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Ahr

Geomorphologische Beschreibung

Ahr oberhalb Prettau (Quelle: Landesagentur für Umwelt)

Mit einer Länge von rund 50 km und einem Einzugsgebiet von 629 km² ist die Ahr der wichtigste Zufluss der Rienz. Die höchste Erhebung im Ahrntal liegt auf 3498 m (Dreiherrenspitz), die Mündung befindet sich hingegen auf 810 m in Bruneck. Die bedeutendsten Zuflüsse der Ahr sind der Reinbach und der Mühlwalder Bach, die in eigenen Kapiteln beschrieben werden.

Im Einzugsgebiet der Ahr dominieren aus geologischer Sicht Zentralgneise und Schiefer des Tauernfensters im hinteren Talbereich sowie Paragneise und Granitgneise im äußeren Talbereich. Im Oberlauf durchfließt die Ahr bei starkem Gefälle das gleichnamige Ahrntal, im Unterlauf entwässert sie hingegen in einer weiten Talsohle das Tauferer Tal.

Zurzeit befinden sich an der Ahr vor allem im Oberlauf und an den Zuflüssen zahlreiche kleine und mittelgroße Ableitungen zur Stromerzeugung. Die wichtigsten Ortschaften im Tauferer-Ahrntal sind St. Jakob, Luttach, Sand in Taufers, Mühlen und Gais. Die meisten ihrer Abwässer werden durch die Abwasserreinigungsanlage Tobl entsorgt.

Biologische Gewässergüte (2011)

Der Oberlauf der Ahr erreicht ein biologisches Gesamturteil der zweiten Güteklasse. Die mäßige Belastung hat wohl natürliche Gründe: das nährstoffarme und geschiebereiche Gletscherwasser wirkt auf viele Organismen limitierend.
Auch der Mittellauf der Ahr oberhalb von Sand i. T. ist durch eine zweite Güteklasse charakterisiert.
Seit 2007 wird auch ein renaturierter Bachabschnitt unter Mühlen beprobt. Er dient als Referenzgewässer für Flüsse mittlerer Größenordnung pluvio-nivalen Ursprungs. Wie zu erwarten erzielt dieser Abschnitt eine erste Güteklasse für Kieselalgen und Makrozoobenthos, die Fisch-Erhebung erlaubt hingegen nur eine zweite Klasse als Gesamtbeurteilung.
Der Unterlauf der Ahr weist ebenfalls eine zweite Güteklasse auf. Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft sind hier wohl der Hauptgrund für die Belastung.

Ergebnisse biologische Gewässergüte
Qualitätselement Makrozoobenthos Kieselalgen Fische biologisches Gesamturteil
Methode STAR_ICMi ICMi ISECI
11337 - ober Prettau I I - I
11340 - bei Sand i.T. I I II II
11342 - unter Mühlen I I II II
11345 - bei St. Georgen II I II II

Qualitätszustand: I = sehr gut; II = gut; III = mäßig; IV = unbefriedigend; V = schlecht;
- = Fische werden nicht berücksichtigt

(Letzte Aktualisierung: 11.11.2014)