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Gsieser Bach

Geomorphologische Beschreibung

Gsieser Bach (Quelle: Landesagentur für Umwelt)

Der Gsieser Bach, der das gleichnamige Tal entwässert, weist eine Länge von ca. 22 km und ein Einzugsgebiet von 145 km² Ausdehnung auf. Die höchste Erhebung des Wassereinzugsgebietes befindet sich auf 2837 m (Feldspitz); auf 1080 m Höhe mündet der Gsieser Bach bei Welsberg in die Rienz. Wichtige Zuflüsse sind Köflerbach, Karbach und Taistner Bach.

Im Gsieser Tal dominieren Gneise, der Talboden ist mit Schotter aufgefüllt. Die Wiesen im Umland des Baches werden intensiv bewirtschaftet und teilweise gelangen deren Drainagen in den Gsieser Bach. Es bestehen zur Zeit mehrere mittelgroße Ableitungen zur Stromerzeugung am Gsieser Bach.

Die wichtigsten Ortschaften im Tal sind St. Magdalena, St. Martin und Außerpichl. Ihre Abwässer werden in der Kläranlage von Welsberg gereinigt.

Biologische Gewässergüte (2008)

Im Oberlauf des Gsieser Baches wird bei den Erhebungen immer eine erste Klasse festgestellt. Er kann dort als unbelastet eingestuft werden. Auch im Unterlauf wird heuer im Durchschnitt erstmals eine erste Klasse erreicht. Allerdings ist die Artenanzahl nicht so hoch wie im Oberlauf und auch die Anzahl an Steinfliegenlarven ist geringer. Dies weist auf eine geringe Belastung, vermutlich durch Einträge aus der Landwirtschaft, hin.

Der Oberlauf weist wie schon bei den Erhebungen 2000 und 2004 eine erste Klasse auf. Der Unterlauf erreichte früher nur eine zweite Klasse und hat sich heuer auf eine knappe erste Klasse verbessert. Das ist wahrscheinlich auf die Beseitigung von ungereinigten Abwassereinleitungen zurückzuführen.

 

(Letzte Aktualisierung: 20.02.2014)