Hauptinhalt

Falschauer

Geomorphologische Beschreibung

Falschauer oberhalb Stallbach Stausee (Quelle: Landesagentur für Umwelt)Die 41 km lange Falschauer entwässert das Ultental mit einem Einzugsgebiet von rund 300 km² Ausdehnung. Die höchste Erhebung im Tal (Hinterer Eggenspitz) liegt auf 3443 m Meereshöhe, und auf einer Höhe von 265 m mündet die Falschauer bei Lana in die Etsch. Zu den wichtigsten Zuflüssen gehören der Maraunbach und der Kirchbach.

In Ulten dominieren Quarzphyllit und Paragneis. Weiters kommen Glimmerschiefer und am Talausgang Brixner Granit vor. Das Umland der Falschauer wird landwirtschaftlich genutzt: in Ulten herrscht Viehwirtschaft vor, in Lana Apfelbau. Das hydrographische Einzugsgebiet der Falschauer ist durch zahlreiche Staubecken gekennzeichnet, von denen aus das abgeleitete Wasser in fünf großen Kraftwerken zur Stromerzeugung verwendet wird.

Zu den größten Ortschaften entlang der Falschauer zählen St. Nikolaus, St. Walburg, St. Pankraz und Lana. Die Abwässer werden in den Kläranlagen von St. Walburg, St. Pankraz und Lana gereinigt.

Biologische Gewässergüte (2010-2013)

Die Falschauer lässt sich in zwei Abschnitte teilen: einen langen Restwasserabschnitt, der durch das gesamte Ultental führt und einen kurzen Abschnitt vor der Mündung, der durch den Schwallbetrieb des Kraftwerks in Lana gekennzeichnet ist.

Laut der Makrozoobenthosuntersuchung ist der Restwasserabschnitt durch eine erste Klasse der biologischen Gewässergüte gekennzeichnet. Die Falschauer wird zwar immer wieder von Stauseen unterbrochen, weist aber ansonsten ein sehr natürliches Bachbett auf und beherbergt daher eine hohe Artenvielfalt. Der kurze Abschnitt von der Rückgabestelle des Kraftwerks in Oberlana bis zur Mündung in die Etsch ist von starken Wasserschwankungen geprägt und weist daher nur eine zweite Güteklasse auf. Die Untersuchungen 2010 bzw. 2013 bestätigen die Ergebnisse aus früheren Jahren.

Laut Kieselalgenindex ICMi weist die Falschauer auf ihrer gesamten Länge eine erste Güteklasse auf. Die Kieselalgen reagieren nämlich kaum auf Wasserschwankungen sondern vielmehr auf die Qualität des Wassers.

Qualitätselement

Makrozoobenthos

Kieselalgen

Fische

biologisches Gesamturteil

Methode

STAR_ICMi

ICMi

ISECI

11156 - bei St. Nikolaus

I

I

II

II

11157 - oberhalb Stallbach Stausee

I

I

I

I

11159 - oberhalb Industriezone Lana

II

I

II

II

Qualitätszustand: I = sehr gut; II = gut; III = mäßig; IV = unbefriedigend; V = schlecht