Hauptinhalt

Ahr

Geomorphologische Beschreibung

Ahr oberhalb Prettau (Quelle: Landesagentur für Umwelt)

Mit einer Länge von rund 50 km und einem Einzugsgebiet von 629 km² ist die Ahr der größte Zufluss der Rienz. Die höchste Erhebung im Ahrntal liegt auf 3498 m (Dreiherrenspitz), die Mündung befindet sich hingegen auf 810 m in Bruneck. Die bedeutendsten Zuflüsse der Ahr sind der Reinbach und der Mühlwalder Bach, die in eigenen Kapiteln beschrieben werden.

Im Einzugsgebiet der Ahr dominieren aus geologischer Sicht Zentralgneise und Schiefer des Tauernfensters im hinteren Talbereich sowie Paragneise und Granitgneise im äußeren Talbereich. Im Oberlauf durchfließt die Ahr bei starkem Gefälle das gleichnamige Ahrntal, im Unterlauf entwässert sie hingegen in einer weiten Talsohle das Tauferer Tal.

Zurzeit befinden sich an der Ahr vor allem im Oberlauf und an den Zuflüssen zahlreiche kleine und mittelgroße Ableitungen zur Stromerzeugung. Die wichtigsten Ortschaften im Tauferer-Ahrntal sind St. Jakob, Luttach, Sand in Taufers, Mühlen und Gais. Die meisten ihrer Abwässer werden durch die Abwasserreinigungsanlage Tobl entsorgt.

Biologische Gewässergüte (2011-2014)

Der Oberlauf der Ahr erreicht ein sehr gutes biologisches Gesamturteil. Für die Beurteilung des Oberlaufes wird die Fischfauna aufgrund der Höhenlage und des starken Gletschereinflusses nicht berücksichtigt.
Kieselalgen und Makrozoobenthos erreichen auch in allen anderen beprobten Gewässerabschnitten eine erste Klasse, die Untersuchung der Fischfauna ergibt hingegen an allen Probestellen eine zweite Klasse. Das Gesamturteil im Mittel- und Unterlauf ist demnach eine zweite Klasse, was einem guten Qualitätszustand entspricht.
Die Ahr kann im Vergleich zu den Vorjahren eine Verbesserung des Makrozoobenthos im Unterlauf verzeichnen.

Qualitätselement

Makrozoobenthos

Kieselalgen

Fische

biologisches Gesamturteil

Methode

STAR_ICMi

ICMi

ISECI

11337 - ober Prettau

I

I

-

I

11340 - bei Sand i.T.

I

I

II

II

11342 - unter Mühlen

I

I

II

II

11345 - bei St. Georgen

I

I

II

II

Qualitätszustand: I = sehr gut; II = gut; III = mäßig; IV = unbefriedigend; V = schlecht;
- = Fische nicht berücksichtigt
 
 

(Letzte Aktualisierung: 23.01.2015)