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Bestimmung von Insekten und Milben von sanitärem Interesse

Messingkäfer, Hundezecke und Katzenfloh (Quelle: Landesagentur für Umwelt, Autor: Veronika Kofler, 2009)

Zahlreiche Arten kleiner, tierischer Organismen können die Lebensmittelvorräte in unseren Wohnungen befallen. Meist handelt es sich um Vertreter von Käfern oder Schmetterlingen. Auch sonst kann man auf Mitbewohner stoßen, die fast jeder kennt, aber niemand haben will: das Silberfischchen im Bad, die Kleidermotte im Schlafzimmer oder die Hausgrille in der Vorratskammer. Einige dieser Mitbewohner sind einfach nur lästig, vor manchen ekeln wir uns auch. Wenige sind sogar nützlich, wie z.B. der Marienkäfer, der Blattläuse vertilgt. Es gibt jedoch auch Vertreter, die gesundheitsschädlich sind.

Das Erkennen des Ungeziefers steht an erster Stelle, bevor man sich für eine Bekämpfungsstrategie entscheidet. Doch vor der Bekämpfung liegen vorbeugende Maßnahmen, die weit weniger Geld und Mühe kosten. Wissen über die Ernährung, die Fortpflanzung und die bevorzugten Aufenthaltsorte eines unliebsamen Mitbewohners hilft, die passenden Gegenmaßnahmen zu wählen. Bevor man zur „chemischen Keule" greift, die nicht nur dem Schädling schadet, sollte man sich über Alternativen informieren (z.B. Vorratsschutz oder Hygienemaßnahmen). Insekten können auf die menschliche Psyche negativ wirken. Krankhafte Insektenfurcht jedoch führt zu übertriebenen Reaktionen, unter anderem zu unüberlegter Anwendung von Pestiziden, auch wenn sich nur ein harmloses Käferchen in die Wohnung verirrt.

Das Biologische Labor führt seit vielen Jahren Bestimmungen von Insekten und Milben von sanitärem Interesse durch. Das Spektrum der untersuchten Tiere umfasst Blutsauger (Zecken, Milben, Wanzen, Flöhe), Läuse, Vorratsschädlinge und andere unliebsame Hausbewohner (verschiedene Käferarten, Schaben,...)

Für eine taxonomische Bestimmung müssen mindestens 10 intakte Organismen in einem geschlossenen Behälter eingesammelt werden. Außerdem muss das Antragsformular in allen Einzelheiten ausgefüllt und gemeinsam mit der Probe im Biologischen Labor (Unterbergstraße 2, Leifers) abgegeben werden.

Bohrrüssler und Getreideplattkäfer (Quelle: Landesagentur für Umwelt, Autor: Veronika Kofler, 2009)

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