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Gader / La Gran Ega

Geomorphologische Beschreibung

Gader (La Gran Ega) oberhalb Zwischenwasser (Quelle: Landesagentur für Umwelt)

Mit einer Länge von 35 km und einem Wassereinzugsgebiet von 390 km² ist die Gader (ladinisch La Gran Ega = das große Wasser) der zweitgrößte Zufluss der Rienz. Die höchste Erhebung des Einzugsgebietes der Gader liegt auf 3151 m (Piz Boè). Die Mündung liegt bei St. Lorenzen auf 800 m Meereshöhe. Unter den bedeutendsten Zuflüssen sind der Rü de San Ciascian, der Rü de Ciamplò bei Wengen, der Rü de Lungiarü, der Rü d'Antermëia und der Rü d'Al Plan bei St. Vigil zu nennen. Letzterer wird in einem eigenen Kapitel beschrieben.

Im Oberlauf durchfließt die Gader eine weite Talsohle, die von Dolomitgestein dominiert wird, im Unterlauf hingegen bildet das Tal eine Schlucht aus Brixner Quarzphyllit. Eine der Haupteinnahmequellen im Tal ist der Tourismus, vor allem der Winter- und Schitourismus. Im Einzugsgebiet der Gader bestehen deshalb nicht nur Ableitungen zur hydroelektrischen Stromerzeugung, sondern auch zur künstlichen Schneeerzeugung.

Zu den wichtigsten Ortschaften im Tal zählen Corvara, La Ila / Stern, Badia / Abtei und San Martin de Tor / St. Martin in Thurn. Ihre Abwässer werden in den Kläranlagen Sompunt und Tobl gereinigt.

Biologische Gewässergüte (2008-2011)

Am obersten Probenpunkt, der sich unterhalb von Corvara befindet, weist die Gader bei den Beprobungen immer eine erste Klasse der biologischen Gewässergüte auf. Am zweiten Punkt in Pedraces wird eine mäßige Belastung (zweite Güteklasse) erhoben, die auf die etwas oberhalb einleitende Kläranlage zurückgeführt werden kann. Durch die Selbstreinigungskraft des Baches verbessert sich die Gewässergüte bei Longega / Zwischenwasser wieder auf eine erste Klasse. Im Oberlauf hat sich die Gader seit 2004 von einer ersten/zweiten auf eine erste Klasse verbessert. Unterhalb der Kläranlage hat sich die Qualität nicht verändert, es bleibt bei einer zweiten Klasse. Vor dem Zusammenfluss mit dem St. Vigilbach hat sich die Gewässergüte um eine ganze Klasse verbessert.
Im Jahr 2011 wurde die Gader nur oberhalb der Mündung untersucht. Aus der folgenden Tabelle können die Ergebnisse entnommen werden. Das biologische Gesamturteil entspricht einer zweiten Klasse.

Qualitätselement

Makrozoobenthos

Kieselalgen

Fische

Biologisches Gesamturteil

Methode

I.B.E.

STAR_ICMi

ICMi

ISECI

11354 – oberhalb Mündung

II

I

I

II

II

Qualitätszustand: I = sehr gut; II = gut; III = mäßig; IV = unbefriedigend; V = schlecht

(Letzte Aktualisierung: 07.03.2014)