI (Rete Ferroviaria Italiana).
Um diese Sanierung voranzutreiben hat die Landesregierung im September 2003 ein Einvernehmensprotokoll mit RFI abgeschlossen. Anhand einer durch objektive Kriterien erstellten Prioritätenliste sind diezu sanierenden Zonen ausgewählt worden.
Das Sanierungsprogramm ist im Februar 2008 gestartet: in den Gemeinden Leifers, Kurtinig, Klausen, Brixen, Franzensfeste, Wiesen-Pfitsch (Sterzing) und Gossensass (Brenner) wurden Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von 7,8 km errichtet.
Für die Errichtung der Lärmschutzwände entlang der Schiene wurden € 12.000.000 bereitgestellt. Dabei werden 2 Millionen Euro vom Land Südtirol und 10 Millionen Euro von der RFI bezahlt.
Im Jahr 2010 wurde ein weiteres Einvernehmensprotokoll zwischen der Autonomen Provinz Bozen und der RFI unterzeichnet. Alle Kosten für die Verwirklichung der Eingriffe sind folgendermaßen aufgeteilt: 20% die Landesverwaltung und 80 % die RFI.
Mit der neuen Zweckbindungug sind die im Einvernehmensprotokoll 2003 vorgesehenen Arbeiten abgeschlossen und ist die Lärmschutzwand in der Gemeinde Sterzing/Maibad errichtet worden.
Aufgrund der finanziellen Notlage können die Sanierungsarbeiten nicht fertig gestellt werden, deshalb bleibt das Abkommen bis zur Bereitstellung neuer Gelder eingefroren.
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